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Olympia 2016: Deutsche Schwimmer vor nächstem bitteren Debakel

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"Trauer" und "Ärger"  

Deutsche Schwimmer vor nächstem bitteren Debakel

11.08.2016, 12:26 Uhr | t-online.de

Reporter vor Ort: "Debakel droht sich zu wiederholen"

Die heißen Eisen der Deutschen Schwimmer seien bereits durch.

Reporter vor Ort: "Debakel droht sich zu wiederholen". (Quelle: t-online.de)


Aus Rio de Janeiro berichtet Johann Schicklinski

Auch Marco Koch hat die Ehre der deutschen Schwimmer nicht retten können. Im olympischen Finale über 200 Meter Brust reichte es für die Medaillenhoffnung aus Darmstadt nur zu Rang sieben.

In einem engen Rennen hielt der 26-Jährige lange mit, doch am Ende fehlten ihm 0,54 Sekunden auf Sieger Dmitri Balandin (2:07,46 Minute), der einen tollen Endspurt hinlegte und sich so den überraschenden Triumph sicherte. 

Der Kasache verwies den US-Amerikaner Josh Prenot (2:07,53) und den Russen Anton Tschupkow (2:07,70) auf die Plätze.

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Den Sportlern bei den Olympischen Spielen scheint es nie langweilig zu werden. Video

"Das habe ich mir anders vorgestellt"

Koch blieb nach dem Rennen noch einige Sekunden im Becken. Ungläubig starrte er hoch zur Videowand - er musste die Enttäuschung offensichtlich erst einmal verarbeiten. Als er schließlich aus dem Becken stieg und wenige Minuten später vor die Journalisten trat, war ihm anzumerken, dass er sein schlechtes Abschneiden noch nicht so ganz realisiert hatte. "Das habe ich mir anders vorgestellt. Es hat nicht so geklappt, wie ich wollte", gestand er mit leeren Augen ein. 

Vor dem Rennen im Olympic Auqatics Stadium hatte Koch prophezeit, dass der Weltrekord notwendig sei, um Gold zu gewinnen. Doch die Bestmarke wurde nicht angekratzt - und auch Koch blieb hinter seinen eigenen Erwartungen zurück. "Es macht mich traurig, dass ich dieses Jahr schon dreimal schneller geschwommen bin als im Finale in Rio. Es ärgert mich sehr, dass ich ausgerechnet hier nicht meine Bestleistung abrufen konnte."

Michael Groß holt letztmals Gold

Damit geht die Misere für die deutschen Schwimm-Herren weiter. Rückenschwimmer Stev Theloke war es, der 2000 in Sydney mit Bronze die letzte Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) gewann. Der letzte deutsche Olympiasieger war gar Michael Groß 1988 in Seoul.

Deutsche Trümpfe stechen nicht

Von solchen Zeiten kann der DSV aktuell nur träumen. Das Debakel von London 2012 droht sich in Rio zu wiederholen. Damals waren die deutschen Schwimmer zum ersten Mal seit 80 Jahren ohne Medaillen geblieben.

Noch stehen zwar drei Wettkampftage aus, doch die vermeintlichen deutschen Trümpfe haben allesamt nicht gestochen. Neben Koch hatten sich zuvor bereits die Medaillenträume von Paul Biedermann über 200 Meter Freistil, der 200-Meter-Freistilstaffel der Herren und von Franziska Hentke über 200 Meter Schmetterling zerschlagen.

Auch Bundestrainer Henning Lambertz war die Enttäuschung anzusehen. Bereits in den letzten Tagen hatte sich die Miene des 46-Jährigen zusehends verfinstert. Dabei sind seine Maßnahmen auf Tokio 2020 ausgerichtet, Lambertz hat dafür unter anderem ein Perspektiv-Team-Projekt ins Leben gerufen. Doch Rio ohne Edelmetall zu verlassen, war nicht geplant.

Immerhin ein Lichtblick

Immerhin gab es auch noch einen Lichtblick für den krisengebeutelten DSV. Genauer gesagt zwei Lichtblicke: Rückenschwimmer Christian Diener und Lagenschwimmer Philip Heintz schafften jeweils über 200 Meter den Finaleinzug. Für beide ist das schon ein großer Erfolg, eine Medaille ist allerdings unrealistisch und wäre eine Sensation.

Und Koch? Seinem Naturell entsprechend gab er sich kämpferisch, nachdem der erste Schock über seinen siebten Platz verdaut war. "In vier Jahren ist Tokio", blickte er voraus und kündigte an: "Ich fange jetzt morgen mit dem Training an - so ungefähr."

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