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Scharlach bei Erwachsenen: Symptome richtig deuten

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Himbeerzunge und Fieber  

Scharlach bei Erwachsenen: Symptome und Therapie

| cr (CF)

Scharlach zählt gemeinhin zu den Kinderkrankheiten, es können sich aber auch Erwachsene infizieren. Erfahren Sie, durch welche Symptome sich die Krankheit äußert und welche Spätfolgen bei Erwachsenen auftreten können, wenn Scharlach nicht rechtzeitig behandelt wird.

Plötzlicher Beginn, Fieber und die Himbeerzunge sind typische Symptome

Verursacht wird Scharlach durch so genannte Streptokokken-Bakterien, die sich im Rachen einnisten. Untersuchungen zufolge, sind bei jedem Zehnten Streptokokken nachweisbar, ohne dass die Krankheit zum Ausbruch kommt. Ist es jedoch soweit, verläuft Scharlach bei Erwachsenen oft schwerwiegender als beim Kind.

Scharlach bei Erwachsenen: Symptome richtig deuten. Scharlach muss unbedingt von einem Arzt behandelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Scharlach muss unbedingt von einem Arzt behandelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kinderkrankheit Scharlach ruft sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen die gleichen Symptome hervor:

  • Plötzlich ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Schüttelfrost
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen mit Ausschlag im Bereich der Schleimhäute
  • Rötung im Bereich des Gaumens
  • Roter, stecknadelgroßer Hautausschlag – beginnt meist am Hals und setzt sich über Brust und Schenkelbeugen fort
  • Sogenannter "Milchbart" – das Dreieck um den Mund und das Kinn ist vom Hautauschschlag nicht betroffen und wirkt milchig blass
  • Belegte Zunge – erst weiß, ab dem vierten Tag himbeerrot (Himbeerzunge)

Komplikationen oder Spätfolgen häufiger bei Erwachsenen

Im Gegensatz zum Kind, ist die Krankheit bei Erwachsenen häufiger mit größeren Komplikationen oder Spätfolgen verbunden. Unbehandelt tritt, vielfach ein bis fünf Wochen nach der Erkrankung, das sogenannte rheumatische Fieber auf. Hierbei kommt es zu einer Entzündung verschiedener Organsysteme. Es können unter anderem Gelenke, Herz, Gehirn und Haut betroffen sein.

Rheumatisches Fieber bringt außerdem eine Arthritis mit sich, die vor allem große Gelenke betrifft. Zusätzlich besteht das Risiko einer schweren Nierenentzündung. Besonders riskant ist eine Scharlachinfektion für Schwangere.

Scharlach muss immer vom Arzt behandelt werden

Versuchen Sie nicht, Scharlach selbst zu behandeln. Suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf, wenn die Symptome auf Scharlach hindeuten. Er kann einen Schnelltest durchführen und verschreibt entsprechende Medikamente – meist Antibiotika – wodurch die Symptome schnell gelindert werden.

Keine Impfung und keine Immunität nach überstandener Erkrankung

Scharlach wird durch Bakterien, aus der Gruppe der sogenannten A-Streptokokken ausgelöst. Haben Sie eine Scharlach-Infektion einmal überstanden, sind Sie tatsächlich immun – allerdings nur gegen die spezifische Streptokokken-Art, die Ihre Krankheit auslöste. An allen andern Arten der A-Streptokokken können Sie also wieder erkranken. Eine wirksame Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

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