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Andere Länder, andere Sitten: 7 Fettnäpfchen vermeiden

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Andere Länder, andere Sitten: 7 Fettnäpfchen vermeiden

24.04.2013, 14:33 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Andere Länder, andere Sitten: 7 Fettnäpfchen vermeiden. Im Pub gibt man ein Bier aus, aber kein Trinkgeld (Quelle: imago/Chromorange)

Im Pub gibt man ein Bier aus, aber kein Trinkgeld (Quelle: Chromorange/imago)

Wann geht man in den britischen Pub, wie schwitzt man in einer finnischen Sauna oder wie benutzt man eine japanische Toilette? Im Ausland treffen Urlauber oftmals auf kleine und große Unterschiede zu heimischen Gebräuchen. Damit diese Unterschiede nicht zum Fettnäpfchen werden, geben wir Tipps, wie Sie sich den lokalen Begebenheiten gut anpassen.

Großbritannien: Kein Trinkgeld im Pub und einer zahlt die Runde

Die gemütlichen Kneipen sind Treffpunkte und erinnern oft an Wohnzimmer, allerdings mit unausgesprochenen Regeln. Der erste Gang sollte zur Theke führen. Eine Bedienung gibt es nämlich in den meisten Pubs nicht. An der Theke wird bestellt und auch gleich bezahlt. Statt einfach "ein Bier" zu bestellen, sollte man präzise sagen, welche Art man möchte - zum Beispiel Lager oder Ale - und in welcher Größe: Half-Pint oder Pint. Ist man mit mehreren Personen unterwegs, zahlt stets einer die Runde. Trinkgeld gibt man dabei nicht. Um sich dennoch für guten Service erkenntlich zu zeigen, kann man dem Wirt mit den Worten "and one for yourself" ein Bier ausgeben. Er wird dann später auf Kosten des Gastes trinken - nicht aber ohne ihm vorher zuzuprosten. In manchen Pubs steht mittlerweile auch ein Glas auf der Theke, in dem man ein paar Münzen hinterlassen kann. Die beste Zeit für den Pubbesuch ist unter der Woche gegen 18.00 Uhr. Dann mischen sich Büroangestellte, die nach der Arbeit noch schnell ein Bier trinken, mit Feierlustigen und Touristen.

Toiletten in Japan: Eigene Schuhe und oft kein Papier

Selbst beim Gang zum stillen Örtchen lauern in manchen Ländern Fettnäpfchen. Vor Toiletten in Japan zum Beispiel stehen spezielle WC-Schuhe bereit. Wer das Klo benutzt, muss seine Straßen- oder Hausschuhe gegen die Toilettenschuhe tauschen. In Japan wird streng zwischen reinen und unreinen Orten unterschieden. Früher waren die Toiletten außerhalb des Hauses, die Schuhe wurden deshalb beim Gang zum stillen Örtchen angezogen. Auch wenn die WCs heute meist in der Wohnung angesiedelt sind, gelten sie immer noch als unrein. Nach dem Toilettengang dürfen Touristen nicht vergessen, die WC-Slipper beim Verlassen des Raumes wieder auszuziehen. Einen schönen Nebeneffekt hat das Schuh-Prozedere: Stehen die Schuhe nicht vor der Toilette, ist diese mit hoher Wahrscheinlichkeit besetzt. In der Broschüre unterscheidet die Tourismusabteilung zwischen westlichen und japanischen Toiletten. Die japanische Version könnte Urlauber vor Probleme stellen: Sie sieht aus wie eine flache, in den Boden eingelassene Wanne zum Beispiel aus Keramik. An einem der schmalen Enden hat die Wanne eine Art Kuppel oder Haube ebenfalls aus Keramik. Wer die Toilette benutzen will, bleibt weder über der Wanne stehen, noch setzt er sich direkt auf die Keramik. Sondern er hockt sich so herum über die Wanne, dass er auf die Kuppel schaut. Urlauber haben beim Gang zur Toilette am besten immer Taschentücher dabei, rät die Tourismusabteilung. Denn auf vielen öffentlichen Toiletten gebe es kein Papier.

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Essstäbchen in Japan nicht in den Reis stecken

Essstäbchen senkrecht in den Reis zu stecken, ist in Japan ein Totenritual. Deshalb ist es bei einem normalen Essen verpönt, warnt der Leiter der Tourismusabteilung Tokios. Richtig liegen die Stäbchen auf der kleinen Stäbchenbank. Stirbt ein Angehöriger, bereiten die Japaner eine Schale Reis zu, stecken die Stäbchen senkrecht hinein und stellen die Schale auf eine Totentafel in einem buddhistischen Altar. Den Anblick eingesteckter Stäbchen verbinden die Japaner daher mit dem Tod. Gleiches gelte für das Essen mit zwei Paar Stäbchen. Auch das sei ein Totenritual. Deshalb gelte es als unhöflich, ein Lebensmittel mit vier Stäbchen, also einem Paar in jeder Hand, anzufassen.

