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Sonnenschutz ist Hautschutz: So cremen Sie sich richtig ein

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Sonnenbrand vorbeugen  

Richtig eincremen: Regeln für den Sonnenschutz

| kt (CF)

Der richtige Sonnenschutz ist mehr denn je ein wichtiges Thema und die beste Vorbeugung gegen Hautkrebs. Trotzdem machen viele Menschen beim Eincremen grundlegende Fehler, die sie später mit einem Sonnenbrand oder Schlimmerem büßen müssen. In unserer Fotoshow geben wir Ihnen Tipps, wie Sie möglichst sicher und gesund Sonne tanken.

UV-Strahlen nicht unterschätzen

Die UV-Strahlen im Licht sind für den unangenehmen Sonnenbrand verantwortlich und können im schlimmsten Fall sogar die Entwicklung von Hautkrebs fördern. „Die UV-Strahlung führt zu Schädigungen des Erbgutes. Diese Schäden führen zu Erbgut-Veränderungen in Genen, die für die Krebsentstehung entscheidend sind.“, warnt der Verein zur Bekämpfung des Hautkrebses auf seiner Webseite. Der richtige Sonnenschutz ist also bei weitem keine eitle Beauty-Maßnahme, sondern ein echtes Gesundheitsthema.

Ein Sonnenbrand kann höllisch weh tun. Die meisten cremen sich daher vorsorglich ein. (Screenshot: Sat.1) (Quelle: Sat.1)
Diese Körperstellen werden beim Eincremen immer vergessen

Ein Sonnenbrand kann höllisch weh tun. So vermeiden Sie ihn.

Ein Sonnenbrand kann höllisch weh tun. Die meisten cremen sich daher vorsorglich ein. (Quelle: Sat.1)


Dabei können die Strahlenwerte ganz unterschiedlich ausfallen. Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht deshalb immer aktuelle UV-Index Tageswerte. Die liegen in Deutschland üblicherweise zwischen 2 und 8. Ab einem Wert von 3 sollten Sie sich vor dem Sonnenbad eincremen, um zum einen Sonnenbrand vorzubeugen und zum anderen das Krebsrisiko zu senken, auch wenn kein hundertprozentiger Schutz vor Hautkrebs garantiert werden kann.

Was sagt der Lichtschutzfaktor aus?

Unsere Haut hat einen natürlichen Eigenschutz gegenüber der Sonne, bevor ein Sonnenbrand entsteht. Der Lichtschutzfaktor ist eine Art Multiplikator, der Ihre normale Verweildauer unter der Sonne erhöht.

Die Formel lautet nach "netdoktor.de" wie folgt:

Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor = maximal mögliche Zeit in der Sonne ohne Sonnenbrand

Für Europäer ist in der Regel ein Sonnenschutzfaktor von 20 bis 30 ausreichend, berichtet die Zeitschrift "Brigitte". Falls Sie helle Haut haben, die sich ungeschützt nach etwa 10 Minuten rötet, ist mit LSF 30 eine Sonnenzeit von bis zu 300 Minuten erlaubt (10 x 30 = 300). Dermatologen raten allerdings dazu, diesen Durchschnittswert nicht ganz auszunutzen, sondern schon nach zwei Dritteln der Zeit in den Schatten zu gehen, berichtet der „Focus“.

Auch auf den UV-A Schutz achten

Oft wird auf den Verpackungshinweisen zwischen UV-A und UV-B Schutz unterschieden. Die Zusätze A und B geben dabei die Wellenlänge des UV Lichts an. UVA-Strahlen haben zwar weniger Energie als die UVB-Strahlen, dringen dafür aber tiefer in die Haut ein. Der UV-B Schutz wird mit Hilfe des oben beschriebenen Lichtschutzfaktors angegeben. Bei der Angabe eines UV-A Schutzes, muss das Verhältnis zwischen UV-A und UV-B Schutz 1:3 betragen, bei einem Lichtschutzfaktor von 15 beträgt der UV-A Schutz also 5.

Immer dick auftragen

Beim Sonnenschutz gilt grundsätzlich: Lieber etwas mehr! Circa 30 Milliliter Creme – das entspricht etwa drei Esslöffeln – sollten Sie mindestens zum Eincremen des ganzen Körpers benutzen. Zur besseren Dosierung bieten neuartige Sprühflaschen mittlerweile häufig eine Markierung mit Füllstand, so dass Sie sehen, wie viel Creme Sie benutzen. Exponierte Stellen wie Stirn, Schultern, Nase, Ohren und Fußrücken sollten Sie häufiger eincremen, um sie richtig zu schützen.

