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Europaweit neue Kriterien  

Hotelsterne werden neu poliert

29.12.2014, 13:42 Uhr | Hans-Werner Rodrian/srt

Hotelsterne werden neu poliert .  (Quelle: DEHOGA )

(Quelle: DEHOGA )

Über Europas Hotelhimmel strahlen die Sterne ab dem Jahr 2015 neu. Die Vorgaben für die Hotelkategorien werden nämlich turnusgemäß alle fünf Jahre aktualisiert. Zum ersten Mal haben sich dabei 15 Länder auf dieselben neuen Kriterien geeinigt. Künftig müssen die Hotels mehr Wert auf Internetzugang, Schlafkomfort und Sicherheit legen.

In dem einen Land geht es um die Ausbildung des Personals, im nächsten zählt vorwiegend die Zimmergröße: Noch immer herrscht in Europa das Sternechaos. Fünf französische Hotelsterne sind keinesfalls vergleichbar mit portugiesischen oder italienischen. 2010 haben sich immerhin sieben Länder zu einer gemeinsamen Sternevergabe zusammengetan - darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Sternestandard war offenbar ein Erfolgsmodell. Jedenfalls haben sich in der Zwischenzeit acht weitere Länder angeschlossen. Mit der alle fünf Jahre fälligen Aktualisierung der Kriterien blinken erstmals quer durch Europa weitgehend gleiche Sterne.

Das erwartet die Gäste

Deutsche Gäste müssen bei ihrem Hotelbesuch ab dem neuen Jahr nicht mit großen Überraschungen rechnen, verspricht der oberste deutsche Hotelklassifizierer Helmut Otto, Inhaber des Landhotels Naafs-Häuschen in Lohmar. Im Detail tut sich aber durchaus etwas: Die Sterneprüfer achten künftig stärker auf die Qualität der Hotelbetten sowie auf Sicherheit und Nachhaltigkeit. Und natürlich erhält das Megathema des Jahrzehnts mehr Gewicht: der Internetzugang. So ist ein Internetzugang im öffentlichen Bereich jetzt bereits ab zwei Sternen Pflicht.

Im Gleichklang mit Deutschland überarbeiten 14 andere Länder ihre Kriterien. Das sind aktuell Belgien, Dänemark, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien und Ungarn. Weiter nicht dabei sind aber einige der Schwergewichte: Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Und der EU-Neuling Kroatien ist ebenfalls noch nicht so weit. Auch in Deutschland sind die Sterne keineswegs Standard. Die Hotels sind nämlich nicht gezwungen, sich klassifizieren zu lassen. Wo jedoch die offiziellen Hotelsterne an der Tür blinken, kann der Gast auch gewisse Mindestleistungen erwarten. Dazu gehört beispielsweise ab vier Sternen zweimal wöchentlich Wäschewechsel, bis zu drei Sternen sind nur einmal neue Laken Pflicht.

Mindestens zehn Zentimeter dicke Matratzen

Echte Mindestanforderungen sind weiter rar. Grundsätzlich ist auch ein Fünfsternehotel mit 14 Quadratmeter kleinen Zimmern denkbar. Es bekommt dafür halt 15 Punkte weniger, kann dieses Manko aber mit anderen Leistungen aufholen. Für Annehmlichkeiten wie Gästelift, Türsteher, Concierge, Hotelpagen oder eine regelbare Klimaanlage gibt es jeweils 15 Punkte. Die abendliche Zimmerkontrolle (Turndown-Service), eine Empfangshalle mit Sitzgelegenheiten oder mindestens zehn Zentimeter dicke Matratzen bringen zehn Pluspunkte ein. Persönliche Begrüßungsgesten, wie Blumen im Zimmer, machen immerhin noch sechs Punkte aus.

Extrapunkte gibt es neuerdings für Ladestationen von Elektrofahrzeugen, ebenso für allergikerfreundliche Bettwäsche. Und eine eigene Webseite mit aktuellen Informationen muss künftig sogar ein Einsternhotel bieten.

Keine Einsicht hatten die Hotelprüfer dagegen mit den Minibars. Um sie tobt seit Jahren ein erbitterter Streit: Aus Umweltgründen stehen Minibars bei den Umweltverbänden auf der roten Liste, in der Hotelklassifizierung bleiben sie aber weiter ab vier Sternen Pflicht. Für den Hotelier bleibt da nur die Wahl: Entweder er verzichtet auf die Sterne oder aufs Umweltlabel.

Weitere Informationen:
Hotelverband Deutschland (IHA), Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin, Tel.: 030 / 59 00 99 690, info@hotelsterne.de, www.hotelsterne.de, www.hotelstars.eu

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