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Bärlauch sammeln: Vorsicht vor Verwechslung

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Bärlauch sammeln: Vorsicht vor Verwechslung

24.04.2013, 16:55 Uhr | sd (CF)

Viele Kräuter, die Sie im Garten anpflanzen oder in der Natur sammeln können, sehen hübsch aus oder können sogar zum Kochen verwendet werden. Besonders beliebt in deutschen Küchen ist Bärlauch. Doch Vorsicht: Einige Giftkräuter sehen den Küchenkräutern zum Verwechseln ähnlich.

Bärlauch sieht Giftkräutern zum Verwechseln ähnlich

Im Kräutergarten ist heutzutage zum Beispiel der Bärlauch zu einer beliebten Pflanze geworden, die in der Küche besonders gut den Knoblauch ersetzen kann.

Bärlauch sammeln: Vorsicht vor Verwechslung.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Sammeln des beliebten Bärlauch ist große Vorsicht geboten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es gibt jedoch mehrere Giftkräuter, die dem Bärlauch sehr ähnlich sehen und auf keinen Fall in den Kochtopf geraten sollten. Dazu gehört zum Beispiel der Aronstab, der sich hin und wieder auch im Garten genau zwischen den Bärlauchpflanzen ansiedelt oder das schöne Maiglöckchen. Besonders ähnlich sieht Bärlauch auch der Herbst-Zeitlosen. Ihr Verzehr ruft Symptome wie Übelkeit, Durchfall und Atemnot hervor. Der Genuss von nur fünf Gramm ihrer Samen kann bereits lebensgefährlich sein, schreibt "netdoktor.de".

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Bei Vergiftung sofort den Arzt rufen

Treten nach dem Verzehr Vergiftungserscheinungen auf, sollten Sie sofort einen Notarzt verständigen. Auch Giftnotrufnummern können erste Informationen geben. Sind Sie also einmal nicht sicher, ob die von Ihnen gesammelten Kräuter giftig sind, verzichten Sie auf ihren Verzehr. (Die besten Tipps für Ihren Kräutergarten)

lifestyle.t-online.de: Bärlauch: Verwechslung von Bärlauch und giftigen Pflanzen kann tödlich enden

Eine Geruchsprobe hilft bei der Unterscheidung

Bärlauch hat ab Anfang März bis Mitte Mai Saison. Die Blätter wachsen dann einzeln aus dem Boden, später zu zweien oder dreien, oft in Form eines Beetes dicht beieinander und immer sind deutlich Blattstiele zu erkennen. Erst wenn die Pflanze anfängt zu blühen, bilden die Blätter um den Blütenstiel einen Schaft, schreibt "gartenfreunde.de".

Ein sicherer Weg um festzustellen, ob es sich um Bärlauchblätter handelt, ist eine Geruchsprobe. Zerreiben Sie dafür ein Stück des Blattes und testen Sie, ob sich ein typischer Knoblauchduft entfaltet. Beachten Sie, dass Ihre Finger nach ein paar Proben ebenfalls nach dem intensiven Bärlauch riechen.

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Beliebte Küchenkräuter

Auch bei gekauftem Bärlauch sollten Sie vor dem Verzehr sicherheitshalber prüfen, ob es sich um echten Bärlauch handelt und keine giftigen Pflanzen. (Kräuter anbauen auf dem Balkon: Tipps)

Bärlauch darf nur für den Eigengebrauch gesammelt werden

Sind Sie sich sicher, wie Bärlauch aussieht und wie Sie ihn unterscheiden, können Sie ihn auch selbst sammeln. Er steht zwar nicht generell unter Naturschutz, taucht aber in einigen Bundesländern auf der Liste der gefährdeten Arten auf. Es ist daher nicht verboten ihn für den eigenen Bedarf zu sammeln, sollte aber mit Rücksicht auf vorhandene Menge geschehen.

Es ist wichtig, dass Sie die Blätter sorgfältig abschneiden und beim Sammeln vermeiden andere Pflanzen zu zertrampeln. Da im Laufe einer Bärlauch-Saison mehrere Sammler unterwegs sind, sollten Sie nur in Gebieten Bärlauch pflücken, die über einen ausreichend großen Bestand verfügen. So gewährleisten Sie, dass der Pflanzenbestand nach- und weiter wachsen kann. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln natürlich komplett verboten.

Bärlauchpesto ist leicht selbst herzustellen

In der Küche passt das Bärlaucharoma besonders gut zu Eiern, Käse und gebratenem Fleisch, schreibt "gu.de". Ein Klassiker ist das Bärlauchpesto, das Sie auch leicht selbst herstellen können. Es passt zu Bratkartoffeln, Risotto, Pasta, Gemüse und eignet sich als Brotaufstrich. Pürieren Sie dazu den Bärlauch mit Salz und Öl cremig und mixen Sie Pinienkerne unter. Anschließend geben Sie noch etwas Ziegenkäse oder Parmesan hinzu, geben das Pesto in ein sterilisiertes Glas und füllen es mit Öl auf. Möglichst luftdicht abgeschlossen hält es sich mehrere Wochen. (Rezepte mit Kräutern: Aus dem Garten in die Küche)

 
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