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Scharlach bei Erwachsenen: Symptome richtig deuten

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Himbeerzunge und Fieber  

Scharlach bei Erwachsenen: Symptome und Therapie

01.09.2014, 10:55 Uhr | cr (CF)

Scharlach zählt gemeinhin zu den Kinderkrankheiten, dabei können sich auch Erwachsene infizieren. Verursacht wird Scharlach durch so genannte Streptokokken-Bakterien, die sich im Rachen einnisten. Untersuchungen zufolge, sind bei jedem Zehnten Streptokokken nachweisbar, ohne dass die Krankheit zum Ausbruch kommt. Ist es jedoch soweit, verläuft Scharlach bei Erwachsenen oft schwerwiegender als beim Kind.

Plötzlicher Beginn, Fieber und die Himbeerzunge sind typische Symptome

Die Kinderkrankheit Scharlach ruft bei Kindern als auch bei Erwachsenen die gleichen Symptome hervor. Auf diese Symptome sollten Sie achten:

Scharlach bei Erwachsenen: Symptome und Therapie. Scharlach ist nicht nur eine Kinderkrankheit (Quelle: imago\Peter Widmann)

Scharlach ist nicht nur eine Kinderkrankheit (Quelle: Peter Widmann/imago)

  • Plötzlich ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Schüttelfrost
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen mit Ausschlag im Bereich der Schleimhäute
  • Rötung im Bereich des Gaumens
  • Roter, stecknadelgroßer Hautausschlag – beginnt meist am Hals und setzt sich über Brust und Schenkelbeugen fort
  • Sogenannter "Milchbart" – das Dreieck um den Mund und das Kinn ist vom Hautauschschlag nicht betroffen und wirkt milchig blass
  • Belegte Zunge – erst weiß, ab dem vierten Tag himbeerrot (Himbeerzunge)

Komplikationen oder Spätfolgen häufiger bei Erwachsenen

Im Gegensatz zum Kind, ist die Krankheit bei Erwachsenen häufiger mit größeren Komplikationen oder Spätfolgen verbunden. Unbehandelt tritt vielfach ein bis fünf Wochen nach der Erkrankung das sogenannte rheumatische Fieber auf. Zusätzlich besteht das Risiko einer schweren Nierenentzündung. Besonders riskant ist eine Scharlachinfektion für Schwangere.

Scharlach muss immer vom Arzt behandelt werden

Versuchen Sie nicht, Scharlach selbst zu behandeln. Suchen Sie schnellstmöglich bei den ersten Symptomen, die auf Scharlach hindeuten, einen Arzt auf. Er kann einen Schnelltest durchführen und verschreibt entsprechende Medikamente - meist Antibiotika - wodurch die Symptome schnell gelindert werden.

Keine Impfung und keine Immunität nach überstandener Erkrankung

Scharlach wird durch Bakterien, den sogenannten A-Streptokokken ausgelöst. Haben Sie eine Scharlach-Infektion einmal überstanden, sind Sie tatsächlich immun – allerdings nur gegen die spezifische Streptokokken-Art , die Ihre Krankheit auslöste. An allen andern Arten können Sie also immer wieder erkranken. Eine wirksame Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

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