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China baut Europa nach

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Alles nur geklaut! Wie China Europa kopiert

21.09.2010, 16:10 Uhr | Zeljka Tomsic

China baut Europa nach. Chinas Eiffelturm-Kopie (Foto: Reuters)

Chinas Eiffelturm-Kopie (Foto: Reuters)

Warum nach Europa reisen, wenn man es sich auch nach China holen kann - dachten sich wohl die Bewohner des Landes. Dies erklärt wohl auch, warum man dort so manche Repliken aus Frankreich oder Großbritannien vorfindet. Wie zum Beispiel den Eiffelturm oder Wohngegenden mit typisch britischem Charme. Da aber der europäische Kontinent aus weitaus mehr Ländern besteht, wird jetzt auch mit Spanien geliebäugelt. Ihnen angetan hat es vor allem ein Fischerdorf an der Costa Brava, das nun originalgetreu nachgebaut werden soll. Schauen Sie sich die Kopien und Originale auch in unserer Foto-Serie an.

Chinesischer Fjord kommt spanisch daher

Es handelt sich hierbei um den katalanischen Ort Cadaqués, dessen berühmtester Bewohner niemand geringeres als Salvador Dali war. An diesem idyllischen Fleckchen verbrachte der exzentrische Künstler häufiger die Sommerferien. Skurrilitäten ist man hier also gewohnt, man denke dabei an sein Wohnhaus mit einem überdimensionalen Ei auf dem Dach. Dennoch mussten so mache Bewohner große Augen gemacht haben, als im Juni diesen Jahres Architekten und Ingenieure der chinesischen Firma China Merchants Zhangzhou auftauchten, um Abmessungen vorzunehmen, die Straßen samt Gebäuden zu fotografieren sowie sich nach der Bauweise zu erkundigen. Die Bauherren planen nämlich in der Bucht von Xiamen, im Südosten Chinas, einen identischen Ort hinzuprojizieren. Offensichtlich ist diese hügelige Umgebung geradezu perfekt für diese Unternehmung, so dass nur geringe Änderungsmaßnahmen vonnöten sind. So wird auf mehr als 400.000 Quadratmetern ein mediterran angehauchter Ort aus dem Boden gestampft, der bis zu 15.000 Besucher empfangen soll. Baubeginn ist für September/Oktober angesetzt.

Auch andere Länder haben sich schon in China angesiedelt

Dies ist nicht das erste Projekt dieser Art. Europäische Baukunst wurde schon häufiger geklaut. So entstand 2006 "Thames Town", eine Wohngegend nahe Shanghai, ganz im viktorianischen, georgischen und Tudor-Stil. Die Bewohner von "Thames Town" müssen nicht einmal ihre Kleinstadt verlassen. Dort finden sie alles vor, was sie zum Leben benötigen: eine Universität, Krankenhäuser, Supermärkte, Hotels und sogar Pubs. "Luodian New Town" ist ebenfalls solch eine Satellitenstadt nahe Shanghai, die allerdings nach skandinavischen Vorgaben entstand. Auch Sehenswürdigkeiten schafften sich im Land der Mitte anzusiedeln. So beispielsweise der Eiffelturm von Paris, von dem es mehr als eine Kopie gibt. Dem Recyclingwahn scheinen also keine Grenzen gesetzt und der nächste Architektur-Clou wird garantiert nicht lange auf sich warten lassen.

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