Sie sind hier: Home > Ratgeber > Heim & Garten > Haushalt >

Essen zu scharf? – Tipps zur Soforthilfe

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nichts für schwache Nerven  

Essen zu scharf? – Tipps zur Soforthilfe

| sm (hp)

Die Körpertemperatur steigt, Schweißperlen stehen auf der Stirn, das Atmen fällt schwer, der Rachenraum brennt. So reagiert der menschliche Körper auf zu scharfes Essen. Wer mit Schärfe richtig umzugehen weiß, der kann aber auch ein brennend scharfes Gericht retten oder entschärfen.

So gesund ist Scharfes

Gewürze wie Pfeffer oder Chili werden als scharf empfunden, weil sie über Inhaltsstoffe wie Capsaicin oder Peperin verfügen, die Nervenenden reizen. Sie schicken einen Schmerzimpuls an das Gehirn. Der menschliche Körper reagiert auf Schmerz zuerst mit der Ausschüttung von Endorphinen, weshalb Schärfe auch mit einem euphorischen Wohlbefinden einhergeht. Endorphine sind körpereigene Morphine, die dem Schmerz über Hochgefühle entgegenwirken.

Essen zu scharf? – Tipps zur Soforthilfe. Scharfes Essen kann bis zu einem gewissen Grad eine befriedigende Wirkung haben, da Endorphine freigesetzt werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Scharfes Essen kann bis zu einem gewissen Grad eine befriedigende Wirkung haben, da Endorphine freigesetzt werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit der Schärfe nicht übertreiben

Zusätzlich zum Wohlfühlfaktor wirkt scharfes Essen erregend. Für einen Menschen mit normaler Konstitution ist das gesund, weil so der Stoffwechsel und die Durchblutung angekurbelt werden. Leiden Sie jedoch unter Magenproblemen, sollten Sie von scharfen Gerichten Abstand nehmen. Ohnehin beschränkt sich der gesunde Nebeneffekt lediglich auf gemäßigt scharfes Essen. Übertreiben Sie also nie mit Schärfe. Ihre Geschmacksnerven können sonst Schaden nehmen.

Schärfe im Essen neutralisieren

In Ländern, in denen Schärfe zum täglichen Brot gehört, ist es üblich, scharfes Essen mit der Zumischung von anderen Lebensmitteln zu mildern. Generell eignen sich alle Arten von Milchprodukten. Joghurt, Frischkäse und Schmand wirken zum Beispiel entschärfend. Genauso eignen sich Sahne oder Kokosmilch. Zudem kann die Zugabe von Käse Speisen ihre Schärfe nehmen. Extratipp: Auch süßer Honig neutralisiert scharfes Essen.

Fett mildert Chillischärfe

Wer es mit Chilli im Essen übertrieben hat, der sollte dazu etwas Deftiges servieren. Denn für die feurige Schärfe ist der Stoff Capsaicin verantwortlich, und der ist fettlöslich. Wenn Sie die Flammen schnell bekämpfen müssen, dann ist ein Glas Wasser nur wenig geeignet. In Wasser kann sich das Capsaicin nicht auflösen. Es wird stattdessen von der Flüssigkeit verteilt, sodass das Essen als noch schärfer wahrgenommen wird. Greifen Sie lieber zu Milch oder Joghurt.

Zu scharfem Essen die Schärfe entziehen

Milchprodukte eignen sich geschmacklich nicht immer zur Neutralisierung – es kommt auf das Gericht an. Alternativ können Sie versuchen, die Schärfe aus dem Essen zu saugen, beispielsweise mit halbierten Kartoffeln oder anderen stärkehaltigen Lebensmitteln. Geben Sie die Kartoffeln einfach zum Essen und kochen es noch einmal auf. Die enthaltene Stärke absorbiert einen Teil der Schärfe.

Ist das Essen noch immer zu scharf gewürzt, servieren Sie möglichst stärkehaltige Lebensmittel als Beilage. Je mehr Beilagen Sie dazu nehmen, desto erträglicher wird eine scharfe Soße.

Kinder sollten Sie von scharfem Essen fernhalten, vor allem wenn es Chili enthält. Mildere scharfe Gewürze sind dagegen in Maßen erlaubt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
UMFRAGE
Haben Sie vor, sich ein Haus zu bauen?


Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017