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Olympische Winterspiele 2022: Peking gewinnt Wahl gegen Almaty

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Es gab nur zwei Bewerber  

Olympische Winterspiele 2022 finden in Peking statt

31.07.2015, 15:17 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Olympische Winterspiele 2022: Peking gewinnt Wahl gegen Almaty. IOC-Präsident Thomas Bach verkündet den Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2022. (Quelle: AP)

IOC-Präsident Thomas Bach verkündet den Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2022. (Quelle: AP)

Peking wird Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2022. Bei der 128. Session des Internationalen Olympischen Komitees in Kuala Lumpur stimmte die Mehrheit der IOC-Mitglieder für die chinesische Hauptstadt. Einziger Konkurrent war die kasachische Stadt Almaty. Peking setzte sich mit 44:40 Stimmen durch. Ein abstimmungsberechtigtes IOC-Mitglied enthielt sich.

Peking war schon im Sommer 2008 Olympia-Stadt. Es ist die erste Stadt in der Olympia-Geschichte, die sowohl Sommer- wie Winterspiele ausrichtet.

Die Wahl war nicht unumstritten, weil in beiden Ländern die Menschenrechte immer wieder verletzt werden. Auch München wollte sich um die Winterspiele 2022 bewerben, scheiterte aber am Widerstand der Bürger. Anfänglich hatten insgesamt neun Städte Interesse für die Winterspiele 2022 bekundet, darunter auch Oslo.

Peking punktet mit der Erschließung eines neuen Marktes

Fehlender Naturschnee, ein alles andere als kompaktes Konzept und notwendige Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur hatten die Mehrheit der 85 stimmberechtigten IOC-Mitglieder dabei nicht von ihrer Entscheidung abhalten können. Vielmehr punktete Peking offenbar mit der Erschließung eines neuen Marktes für die Wintersportindustrie. Rund 300 Millionen Chinesen soll mit den Olympischen Spielen dem Wintersport näher gebracht werden.

In den Tagen vor der Abstimmung hatte die chinesische Delegation aber immer wieder Fragen zur Schneesicherheit beantworten müssen. Chinas Präsident Xi Jinping versprach in einer Videobotschaft während der Abschlusspräsentation: "Lassen sie mich ihnen versichern, dass die chinesische Bevölkerung fantastische, außergewöhnliche und exzellente Olympische Winterspiele präsentieren wird."

Panne verzögert Abstimmung

Die Wahl begann mit einer Panne. Nachdem das elektronische Abstimmungssystem nicht funktioniert hatte, mussten die 85 stimmberechtigten IOC-Mitglieder ihre Voten handschriftlich abgeben. An sich sollte erstmals per Tablet abgestimmt werden.

Auch der Austragungsort der Olympischen Jugend-Winterspiele 2020 wurde bekanntgegeben. Lausanne (Schweiz) setzte sich gegen den einzigen Mitbewerber Brasov (Rumänien) durch.

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