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Olympia 2016: Zoff ums Geld nach Rio-Debakel im Schwimmen

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Schwimm-Chefin wehrt sich  

Zoff ums Geld nach Olympia-Debakel

12.08.2016, 13:06 Uhr | dpa

Olympia 2016: Zoff ums Geld nach Rio-Debakel im Schwimmen. Zwischen Schwimm-Chefin Christa Thiel (links) und Bundestrainer Henning Lambertz knirscht es derzeit gewaltig. (Quelle: dpa)

Zwischen Schwimm-Chefin Christa Thiel (links) und Bundestrainer Henning Lambertz knirscht es derzeit gewaltig. (Quelle: dpa)

Präsidentin Christa Thiel hat nach dem olympischen Debakel von Weltmeister Marco Koch und Co. in Rio de Janeiro Kritik von Bundestrainer Henning Lambertz am Deutschen Schwimm-Verband (DSV) zurückgewiesen.

"Es ist all das, was der Bundestrainer für die Vorbereitung gefordert hat, umgesetzt worden", sagte sie, "es wurden sogar zusätzliche Maßnahmen bewilligt."

80.000 Euro mehr ausgegeben

Unter anderem flog extra ein Koch mit ins Trainingslager in Brasilien, zudem wurden Speziallampen angeschafft, um wegen der späten Startzeiten einen veränderten Tagesablauf zu simulieren. "Wir haben das Budget sogar überzogen", sagte Thiel.

Wie es heißt, gab Lambertz im olympischen Jahr rund 80.000 Euro mehr aus als geplant. "Um mehr umzusetzten, müsste man Geld in die Hand nehmen, das nicht da ist", erklärte die DSV-Präsidentin weiter.

"Trainern wird einfach zu viel übergestülpt"

Lambertz hatte nach dem Scheitern des letzten Medaillenkandidaten Koch über 200 Meter Brust schlechte Rahmenbedingungen im Vergleich zur Konkurrenz angeprangert. Unter anderem hatte er sich beklagt, dass für 27 Beckenschwimmer in Rio lediglich vier Trainer zur Verfügung stünden: "Sie machen, was sie können. Aber ihnen wird einfach zu viel übergestülpt."

Zudem hatte Lambertz, der seit Januar 2013 im Amt ist, mehr Geld für das Schwimmen gefordert: "Wenn wir jetzt nicht richtig investieren, können wir es sofort sein lassen." Das schlimmste Szenario wären weitere Mittelkürzungen wie nach der Medaillen-Nullnummer in London 2012: "Dann können wir den Sack zumachen. Das war's dann mit dem Schwimmen." In Rio droht den Schwimmern ein noch schlechteres Abschneiden, weil sie noch weiter von der Weltspitze entfernt sind als vor vier Jahren.

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