Die Dauer der Schutzwirkung verlängert das Nachcremen allerdings nicht. Wenn es so warm ist, dass Sie ins Schwitzen geraten, eignen sich wasserfeste Cremes auch besser, da sie nicht durch den Schweiß weggespült werden. Falls Sie die Gefahr von Allergien reduzieren möchten, sollten Sie bei der Auswahl des Sonnenschutzprodukts auf Bio-Produkte zurückgreifen, die keine Konservierungs- und Duftstoffe enthalten, so die Empfehlung des Hessischen Rundfunks.

Unterschiedliche Hauttypen brauchen unterschiedlichen Sonnenschutz

Der amerikanische Dermatologe Thomas Fitzpatrick entwickelte 1975 die Klassifikation nach Hauttypen. Diese Hauttypen lassen sich anhand äußerlicher Merkmale erkennen, aber nicht hundertprozentig einordnen. Je heller der Hauttyp desto geringer ist der Eigenschutz der Haut und das Risiko für Sonnenbrand und Hautkrebs steigt. Dementsprechend sollten helle Hauttypen zu einem höheren Lichtschutzfaktor greifen.

HauttypEmpfohlener Lichtschutzfaktor
Typ 1: Der keltische Typ hat eine Eigenschutzzeit von weniger als zehn Minuten. Er wird nicht braun, sondern bekommt Sommersprossen, hat meist rötliches oder hellblondes Haar und sehr helle Haut.30 bis 50
Typ 2: Der nordische Typ hat eine Eigenschutzzeit von 10 bis 20 Minuten. Er hat in der Regel nur langsame und minimale Bräunung, helle Haut, blonde oder hellbraune Haare und oft auch Sommersprossen.12 bis 30
Typ 3: Der Mischtyp hat eine mittlere Hautfarbe, hellbraunes bis schwarzes Haar, kaum oder keine Sommersprossen und eine langsame aber deutlich fortschreitende Bräunung. Hier liegt die Eigenschutzzeit zwischen 20 und 30 Minuten.12 bis 30
Typ 4: Der mediterrane Typ hat bräunliche oder olivfarbene Haut, braunes oder schwarzes Haar und bekommt schnell eine mittlere Bräunung. Seine Eigenschutzzeit beträgt mehr als 30 Minuten. Er bekommt selten Sonnenbrand und hat ein niedriges Hautkrebsrisiko.8 bis 15
Typ 5 und 6: Dunkle und schwarze Hauttypen haben dunkelbraune bis schwarze Haut und dunkle Haare. Die Eigenschutzzeit der Haut liegt bei mehr als 90 Minuten. Diese Hauttypen haben kaum oder nie Sonnenbrand und das Hautkrebsrisiko ist sehr niedrig. Trotzdem ist auch bei diesen beiden Hauttypen Vorsicht geboten.4 bis 8

Nach dem Baden den Sonnenschutz erneuern

Viele Produkte werben damit, dass sie wasserfest sind, doch das trifft nur teilweise zu. Wollen Sie, dass der Sonnenschutz nach dem Baden weiter besteht, sollten Sie sich nicht abtrocknen, denn dadurch geht er verloren. Der HR weist daraufhin, dass schon ein Tupfen ausreicht, um Teile der Sonnenmilch zu entfernen. Der "Focus" berichtet außerdem, dass laut Tests von Stiftung Warentest auch wasserfeste Produkte nach dem Baden oft deutlich an Wirkung einbüßen. Nachdem Sie im Wasser waren, sollten Sie sich daher grundsätzlich erneut eincremen.

Creme aus dem Vorjahr noch verwendbar?

"Wenn die Creme ein Jahr lang offen war, wirkt sie wahrscheinlich nicht mehr.", rät Prof. Dr. Ingrid Moll, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie am UKE Hamburg gegenüber dem "Stern" online. Entsorgen Sie daher angebrochene Sonnencremes aus dem Vorjahr lieber. Ist die Creme jedoch unbenutzt und das Mindesthaltbarkeitsdatum ist noch nicht überschritten, dann sollte sie noch in Ordnung sein.

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