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WM-2014-Titel lohnt sich: DFB zahlt hohe Prämie an Nationalmannschaft

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WM-2014-Titel lohnt sich  

DFB zahlt hohe Prämie an Nationalmannschaft

29.11.2013, 13:33 Uhr | dpa

WM-2014-Titel lohnt sich: DFB zahlt hohe Prämie an Nationalmannschaft. Kapitän Philipp Lahm hat die WM-Prämie mit ausgehandelt.

Kapitän Philipp Lahm hat die WM-Prämie mit ausgehandelt. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - 300 000 Euro pro Mann, fast sieben Millionen Euro insgesamt, dazu extra Aufwendungen für Trainer und Betreuer - so viel ist dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) der so lang ersehnte vierte WM-Titel wert.

Für Mesut Özil und Co. sind die Prämien, auf die sich der DFB mit dem Nationalteam für das Turnier im kommenden Sommer in Brasilien geeinigt hat, eher ein schöner Nebenverdienst. "Für jeden Spieler ist es das Größte, Weltmeister zu werden", erklärte Bundestrainer Joachim Löw zur vorrangigen Motivation seiner WM-Kandidaten, die bei ihren Clubs teilweise einen Jahresverdienst im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich einstreichen sollen.

Die 300 000 Euro pro Mann - insgesamt 6,9 Millionen Euro - wären die höchste Prämie, die in der Geschichte des DFB ausgezahlt werden müsste. Die selbe Summe hatte der Verband schon bei der Heim-WM 2006 und bei der jüngsten EM im Vorjahr in Polen und der Ukraine als Titelbonus ausgesetzt - zur Auszahlung kam das Maximum nicht. Die bisherige DFB-Rekordprämie hatten die Nationalspieler um den damaligen "Capitano" Michael Ballack bei der EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz eingestrichen. Nach der 0:1-Finalniederlage gegen Spanien gab es 150 000 Euro pro Spieler.

Bei der WM 2010 in Südafrika wurden an Kapitän Lahm & Co. nach einer erneuten 0:1-Pleite gegen Spanien für das Erreichen des Halbfinales 100 000 Euro gezahlt. Der Titel wäre mit 250 000 Euro belohnt worden. Die ersten deutschen Weltmeister 1954 hatten sich im Vergleich zu den aktuellen Summen noch mit Peanuts begnügen müssen. Fritz Walter und Kollegen erhielten 2500 D-Mark (1280 Euro), einen Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller. 1974 bekamen die Weltmeister um Kapitän Franz Beckenbauer 70 000 D-Mark und einen VW-Käfer. Die bislang letzten Weltmeister von 1990 um Jürgen Klinsmann wurden mit 125 000 Mark belohnt.

Die Staffelung der Brasilien-Prämien wird von der EURO 2012 übernommen. Bei einem überraschenden Aus schon in der Vorrunde oder im Achtelfinale würden die Spieler auch finanziell leer ausgehen. "Die Spieler bekennen sich mit dieser stark erfolgsabhängigen Regelung wieder ganz klar zum Leistungsprinzip", bemerkte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Für den Einzug ins Viertelfinale bekommt jeder Spieler 50 000 Euro, für den Halbfinal-Einzug insgesamt 100 000 Euro. Noch einmal 50 000 kämen für die Endspiel-Teilnahme dazu, also 150 000 Euro gesamt. Für den Titel wäre dann die Maximalsumme von 300 000 Euro pro Mann fällig. Dazu kämen die Prämien für Trainer- und Betreuerstab.

"Die Gespräche mit Philipp Lahm und dem gesamten Mannschaftsrat waren völlig einvernehmlich. Die Nationalmannschaft will in Brasilien den sportlichen Erfolg. Und wenn sie dort erfolgreich spielt, soll das auch entsprechend honoriert werden", kommentierte Generalsekretär Helmut Sandrock die Prämien-Einigung.

Schon für die erfolgreiche WM-Qualifikation hatte der DFB rund vier Millionen Euro an Erfolgsprämien ausgeschüttet. Für das Direktticket zur Endrunde zahlte der Verband 20 000 Euro pro Partie für jeden Spieler, der zum Aufgebot gehörte. Maximal konnten die Profis so 200 000 Euro kassieren.

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