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Olympia 2016: Johannes Hintze findet Vergleich mit Phelps "gewagt"

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Schwimm-Talent im Interview  

Hintze (17): "Vergleich mit Phelps ist gewagt"

28.07.2016, 14:21 Uhr | t-online.de

Olympia 2016: Johannes Hintze findet Vergleich mit Phelps "gewagt". Johannes Hintze (hier bei den Deutschen Meisterschaften) reist als jüngster DSV-Schwimmer nach Rio. (Quelle: imago/Matthias Koch)

Johannes Hintze (hier bei den Deutschen Meisterschaften) reist als jüngster DSV-Schwimmer nach Rio. (Quelle: Matthias Koch/imago)

Johannes Hintze ist mit nur 17 Jahren das Küken der deutschen Schwimm-Herren. Durch sein Alter und seine Leistungen hat der gebürtige Brandenburger bereits auf sich aufmerksam gemacht - nun wird er für das DSV-Team bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro an den Start gehen.

Im Interview mit t-online.de spricht Hintze über seine Ziele für Brasilien, warum ihn der Titel "Wunderjunge" kalt lässt und welche Rolle für ihn Döner, Keyboardmusik und Motorradmechanik spielen.

t-online.de: Herr Hintze, die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro stehen vor der Tür - und Sie werden als jüngster deutscher Schwimmer dabei sein. Was bedeutet Ihnen die Teilnahme?
Johannes Hintze: Die Teilnahme ist eine große Erleichterung, ich habe mich sehr gefreut. Das war immer ein Kindheitstraum. Einer der jüngsten deutschen Schwimmer zu sein, ist natürlich eine Ehre.

Sie werden über 400 Meter Lagen an den Start gehen. Welche Chancen rechnen Sie sich dabei aus?
Falls ich meine Zeit von den Deutschen Meisterschaften bestätige oder verbessere, kann ich mir nichts vorwerfen. Bei Olympia weiß man nie, wie die Leistungen letztlich ausfallen und wer sich wie weiterentwickelt hat.

Wie muss der Wettbewerb für Sie laufen, damit Sie am Ende zufrieden sind?
Ich kann nur das beeinflussen, was ich selbst mache - und da werde ich alles geben. Ich bin keiner, der sich hinstellt und prophezeit, wer welche Zeit schwimmen wird und was ich selbst erreichen werde. Ich werde versuchen, meine bestmögliche Leistung abzurufen, und dann mal sehen.

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Wie haben Sie angesichts des Großereignisses an der Copacabana Ihre Trainingsintensität angepasst?
Wir haben eine ganz normale Wettkampfvorbereitung gemacht, wie wir es schon vor den Deutschen Meisterschaften dieses und auch letztes Jahr gemacht haben. In Hinblick auf Rio hat sich da nichts geändert.

Gehen Sie davon aus, dass Sie zum Saisonhöhepunkt punktgenau topfit sind?
Zur Zeit fühle ich mich super. Zuletzt konnte ich gut durchtrainieren, ohne Krankheitsausfälle, daher bin ich zuversichtlich, dass ich fit sein werde.

Sie gelten als neuer "Wunderjunge" des deutschen Schwimmsports. Nehmen Sie einen gewissen öffentlichen Druck wahr?
Na klar nehme ich sowas mal wahr. Das ist auch ganz lustig, aber ich mache mich da nicht verrückt und lasse mich nicht unter Druck setzen. Der größte Druck kommt ohnehin von mir selbst. Ich habe keinerlei Probleme, wenn irgendwelche Medien irgendwas schreiben, da bleibe ich locker.

Hier und da sind Vergleiche mit Rekord-Olympiasieger Michael Phelps zu lesen. Wie gehen Sie mit solchen Dingen um?
Ein Vergleich mit Michael Phelps ist vielleicht etwas gewagt. Phelps hat in seiner Karriere über 20 Medaillen gewonnen, ich bin jetzt das erste Mal bei Olympia dabei.

Wie können Sie am besten vom Schwimm-Trubel abschalten?
Ich hatte noch nie wirklich das Bedürfnis, abschalten zu müssen. Ich gehe ganz normal zur Schule, da habe ich sowieso andere Gedanken. Ansonsten treffe ich mich mit meinen Freunden, gehe Döner essen, zu Hause schraube ich auch mal am Motorrad rum, in meinem Zimmer steht ein Keyboard, auf dem ich ab und zu was klimpere. Es gibt also schon ein paar Dinge, die mich ablenken.

Sie sind 17 Jahre alt. Wie gelingt es Ihnen, Sport und Schule zu vereinbaren?
An der Sportschule Potsdam geht das sehr gut, wir haben hier optimale Voraussetzungen. Die Lehrer setzen sich total dafür ein, dass wir unseren Sport ausüben können, ohne die Schule zu vernachlässigen. Teilweise kommen Lehrer mit in die Trainingslager, Klausuren werden wegen Wettkämpfen verschoben. Wir haben Riesenglück, so eine Schule zu haben.

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Wie wichtig ist es Ihnen, die Basis für ein mögliches Standbein neben dem Schwimmen aufzubauen? Zumal nur die wenigsten Schwimmer vom Sport allein leben können…
Auf jeden Fall! Es ist das wichtigste, dass wir Sportler uns ein zweites Standbein aufbauen. Das ist bei mir auch der Fall. Ich werde ganz normal mein Abitur machen und danach will ich studieren. Irgendwann ist es mit dem Schwimmen ja vorbei.

Das dauert bei Ihnen ja zum Glück noch ein bisschen.
(lacht) Ja, das stimmt…

Die Schwimmer sind traditionell zu Beginn der Spiele an der Reihe. Was planen Sie für die Zeit danach?
Ich werde mir auf jeden Fall nach meinem Start die Schwimmwettkämpfe anschauen, auch wie das Olympische Dorf funktioniert, wie der Wettkampf organisiert ist, wie die Veranstaltung an sich aufgebaut ist. Ich möchte einfach so viel wie möglich mitnehmen, um von diesen Erfahrungen in den nächsten Jahren zu profitieren.

Um auch zu den nächsten Olympischen Spielen zu kommen, nehme ich an?
Ja genau, richtig.

Das Interview führte Maximilian Miguletz.

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