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Meltdown und Spectre: Intel erklärt Prozessorchips für so gut wie sicher

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Chiphersteller auf der CES  

Intel: Sicherheitslücke bis Ende Januar stopfen

09.01.2018, 16:16 Uhr | Andrej Sokolow, dpa, t-online.de

Meltdown und Spectre: Intel erklärt Prozessorchips für so gut wie sicher . Brian Krzanich (Quelle: AP/dpa/Jae C. Hong)

Intel-Chef Brian Krzanich hält seine Eröffnungsrede auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. (Quelle: Jae C. Hong/AP/dpa)

Der CES-Auftritt von Intel sollte die Stärken des Halbleiter-Riesen demonstrieren, doch Konzernchef Krzanich musste mit einer Erklärung zur jüngst bekannt gewordenen Chip-Schwachstelle beginnen. Wer eine Entschuldigung erwartet hatte, wurde aber enttäuscht.

Intel will binnen einer Woche Schutzmaßnahmen gegen die Sicherheitslücke in Computerchips für 90 Prozent seiner Prozessoren veröffentlichen. Das sagte Firmenchef Brian Krzanich am Montag (Ortszeit) auf der Elektronikmesse CES. Für die restlichen Intel-Chips solle das Sicherheits-Update bis Ende des Monats herausgebracht werden.

Intel habe keine Hinweise darauf, dass jemand mithilfe dieser Schwachstelle Nutzerdaten erbeutet haben könnte, bekräftigte er. Es sei nach wie vor wichtig, stets alle Aktualisierungen zu installieren, mahnte Krzanich.

"Meltdown" und "Spectre" bedrohen Milliarden PCs

Durch die vergangene Woche bekannt gewordene Sicherheitslücke können zumindest theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller betroffen.

Forscher demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen. Tech-Firmen sind dabei, die seit Jahren bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Komplett kann man das Problem nach Ansicht einiger Experten aber nur durch einen Austausch der Prozessoren beheben.

Intel steht wegen der Schwachstelle bereits im Visier mehrerer Verbraucher-Klagen in den USA.

Für die Zukunft setzt Intel auf 360-Grad-Videotechnik und Quantencomputer

Krzanich begann mit der Stellungnahme zur Chip-Sicherheitslücke seinen Auftritt auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Der Schwerpunkt seiner Präsentation war Intels neue Technologie für dreidimensionale Videoaufnahmen.

Bei "True VR" werden Szenen mit Dutzenden Kameras aus unterschiedlichen Richtungen aufgenommen, sodass man die Videos aus allen möglichen Blickwinkeln und Perspektiven einzelner Teilnehmer betrachten kann.

Intel sieht ein aussichtsreiches Anwendungsfeld für die Technologie im Sport – und im Film und Fernsehen. Deswegen wurden Beispiele mit verschiedenen Sportarten demonstriert sowie einer Westernszene aus dem neuen Intel-Studio in Los Angeles. Von den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Südkorea will Intel 30 Events in 3-D übertragen, sowohl in Liveschaltungen als auch auf Abruf.

Die neuen Intel-Chips sollen menschliche Neuronen nachahmen

Außerdem erklärte Krzanich, dass Intel an Chips arbeite, die das Funktionieren menschlicher Neuronen nachahmten – und ebenso wie etwa Google auch an Quantencomputer-Prozessoren. Am Anfang machten Menschen Musik nur mit Datenhandschuhen und Kameras statt Instrumenten – zum Teil begleitet von Drohnen, die auf einer auf der Bühne eingeblendeten riesigen Tastatur Klavier spielten.

Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa

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