Saunieren in Finnland: Keine Regeln

Eindeutig, die Finnen sind saunaverrückt. Aber weiß auch jeder, wie er sich in einer finnischen Sauna verhalten muss? Es klingt ganz einfach: "In einer echten finnischen Sauna gibt es keine Regeln", sagt eine Sprecherin von Visit Finland. Dazu gehört auch, die Uhr zu vergessen. Jeder bleibt einfach so lange in der Hitze, wie es ihm guttut. "In einer finnischen Sauna darf man immer einen Aufguss machen", so die Sprecherin. Auch die Kleidung ist eigentlich egal. Finnen selbst saunieren nackt. "Sie können aber auch mit Badeanzug oder Handtuch in die Sauna gehen oder sogar ihren Mantel anlassen, keiner wird Sie deshalb verurteilen", so die Sprecherin. Wer in Finnland allerdings nein zu einer Sauna-Einladung sagt, muss einen guten Grund haben. "Es ist eine Ehre, in eine Sauna eingeladen zu werden", so die Sprecherin.

Luxemburg: Die Sache mit dem Kuchen

Beim Schnitzelessen ist ein Messer kaum verzichtbar, für das Steak auch nicht - aber für den Kuchen? Was hierzulande völlig undenkbar wäre, ist in unserem Nachbarland Luxemburg gang und gäbe. Wer in dem Großherzogtum ein Stück Kuchen oder Torte bestellt, bekommt immer Gabel und Messer dazugelegt. "Natürlich ist es dem Touristen frei überlassen, davon Gebrauch zu machen", erklärt Brigitte Goergen vom Tourismusbüro. Die Sitte hat nach ihrer Aussage ihren Ursprung im 18. Jahrhundert. Warum damals jedoch die Luxemburger zu Messer und Gabel griffen, um Kuchen zu verspeisen, kann beim Tourismusbüro niemand erklären.

Polen: Nur mit dem Vornamen anreden

Etwas gewöhnungsbedürftig für deutsche Gäste in Polen ist die Form der Anrede. Üblicherweise spricht man sich mit dem Vornamen an - auch, wenn man sich eigentlich siezt. Dem Vornamen wird ein "pan" für Herr oder "pani" für Frau vorgestellt. So kann es Besuchern passieren, dass man sie als "Herr Peter" oder "Frau Barbara" bezeichnet. Umso besser sich die Gesprächspartner kennen, umso häufiger benutzen sie Koseformen des Namens. Aus Piotr wird dann Piotrek, bei Frauen wird die Silbe "-ka" angehängt. Gleichzeitig gibt es in Polen eine besondere Vorliebe für Titel. Im öffentlichen Raum wird statt des Vornamens häufig der Titel für die Ansprache verwendet. "Herr Direktor" trifft dann auf "Frau Präsidentin". "Gerne schmeichelt man seinem Gegenüber mit einem Upgrade beim Titel und macht den Abteilungsleiter zum Direktor oder die Staatssekretärin kurzerhand zur Ministerin", verrät Jan Wawrzyniak, Chef des Polnischen Fremdenverkehrsamtes in Berlin. Mit dem Nachnamen redet man sich wirklich nur bei offiziellen Gelegenheiten an.

In Thailand hat jeder Wochentag seine eigene Farbe

Thailändern fällt die Auswahl der Kleidung - zumindest was die Farbe angeht - leichter. Jeder Wochentag steht nämlich für eine spezielle Farbe. Dienstags trägt man beispielsweise bevorzugt Rosa, erklärt das Thailändische Fremdenverkehrsamt. Die Tradition stammt aus der hinduistischen Mythologie. Jedem Gott ist ein bestimmter Planet und eine bestimmte Farbe zugeordnet. Nach einer astrologischen Formel ergeben sich daraus die Farben der Wochentage. Wer sich schon immer fragte, warum die Farbe von König Bhumibol Gelb ist, den erwartet eine verblüffend einfache Antwort: Er wurde an einem Montag geboren. Auch die restlichen Wochentage sind mit fröhlichen Farben versehen: Der Mittwoch ist grün, der Donnerstag orange, Freitag blau, der Samstag lila, der Sonntag rot. Selbstverständlich tragen nicht alle Thailänder an den Wochentagen immer die passende Farbe. Dennoch kommt es gut an, wenn man sich als Reisender entsprechend kleidet und damit zeigt, dass man diese Tradtion respektiert.

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