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Gasleck in der Heizung: Wie gefährlich ist das?

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Gasleck in der Heizung: Wie gefährlich ist das?

05.10.2012, 14:26 Uhr | ks (CF)

Immer wieder führen Schlagzeilen über Tote und Verletzte infolge eines Gaslecks in der Heizung zu Beunruhigung. Viele Menschen fragen sich, ob sie ein ähnliches Schicksal treffen könnte und ob ihre Gasheizungen sicher sind. Im Folgenden erklären wir, wie Sie sich im Falle eines Gasaustritts verhalten und worauf Sie bei der Wartung Ihrer Heizung und Leitungen achten sollten.

Gas - ein relativ sicherer Energieträger

Bilder von Gasexplosionen in Folge eines Heizungslecks und Berichte über Opfer einer Kohlenmonoxidvergiftung sind dramatisch und bleiben deshalb lange im Gedächtnis. Die Statistik dagegen gibt weniger Anlass zur Sorge: „Angesichts von rund 19 Millionen Gaskunden in Deutschland sind extreme Schadensfälle eher selten“, berichtet der WDR in einer Ausgabe seiner Sendung "Service Technik".

Gasleck in der Heizung: Wie gefährlich ist das?. Rufen Sie bei Gasgeruch umgehend die Feuerwehr. (Quelle: imago)

Rufen Sie bei Gasgeruch umgehend die Feuerwehr. (Quelle: imago)

Passiert doch einmal etwas, seien in vielen Fällen die Leitungen manipuliert worden, denn grundsätzlich sei Gas ein relativ sicherer Energieträger. Erdgasheizungen sind auch deshalb so beliebt, weil sie einen geringeren Schadstoffausstoß besitzen als Ölheizungen. Sie arbeiten effizient und sind noch dazu wartungsarm.

Wie kann es zu Gasaustritt kommen?

Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen Abgase. Diese werden über den Schornstein abtransportiert. Wird dieser allerdings nicht regelmäßig gereinigt oder beispielsweise durch ein Vogelnest verstopft, können die Abgase nicht schnell genug abziehen - giftige Dämpfe gelangen in den Wohnbereich. Es droht Erstickungsgefahr. Eine andere Möglichkeit, wie Gas in die Wohnung gelangen kann, ist ein Gasleck in der Heizung.

Duftstoffe machen Gasaustritt bemerkbar

Damit ein Gasaustritt schnell bemerkt wird, sind dem eigentlich geruchsneutralen Erdgas Duftstoffe beigemischt: „Diese müssen abstoßend, sollen jedoch nicht ekelerregend riechen, um auch bei gastechnischen Laien einen Warneffekt zu erzielen. In den letzten Jahren geht, nicht zuletzt aus ökologischen Gründen, der Trend zu schwefelarmen Odoriermitteln“, erklärt der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Falls Sie unsicher sind, wie das Gas Ihres Netzbetreibers riecht, können Sie sich von ihm eine Karte mit einer Geruchsprobe zukommen lassen.

Bei Gasgeruch: Ruhe bewahren

Gas ist ein hochexplosiver Brennstoff. Bereits eine Konzentration von 4,5 Volumenprozent wird von der Feuerwehr als "explosionsfähig" eingestuft. Das bedeutet, dass vor allem im Winter, wenn die Räume geschlossen sind und nicht ausreichend gelüftet wird, ein Gasleck in der Heizung ausreicht, um eine lebensgefährliche Gaskonzentration in der Luft zu erzeugen. Bemerken Sie Gasgeruch, sollten Sie in erster Linie Ruhe bewahren. Um eine Explosionsgefahr zu vermeiden, sollten Sie umgehend alle Fenster und Türen öffnen, damit sich das Gas mit der Außenluft vermischt und die Gaskonzentration sinkt. In diesem Zusammenhang sind auch alle Feuerquellen, wie etwa eine Kerze oder ein Gasherd, zu löschen.

Warnen Sie alle Hausbewohner

Doch selbst wenn Fenster und Türen geöffnet sind, können Sie nicht sicher sein, ob die Gefahr gebannt ist. Schließlich kann man nicht genau wissen, wie hoch die Gaskonzentration in der Luft wirklich ist. Warnen Sie daher alle Bewohner und verlassen Sie das Haus. Rufen Sie die Feuerwehr (Rufnummer: 112) und bewahren Sie Ruhe. Die Feuerwehr misst die Gaskonzentration im Hausinneren und informiert den Bereitschaftsdienst Ihres Versorgers. Dieser wird die Gaszufuhr unterbrechen, das Leck lokalisieren und beseitigen.

Gasleck in der Heizung vermeiden

Die DVGW hat „Goldene Regeln“ aufgestellt, wie Sie das Risiko eines Gaslecks bei Ihrer Heizung minimieren können. Dazu gehört es, alle Gasgeräte regelmäßig von einem Fachmann untersuchen zu lassen und Störungen nur von Fachleuten untersuchen zu lassen. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie auch selbst prüfen, ob Ihnen an Ihren Geräten und Leitungen etwas auffällt - beispielsweise durchhängende Rohre oder Rußspuren um ein Gerät. Sollten Sie eines der in der Tabelle aufgeführten Felder mit "Nein" beantworten, muss die jeweilige Schwachstelle umgehend beseitigt werden! Sprechen Sie diesbezüglich so schnell wie möglich mit einem Fachmann oder Heizungsbauer oder mit einem Mitarbeiter Ihres Netzbetreibers.

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So sparen Sie Heizkosten
"Goldene Regeln": Die Liste für den Jahrescheckjanein
1Sind Absperreinrichtungen, z.B. an Hausanschluss und Zähler, frei zugänglich?
2Sind Gasleitungen in einwandfreiem Zustand, besonders an Wand- bzw. Deckendurchführungen sowie in feuchten, unbelüfteten Räumen?
3Sind alle Gasleitungen gut befestigt und frei von "Anhängseln"?
4Lüftungsöffnungen an Verkleidungen vorhanden?
5Verbrennungsluftöffnungen an Wand oder Tür des Aufstellraums der Gasgeräte offen?
6Ausreichende Verbrennungsluftzufuhr bei Abdichtung bzw. Neu-Einbau von Fenstern und Türen sichergestellt?
7Bei der Installation einer neuen Abluft-Dunstabzugshaube oder eines Abluft-Wäschetrockners mit dem Fachmann gesprochen?
8Schlauchleitung vom Herd zur Gassteckdose ohne Knick sowie ausreichend von Flammen und Hitze entfernt?
9Bei sichtbarer Flamme am Gasgerät: Brennt sie durchgehend blau?
10Gasgeräte intakt und ohne Rußspuren, Betrieb ohne auffälligen Geruch oder ungewöhnliche Geräusche?

Zuhause.de: Die größten Gas-Gefahren und Tipps bei Gasgeruch

Verdachtsfall: So verhalten Sie sich richtig

Haben Sie akut den Eindruck, bei Ihrer Heizung könnte ein Gasleck vorliegen, scheuen Sie sich nicht, den Notdienst Ihres Netzbetreibers anzurufen. „Selbst wenn der Verbraucher den Eindruck hat, es könne ein Fehlalarm sein, soll er sich melden“, sagt Markus Magnussen vom Entstörungsdienst der Düsseldorfer Stadtwerke gegenüber dem WDR. Auch bei falschem Alarm bleibt der Einsatz für den Kunden kostenlos.

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