Startseite
Sie sind hier: Home > Ratgeber > Gesundheit > Krankheiten >

Nasenspray - Wann es zur Gesundheitsgefahr wird

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Abhängigkeit vermeiden  

Nasenspray - Wann es zur Gesundheitsgefahr wird

| nb (CF)

Bei einer laufenden Nase und verstopften Nebenhöhlen sorgt Nasenspray für eine schnelle Abhilfe und Erleichterung beim Betroffenen. Von einer übermäßigen Nutzung des Nasensprays ist aber dringend abzuraten, denn sie birgt verschiedene Gefahren.

Wirkung von Nasensprays

Jeder kennt das: Bei einem Schnupfen produziert der Körper verstärkt Sekret und die Nase läuft. Zugleich führt das laut "Apotheken Umschau" dazu, dass die Nasenschleimhäute anschwellen und die Nase schließlich verstopft. Ein Nasenspray ermöglicht nun ein Abschwellen der Schleimhäute - Sie können wieder frei atmen. Was so einfach und effektiv klingt, ist in Wirklichkeit aber nicht ungefährlich.

Nasenspray - Wann es zur Gesundheitsgefahr wird. Nasenspray kann abhängig machen - eine sparsame Verwendung über kurze Zeit ist jedoch unbedenklich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nasenspray kann abhängig machen - eine sparsame Verwendung über kurze Zeit ist jedoch unbedenklich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Nasenspray besteht tatsächlich eine erhöhte Gefahr der Abhängigkeit. Die Behandlung mit Nasenspray ist daher nur für eine kurze Zeit ratsam: „Erkrankte sollten die Präparate im Bedarfsfall höchstens eine Woche lang benutzen“, so Oliver Reichel, Oberarzt an der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität München gegenüber der "Apotheken Umschau".

Achtung, Gewöhnungsgefahr

Die Gefahr, die vom Nasenspray ausgeht – wie auch bei vielen anderen Medikamenten – ist die der Gewöhnung. Zunächst sorgt das Spray für eine Linderung des Schnupfens. Doch nach Abklingen der Wirkung kommt es dazu, dass sich die Gefäße umso stärker mit Blut füllen und die Nase entsprechend stärker verstopft ist, als es vorher der Fall war. "Die Rezeptoren in den Schleimhäuten werden bei längerer Anwendung hungrig nach den Wirkstoffen, und der Betroffene hat immer häufiger immer höhere Dosen nötig", erläutert Michael Damm, Oberarzt an der HNO-Uniklinik Köln, gegenüber dem "Kölner Stadt Anzeiger".

Wer ein Nasenspray zu spät absetzt, läuft Gefahr, abhängig zu werden: "Bei etwa 100.000 bis 120.000 Bundesbürgern ist das der Fall", vermutet Roland Windt vom Bremer Zentrum für Sozialpolitik in der "Apotheken Umschau". Michael Damm schätzt die eigentliche Zahl gar auf eine Million Betroffener. Natürlich ist hier auch die Tatsache von Bedeutung, dass unzählige Nasensprays in Apotheken rezeptfrei erhältlich sind.

Stinknase durch Nasenspray

Bei einem permanenten Missbrauch droht im schlimmsten Fall sogar die Gefahr einer sogenannten Stinknase (auch Ozaena): Die Schleimhaut kann vom Spray irreparable Schäden davontragen, Viren und Bakterien haben dann leichtes Spiel. Die Stinknase kennzeichnet sich dadurch, dass die Nase von einem süßlich-faul riechenden und gelblich-grünen Belag überzogen ist.

Daher der Tipp: Schleichen Sie die Nutzung des Nasensprays langsam aus - nutzen Sie es keinesfalls länger als sieben Tage. Verdünnen Sie das Nasenspray mit physiologischer Kochsalzlösung, um den Wirkstoff abzuschwächen. Reduzieren Sie also die Dosis mit dem Abklingen des Schnupfens täglich, bis Sie gar kein Spray mehr brauchen und die Nase von allein abschwillt. Eine Alternative ist die Anwendung von Nasenspray für Säuglinge. Dieses enthält im Gegensatz zu Nasenspray für Erwachsene eine geringere Dosierung des abhängig machenden Wirkstoffs.

Möglichkeiten zur Entwöhnung vom Spray ist neben dem kalten Entzug eine Nasendusche mit isotonischer Kochsalzlösung. Sollten Sie bei sich Anzeichen einer Nasenspray-Abhängigkeit feststellen, dann sprechen Sie unbedingt Ihren Hals-Nasen-Ohrenarzt darauf an.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
UMFRAGE
Achten Sie auf Ihre Ernährung?

Fotoshows
Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Unsere Ratgeber-Themen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal