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Ungewöhnliches Naturphänomen: Der Asphaltsee auf Trinidad

11.04.2013, 10:44 Uhr | Zeljka Tomsic

Ungewöhnliches Naturphänomen: Der Asphaltsee auf Trinidad. Ein besonderes Phänomen ist der Asphaltsee auf Trinidad. (Quelle: Trinidad und Tobago, Tourism Development Company)

Ein besonderes Phänomen ist der Asphaltsee auf Trinidad. (Quelle: Trinidad und Tobago, Tourism Development Company)

Der Inselstaat Trinidad und Tobago ist für traumhafte Karibikstrände bekannt, sowie für den heißesten Karneval nach Rio de Janeiro. Was viele nicht wissen: Trinidad verfügt über ein besonderes Touristenziel, das zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist - einen so genannten Asphaltsee (englisch: "La Brea Pitch Lake"). Einige bezeichnen ihn sogar als die "hässlichste Attraktion der Karibik" und auch für die Nase ist der See kein sonderlicher Genuss, da dort an einigen Stellen Schwefel austritt. Baden lässt sich darin auch, allerdings nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr. Schauen Sie sich das Naturphänomen sowie Trinidads Vorzeigestrand "Maracas Bay" in unserer Foto-Show an.

Der See ist 40 Hektar groß

Der See liegt auf einer Landzunge im Südwesten der Insel, nahe der Ortschaft La Brea, und erstreckt sich auf einer Fläche von 40 Hektar. Seine Besonderheit ist die Beschaffenheit aus flüssigem Bitumen (lat. "Erdpech"), das an manchen Stellen zu Asphalt erstarrt ist. An den tiefsten Stellen misst der See zwischen 75 und 100 Metern. Das heiße Bitumen quillt ständig aus der Erde nach. Täglich macht dies mehrere hundert Tonnen aus, weswegen er als die größte natürliche Asphaltquelle der Welt gilt.

Gesundheitsförderndes Bad in den Schwefel-Pools

Mittlerweile ist er ein beliebtes Ausflugsziel, das jährlich zehntausende Touristen anlockt. Die ausgehärteten Ränder bieten sich wunderbar für einen Spaziergang an. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Das Baden ist darin ebenfalls erlaubt. Allerdings nur dann, wenn zwischen Juni bis Dezember Regen fällt und sich Schwefel-Pools in den Kratern des Sees bilden. Dann entsteht der für Schwefel typische Geruch nach faulen Eiern. Doch die Schwefelgase sind trotz des Gestanks gut für die Haut und ihnen wird auch eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. So gesehen, kehren Urlauber verjüngt und gesünder aus dem Urlaub zurück.

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Das "schwarze Gold" als Strafe der Götter

Entstanden ist der See vor über 70 Millionen Jahren durch Vermischung von Öl und Asphalt mit Mineralstoffen als Folge komplexer geologischer Vorgänge. Wie es bei spektakulären Naturwunderwerken so oft ist, rankt auch um das "schwarze Gold" eine Legende. Es heißt, der "La Brea Pitch Lake" wäre die Folge einer Strafe der Götter. Offensichtlich stand einst an dieser Stelle ein Indianerdorf, doch die Bewohner zogen den Zorn der Götter auf sich, indem sie die heiligen Kolibris aßen. Der Sage nach waren diese Vögel Seelen ihrer Vorfahren. Und so geschah es, dass das Dorf samt Bewohnern mit Asphalt übergossen wurde - und die Nachwelt ein Ausnahmephänomen bekam.

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