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Innere Unruhe: Ursachen, Symptome und mögliche Therapie

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Dauerhaft nervös  

Innere Unruhe: Ursachen, Symptome und mögliche Therapie

| tl (CF)

Innere Unruhe dürften viele kennen – bestimmte Belastungssituationen lassen wohl niemanden kalt. Doch manche Menschen leiden dauerhaft unter den Beschwerden. Lesen Sie hier, welche möglichen Ursachen es für die Nervosität gibt und wie eine mögliche Behandlung aussehen könnte.

Innere Unruhe: Typische Symptome des Leidens

Ein typisches Symptom für innere Unruhe ist beispielsweise ein diffuses Gefühl von Angst. Doch auch auf körperlicher Ebene zeigen sich bestimmte Auffälligkeiten: Viele Betroffene leiden zum Beispiel unter Schweißausbrüchen. Auch Herzrasen und schnelles Atmen sind sehr verbreitet, häufig zittern die Hände.

Innere Unruhe: Ursachen, Symptome und mögliche Therapie. Nervosität und Zappeln im Bett oder beim Sitzen sind Zeichen für innere Unruhe. (Quelle: imago/JuNiArt)

Nervosität und Zappeln im Bett oder beim Sitzen sind Zeichen für innere Unruhe. (Quelle: JuNiArt/imago)

Häufig zeigen sich die genannten Symptome nicht dauerhaft. Sie treten vielmehr in bestimmten Situationen auf, die Betroffene besonders nervös machen. Das können typische Belastungssituationen sein: Eine wichtige Prüfung kann ebenso zu innerer Unruhe führen wie eine Veränderung der Lebenssituation oder andere persönliche Herausforderungen. Wurde die Situation gemeistert, verschwinden die Symptome bei vielen Betroffenen vollständig.

Folgen einer dauerhaften Nervosität

Unter Umständen jedoch dauert die Belastungssituation länger an. In diesem Fall leiden Betroffene möglicherweise dauerhaft unter den genannten Beschwerden. Häufig kommen weitere Symptome hinzu, zum Beispiel Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Schlaf- und Konzentrationsprobleme sowie Müdigkeit.

Sollte sie dauerhaft bestehen bleiben, kann die Stressreaktion des Körpers zu ernst zu nehmenden Beschwerden führen – Bluthochdruck ist als Folge der psychischen Dauerbelastung ebenso möglich wie eine Depression, Burnout oder Herzprobleme.

Mögliche Ursachen der inneren Unruhe

Neben den genannten Belastungssituationen, welche die Anspannung auslösen können, gibt es noch viele weitere mögliche Ursachen für die innere Unruhe. Diese können sowohl psychischer als auch körperlicher Art sein. So ist die Unruhe ein typisches Symptom der Wechseljahre, auch Unterzuckerung oder niedriger Blutdruck können Auslöser sein. Depressionen oder verschiedene Persönlichkeitsstörungen machen sich unter Umständen ebenfalls entsprechend bemerkbar.

Medikamente sowie Genussmittel können die Angst ebenfalls auslösen: Dem Gesundheitsportal "NetDoktor" zufolge können beispielsweise die Wirkstoffe Amantadin und Theophyllin sowie unterschiedliche Antidepressiva entsprechende Nebenwirkungen haben. Darüber hinaus lösen unter Umständen auch der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin sowie Drogenkonsum die Symptome aus.

Kann die Schilddrüse die Angst beeinflussen?

Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann ebenfalls ein möglicher Auslöser für innere Unruhe sein. Typische Symptome der Erkrankung sind beispielsweise: Herzklopfen oder Herzrasen und ein beschleunigter Puls, Schlafprobleme, verstärktes Schwitzen und zitternde Hände sowie Finger. Viele Betroffene fühlen sich zudem explizit unruhig und nervös. Dies kann sich auch durch eine Bewegungsunruhe, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und dauerhafte Müdigkeit bemerkbar machen. Ein Grund für diese Beschwerden ist, dass der Körper aufgrund der Überfunktion stärker auf die Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin reagiert.

Innere Unruhe bekämpfen: Hilfe aus der Natur

Führen Belastungssituationen bei Ihnen gelegentlich zu innerer Unruhe? Um dieser Nervosität oder Angst entgegenzuwirken, können Sie verschiedene Mittel aus der Naturheilkunde anwenden. Lavendel ist beispielsweise eine recht verbreitete Möglichkeit, Unruhe natürlich zu lindern. Die Blüten eignen sich beispielsweise als Badezusatz oder als Tee. Die Wurzel des Baldrians ist dagegen sowohl als Tee als auch als Tinktur sowie in Form von Kapseln erhältlich. Viele Präparate enthalten eine Kombination aus Baldrian und Hopfen, der beispielsweise bei Einschlafstörungen aufgrund von Nervosität helfen kann.

Die Pflanzen können jedoch laut dem medizinischen Online-Portal “Onmeda” ihre Wirkung erst entwickeln, wenn Sie sie über mehrere Tage oder Wochen regelmäßig anwenden. Für eine geeignete Dosierung wenden Sie sich am besten an Ihren Hausarzt oder lassen sich in einer Apotheke beraten.

Auch bestimmte Aktivitäten können Ihnen helfen, Stresssituationen gelassener zu begegnen – Sport und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sind ebenso empfehlenswert wie Massagen, Saunagänge oder entspannende Bäder.

Innere Unruhe behandeln: Der Ursache auf den Grund gehen

Liegt jedoch eine andere Ursache für ihre innere Unruhe vor, ist es wichtig, dass Sie diese gemeinsam mit einem behandelnden Arzt definieren und anschließend entsprechend therapieren lassen. Ist die Nervosität beispielsweise lediglich ein Symptom einer anderen Grunderkrankung, gilt es, diese mit den jeweiligen Möglichkeiten zu behandeln. Gleiches gilt für eine psychische Grunderkrankung – hier wird beispielsweise häufig eine Psychotherapie notwendig.

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