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Benfica-Trainer droht eine lange Sperre

24.09.2013, 15:59 Uhr | t-online.de

Benfica-Trainer droht eine lange Sperre . Jorge Jesus (im schwarzen Sakko) ist seit 2009 Trainer von Benfica Lissabon. (Quelle: imago/Pedro Benavente)

Jorge Jesus (im schwarzen Sakko) ist seit 2009 Trainer von Benfica Lissabon. (Quelle: Pedro Benavente/imago)

Dem Trainer von Benfica Lissabon droht eine jahrelange Sperre. Jorge Jesus lieferte sich eine Rangelei mit Sicherheitskräften und der Polizei, weil er versuchte einen Fan aus deren Fängen zu befreien. "Ich wollte, dass sie ihn in Ruhe lassen", sagte der Coach nach dem Spiel.

Benfica hatte die Partie gegen Vitoria Guimaraes gerade mit 1:0 für sich entschieden und so den Anschluss an die Tabellenspitze gehalten. Das Spiel war beendet. Man sollte meinen, dass Lissabons Coach Jorge Jesus glücklich darüber sein konnte. Doch was danach auf dem Spielfeld passierte, gefiel dem 59-jährigen offensichtlich überhaupt nicht.

Gewalt gegen friedliche Fans

Die Benfica-Anhänger gerieten beim Heimspiel so in Ekstase, dass sie nach dem Abpfiff direkt auf den Platz stürmten, um nach dem guten Spiel ihrer Mannschaft zu feiern und sich ein Trikot ihrer Lieblingsspieler zu sichern. Damit hatte Jorge Jesus kein Problem. Allerdings damit, dass Sicherheitskräfte und Polizei versuchten, die friedlichen Fans äußerst rigoros wieder aus dem Innenraum des Stadions zu kriegen.

Dabei jagten sie die Anhänger von Benfica über den Rasen und zerrten sie, wie man es aus der Bundesliga kennt, zu Boden. Einige Fans ließen sich danach leichter abführen, andere wurden mit Gewalt dazu gezwungen. Ein Fan wollte aber so vehement mit seinen Stars den Sieg bejubeln, dass sich gleich drei Sicherheitskräfte seiner annahmen.

"Er wollte nur ein Trikot"

Das grobe Vorgehen der Drei empfand Jorge Jesus sichtbar als überzogen - also schritt er ein. Der Trainer versuchte energisch, den Mann und seine "ungewollte Begleitung" zu trennen. Er zerrte an den Armen der Sicherheitskräfte, schubste einen Ordner beiseite und schlug einem Polizisten auf die Hand. Vergebene Liebesmüh - der Mann wurde gegen seinen Willen vom Platz geführt.

Nach dem Vorfall musste der aufgebrachte Jorge Jesus von Team-Betreuern und einem Polizisten beruhigt werden. "Ich wollte, dass sie ihn in Ruhe lassen. Schließlich wollte er nur ein Trikot von den Spielern", sagte Jesus später.

Angriff auf Vertreter der Staatsorgane?

Sein Einschreiten im Sinne der Fans könnte er jetzt teuer bezahlen. Der Disziplinar-Rat der portugiesischen Liga befasst sich mit dem Zwischenfall. Dort sollen die Aussagen der Funktionäre und Polizisten ausgewertet werden. Nach Artikel 131 der Disziplinarordnung droht Jesus im schlimmsten Fall eine Verurteilung wegen eines Angriffs auf einen Vertreter der Staatsorgane. Eine Sperre zwischen drei Monaten und drei Jahren wäre die entsprechende Folge.

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