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Bericht: Blatter verkaufte TV-Rechte unter Marktwert

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FIFA-Präsident im Fokus  

Bericht: Blatter verkaufte TV-Rechte unter Marktwert

12.09.2015, 15:40 Uhr | sid, dpa

Bericht: Blatter verkaufte TV-Rechte unter Marktwert. Joseph Blatter will sein Amt als FIFA-Präsident im Februar 2016 niederlegen. (Quelle: imago/PanoramiC)

Joseph Blatter will sein Amt als FIFA-Präsident im Februar 2016 niederlegen. (Quelle: PanoramiC/imago)

Joseph Blatter soll die Fernseh-Rechte für zwei Weltmeisterschaften vor zehn Jahren unter Marktwert verkauft haben. Das berichtet das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und sorgt damit für neuen Wirbel um den Präsidenten des Fußball-Weltverbandes (FIFA). Blatter hatte den Vertrag mit dem damaligen Chef der karibischen Fußball-Union (CFU), Jack Warner, abgeschlossen und laut dem SRF auch unterschrieben.

Demzufolge verkaufte Blatter die Übertragungsrechte für die WM in Südafrika für 250.000 Dollar, die für die WM in Brasilien für 350.000 Dollar. Warner soll die TV-Rechte zwei Jahre später nach Schätzungen in Medien für 15 bis 20 Millionen Dollar wieder weiterverkauft haben.

Der Deal werfe die Frage auf, ob das ein Freundschaftspreis gewesen sei oder ein kaufmännisch korrekt berechneter Preis, sagte die Rechtsprofessorin und Korruptions-Expertin Monika Roth in dem Bericht. Sie forderte die Bundesanwaltschaft auf, nun zu ermitteln. Laut dem TV-Beitrag wollte die Bundesanwaltschaft aber keine Stellung nehmen.

Warner erneut verwickelt?

Der Fußball-Weltverband habe zudem erklärt: "Die FIFA gibt keine Stellungnahme zu in der Presse erhobenen Anschuldigungen ab. Ferner sind wir nicht befugt, Angelegenheiten zu erörtern, die Herrn Warner betreffen, da dieser in den Vereinigten Staaten unter Anklage steht."

Der 72-Jährige steht unter Korruptionsverdacht. Die USA hatte Trinidad und Tobago offiziell um die Auslieferung von Warner ersucht. Er gehörte von 1983 bis 2011 der Exekutive des Weltverbandes an und war auch Präsident des Verbandes von Nord- und Mittelamerika (CONCACAF). Warner hat alle Anschuldigungen gegen sich zurückgewiesen.

ISL/ISMM-Affäre im Fokus

Der Druck auf die Spitze der FIFA wächst angeblich auch von Seiten den US-Behörden weiter. Die Fahnder der amerikanischen Justizministerin Loretta Lynch sollen die ISL/ISMM-Korruptionsaffäre um Schmiergeldzahlungen nochmals unter die Lupe nehmen. Der ehemalige FIFA-Vermarkter hatte Gelder in dreistelliger Millionenhöhe an Spitzenfunktionäre gezahlt.

Der Skandal um die 2001 bankrott gegangene ISL/ISMM hatte vor fünf Jahren die bis dahin massivsten Erschütterungen in der FIFA ausgelöst. Durch Prozesse vor Schweizer Gerichten flog auf, dass die ISL/ISMM für lukrative Rechte über Jahre Mitglieder des FIFA-Führungszirkels mit insgesamt umgerechnet über 110 Millionen Euro bestochen hatte.

Anklage gegen Blatter möglich

Für Blatter als ehemaligen Generalsekretär der FIFA zur Zeit der Bestechungen war der Skandal ohne Folgen geblieben. Trotz seiner gerichtlich festgestellten Kenntnis von den Schmiergeldzahlungen, die bis heute zu größten Teilen noch nicht restlos zugeordnet sind, wurde der Schweizer aufgrund damals fehlender Gesetzesvorschriften nicht belangt.

Sollte Lynch im Zuge der aufgekommenen Vorwürfe Berührungspunkte zu den USA und Verstöße gegen entsprechende Gesetzesvorschriften finden, müsste Blatter womöglich eine Anklage vor einem US-Gericht fürchten.

Blatter hatte nach dem schwersten Korruptionsskandal in der FIFA-Geschichte seinen Rückzug angekündigt. Er war vorher für eine fünfte Amtszeit wiedergewählt worden. Immer wieder beteuerte Blatter seine persönliche Unschuld in dem Skandal.

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