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"Edersee-Atlantis": Stausee zeigt seine Schätze - viel zu früh

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Edersee-Atlantis  

Ruinen tauchen aus Hessens größtem See auf

04.08.2015, 16:04 Uhr | mro, srt

"Edersee-Atlantis": Stausee zeigt seine Schätze - viel zu früh. 2015 ragt die Aseler Brücke schon Anfang August aus dem Wasser. Normalerweise gibt der Edersee seine Schätze erst im Herbst frei. (Quelle: dpa)

2015 ragt die Aseler Brücke schon Anfang August aus dem Wasser. Normalerweise gibt der Edersee seine Schätze erst im Herbst frei. (Quelle: dpa)

Jedes Jahr tauchen die Ruinen aus dem Edersee auf. Plötzlich ragen alte Brücken, Friedhöfe, Überreste von Häusern aus dem Wasser. Doch in diesem Jahr können Besucher das "Edersee-Atlantis" besonders früh betrachten. Der Grund liegt in der großen Trockenheit. Ein paar Eindrücke von der beliebten Ferienregion präsentieren wir Ihnen in unserer Foto-Show.

Schon am vergangenen Wochenende spazierten erste Wanderer über die Aseler Brücke - die normalerweise unter Wasser liegt. Sie steigt zwar jedes Jahr aus den Fluten, doch normalerweise erst im Herbst. Dieses Jahr ist das anders. Zwar war der Stausee zum 1. Mai voll, doch schon jetzt hat er mehr als die Hälfte seines Wassers verloren. Das Wasser des Sees hält den Pegel der Weser für Schiffe hoch genug. Zusammen mit dem trockenen Wetter führte das schneller als sonst dazu, dass der Wasserstand des Sees sinkt. Laut einem Sprecher des Schifffahrtsamts Hannoversch Münden könnten auch bald weitere Ruinen an die Oberfläche kommen.

Jedes Jahr gibt der Edersee seine versunkenen Schätze frei

Im Frühjahr liegt die schauerliche Attraktion normal in frostigen zehn Metern Tiefe: Im trüben Blau des Wassers erscheinen Brücken, Gräber, Grundmauern. Das versunkene Edersee-Atlantis erzählt noch heute die Geschichte vom verzweifelten Kampf dreier Dörfer gegen die Vertreibung. Die Einwohner mussten für den Bau der Edertalsperre 1908 bis 1914 ihre Dörfer verlassen, Soldaten vertrieben sie mit Gewalt.

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Heute führen in direkter Ufernähe Radwege rings um den See, es gibt Uferpromenaden und Strandbäder. Doch das Edersee-Atlantis hat seinen geheimnisvollen Charme nicht verloren: Bei Niedrigwasser kommen die Reste Asels, Berichs und Bringhausen zum Vorschein. Dann können Touristen auf alten Wegen wandern, Mauerreste der ehemaligen Bericher Klosterkirche besichtigen und die alte Aseler Brücke zu Fuß überqueren. Besucher spazieren andächtig zwischen den Betondecken umher, mit denen die Gräber auf den Friedhöfen von Berich und Alt-Bringhausen versehen wurden. Manchmal zeigen sich sogar die Überreste der alten Bericher Hütte mit einem historischen Modell der Sperrmauer an der frischen Luft.

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