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Milben: Was tun bei Hausstauballergie?

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Allergische Reaktion  

Hausstauballergie: Symptome, Diagnose und Therapie

| pc (CF)

Etwa jeder zehnte Deutsche leidet an einer Hausstauballergie. Die Bezeichnung ist jedoch irreführend: Verantwortlich für die Allergie ist nicht etwa Hausstaub, sondern vielmehr der darin enthaltene Kot von Milben. Hier erfahren Sie mehr zu den Symptomen, der Diagnose und möglichen Therapien.

Symptome und Folgen einer Hausstauballergie

Bei den Betroffenen treten klassische Symptome einer Allergie auf. Dazu zählen

Milben: Was tun bei Hausstauballergie? . Hausstaubmilben fühlen sich in Betten wohl, daher treten Allergiesymptome häufig nachts und am Morgen auf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hausstaubmilben fühlen sich in Betten wohl, daher treten Allergiesymptome häufig nachts und am Morgen auf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

  • Juckreiz, besonders an den Augen
  • häufiges Niesen und Schnupfen
  • Husten
  • allergische Hautausschläge wie Rötungen und Schwellungen
  • unruhiger Schlaf

Da die Allergene bei jeder Drehung im Schlaf aufgewirbelt werden, treten die Symptome einer Hausstauballergie meist nachts oder morgens auf. Die Milben fühlen sich besonders bei Temperaturen um 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 70 Prozent wohl, daher sind sie häufig in Betten aber auch in Teppichen oder Polstermöbeln zu finden. 

Haushaltstipps gegen Hausstaubmilben

Wenn Sie die Symptome einer Hausstauballergie bei sich bemerken, sollten Sie einige Maßnahmen in Ihrem Haushalt treffen und das Problem direkt an der Wurzel anpacken: Saugen Sie Ihre Wohnung am besten täglich und wischen regelmäßig nass, um die Menge des Milbenkots zu reduzieren. Für Allergiker eignet sich ein leicht zu reinigender Bodenbelag wie Laminat am besten.

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Tipp: Verwenden Sie für den Staubsauger sogenannte Feinstaubfilter – diese halten den feinen Milbenkot im Inneren des Staubsacks zurück.

Staubfänger aus der Wohnung verbannen

Schaffen Sie ausschließlich Teppiche mit kurzem Flor an – sie lassen sich besser von Staub befreien. Verzichten Sie möglichst auf Staubfänger wie Stoffvorhänge und Polstermöbel oder behandeln Sie diese alternativ mit einem speziellen Anti-Milben-Spray.

Um zu verhindern, dass sich die Milben in zu großer Zahl im Schlafzimmer ansiedeln, lüften Sie zwei- bis dreimal täglich und halten Sie sowohl die Raumtemperatur als auch die Luftfeuchtigkeit gering. Bei letzterem kann ein Luftentfeuchter helfen.

Hausstauballergie im Schlafzimmer vorbeugen

Da es die kleinen Spinnentiere warm und feucht mögen, sollten Sie jeden Morgen das Bett zurückschlagen und auslüften. Zudem ist es ratsam, wöchentlich die Bettwäsche zu wechseln und sie bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Der Matratzenbezug sollte alle sechs bis acht Wochen in die Waschmaschine.

Tauschen Sie spätestens nach sieben Jahren Ihre Matratze aus, da sich nach dieser Zeitspanne ein Höchstmaß an Hausstaubmilben im Stoff niedergelassen hat, wie "Stiftung Warentest" berichtet. Ein Tipp für Allergiker: Es gibt milbenundurchlässige Allergie-Überzüge für Matratze und Bettwäsche, Encasing genannt. Alternativ sollten Sie bei 60 Grad waschbare Kissen und Bettdecken benutzen.

Auf Plüsch- und Haustieren tummeln sich viele Milben

Wenn Ihr Kind an einer Hausstauballergie leidet, sollten keine Kuscheltiere mit ins Bett genommen werden, da sich auch darin viele Milben tummeln. Wenn möglich sollten Sie die Plüschtiere regelmäßig bei 60 Grad waschen, alternativ können Sie sie in einer Plastiktüte verpackt über Nacht in die Tiefkühltruhe legen und so die Milben abtöten.

Da sich Milben von Haaren und Hautschuppen ernähren, sollten Sie es vermeiden, sich im Schlafzimmer die Haare zu kämmen. Auch Haustiere sind dort tabu.

Diagnose durch den Arzt: Allergietest gibt Aufschluss

Leiden Sie ganzjährig an den oben beschriebenen Symptomen, empfiehlt sich ein Allergietest beim Hautarzt oder Allergologen. So können Sie die genaue Ursache erfahren, frühzeitig auf eine mögliche Hausstauballergie reagieren und diese gegebenenfalls therapieren. Denn zu den weiteren Folgen können auch Atemnot und Asthma gehören – gerade bei Kindern entpuppt sich die Hausstauballergie oftmals als Ursache für Asthma.

Um eine Hausstauballergie-Diagnose zu stellen, wird der sogenannte Pricktest häufig angewandt. Dabei träufelt Ihr Arzt verschiedene Testlösungen aus unterschiedlichen Allergenen auf die Innenseite Ihres Unterarms. Nach 15 bis 20 Minuten werden die "geprickten" Stellen nach Rötungen und Quaddeln untersucht. Tritt an der Stelle mit der Hausstauballergie-Lösung eine derartige Reizung auf, ist eine Hausstauballergie sehr wahrscheinlich.

Auch anhand einer Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob Sie allergisch auf den Kot der Hausstaubmilben reagieren. Anhand der Blutprobe lässt sich die sogenannte IgE-Konzentration im Blut bestimmen, also die Konzentration der Antikörper gegen Hausstaubmilben. Ist Ihr IgE-Wert erhöht, ist eine Allergie wahrscheinlich.

Als weitere Methode, um eine Hausstauballergie festzustellen, bietet sich der nasale Provokationstest an. Dabei wird ein Hausstaubmilben-Extrakt auf die Nasenschleimhaut aufgesprüht. Anschließendes Niesen oder Nasenlaufen verrät, dass Sie tatsächlich auf Hausstauballergene reagieren.

Behandlung: Medikamente und andere Therapien

Bei einer leichten Hausstauballergie können Sie auf bestimmte Medikamente zurückgreifen, um die Symptome zu lindern. Dazu zählen beispielsweise Antihistaminika oder auch Glukokortikoid-Lösungen. Die These, dass der Allergie durch frühes Impfen vorgebeugt werden könnte, wurde nie bestätigt.

Bei einer schweren Allergie kann es ratsam sein, dass Sie sich für eine Hyposensibilisierungstherapie entscheiden: Hierbei wird der Körper an die allergieauslösende Substanz gewöhnt, indem Ihnen ein Arzt in regelmäßigen Abständen das Allergen verabreicht oder direkt in die Haut injiziert.

Dieser Weg ist jedoch nichts für Ungeduldige: Es kann bis zu drei Jahre dauern, bis die Therapie anschlägt. Die Therapie ist für Menschen mit schwachem Immunsystem nicht ratsam, besprechen Sie eine Hyposensibilisierung daher mit Ihrem Hausarzt.

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