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Theo Zwanziger stellt nach Steuer-Razzia Strafanzeige

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Wegen Medienaufkommen  

Nach Razzia: Zwanziger stellt Strafanzeige

03.11.2015, 18:13 Uhr | sid, t-online.de

Mit großer Gelassenheit blickt der ehemalige DFB-Präsident den Ermittlungen entgegen. (Screenshot: SID)
Zwanziger: "Hätte schon früher erwartet, dass sie kommen"

Mit großer Gelassenheit blickt der ehemalige DFB-Präsident den Ermittlungen entgegen.

Zwanziger: "Hätte schon früher erwartet, dass sie kommen"


Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger will angesichts der Ermittlungen der Steuerfahndung Strafanzeige gegen Unbekannt stellen. Gleichzeitig unterstrich der 70-Jährige, dass er das Vorgehen der Staatsanwaltschaft in der WM-Affäre als wichtigen Schritt in Richtung Wahrheitsfindung befürworte.

Hintergrund der Anzeige ist die Tatsache, dass Medienvertreter im Voraus von der Aktion der Steuerfahnder Bescheid wussten und am Dienstagmorgen beim Eintreffen der Beamten bereits das Privathaus von Zwanziger in Altendiez belagerten.

Das Vorgehen des früheren DFB-Präsidenten richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Zwanzigers Anwalt Hans-Jörg Metz bestätigte sein Vorhaben.

Razzia bei Niersbach, Zwanziger und Co.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Zwanziger, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und den ehemaligen Generalsekretär Horst R. Schmidt wegen des Verdachts der "Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall" im Zuge der nicht geklärten Zahlung von 6,7 Millionen Euro im Jahr 2005.

Neben dem Anwesen Zwanzigers untersuchten die Ermittler auch die Häuser von Niersbach und von Schmidt sowie die DFB-Zentrale in Frankfurt.

"Ich weiß, dass ich die Wahrheit sage"

Obwohl Zwanziger selbst von der Razzia der Steuerfahndung betroffen war, begrüßte er das Eingreifen der Justiz. "Ich bin froh, dass es so gekommen ist. Ich habe gar keine Sorgen in diesem Zusammenhang. Ich weiß, dass ich die Wahrheit sage, dass ich nichts zu befürchten habe", sagte Zwanziger.

Er habe "schon früher damit gerechnet", sagte Zwanziger außerdem. Dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen aufnimmt, sei ohnehin sein Wunsch gewesen: "So ist es besser als durch irgendwelche Untersuchungskommissionen und Leute, die abhängig sind." Damit bezog er sich auf DFB-interne Untersuchungen und die Prüfungen durch die externe Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer.

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