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Baby: Die größten Schreckmomente für frischgebackene Eltern

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Neugeborene  

Das sind die größten Schreckmomente für frischgebackene Eltern

10.03.2014, 10:13 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Das sind die größten Schreckmomente für frischgebackene Eltern. Baby: Neugeborene können ihren Eltern Schrecken einjagen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Geht es meinem Baby wirklich gut? Eltern von Neugeborenen sind oft unsicher. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Moment, in dem eine Frau mit dem neugeborenen Baby nach Hause zurückkehrt, ist ein ganz besonderer Moment. Und auch, wenn man anfangs noch ein bisschen unsicher mit dem neuen Familienmitglied umgeht, die Routine bei den täglichen Handgriffen kommt schnell. Doch kaum ist sie gewonnen, stellen sich die ersten Schrecksekunden ein. Wir erklären Phänomene beim Baby, die ungewöhnlich wirken, aber ganz gewöhnlich sind.

Neugeborenengelbsucht klingt schlimmer als sie ist

"Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen," sagt der Volksmund. Wenn man aber gerade ein Baby auf die Welt gebracht hat, dann sieht man das anders. Bei jedem zweiten Baby gilt es zunächst, die Diagnose Gelbsucht zu verdauen. Kaum ist die überstanden, gibt es genug anderes, das Eltern den Schlaf raubt: Atmet das Baby noch, geht es ihm gut, hat es Hunger, trinkt es auch genug und warum nimmt es dann trotzdem erst einmal an Gewicht ab?

Die meisten Neugeborenen werden leichter

Auch, wenn es heute allgemein nicht mehr üblich ist, ein Baby so wie früher nach jeder Mahlzeit auf die Waagschale zu legen und den Vorher/Nachher-Zustand genau zu dokumentieren, so wird das Baby doch in seinen ersten Lebenstagen von der Hebamme regelmäßig gewogen. Und dann kommt der Moment, in dem das Neugeborene plötzlich an Gewicht verliert.

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Als Grund für den Gewichtsverlust vermutet man, dass die Natur sich etwas dabei gedacht hat: Das Kleine sollte erst einmal von seinen Reserven leben können, bis das Stillen in Gang kommt. Bei diesem Vorgang reinigt sich der Körper sozusagen selbst und stellt sich um. Diese Umstellung kann übrigens auch die Haut betreffen. Etwa jedes fünfte Baby bekommt Neugeborenenakne. Sie ist vorübergehend, hormonbedingt und völlig harmlos.

Eltern sind die besten Intensivschwestern

Ausgehend vom Geburtsgewicht darf das Kind bis zu zehn Prozent Gewicht verlieren, dann erst warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung vor drohender Gefahr. Man sollte sich hier aber nicht so schnell verrückt machen lassen, sondern auch ein bisschen auf seine innere Stimme hören: "Die Eltern sind die besten Intensivschwestern! Niemand beobachtet und spürt ohne jedes Überwachungsinstrument den Gesundheitszustand des Neugeborenen so gut wie frischgebackene Eltern", zitiert die Hebamme Ingeborg Stadelmann in ihrem Buch "Die Hebammensprechstunde" einen ihr bekannten Kinderarzt.

In manchen Kliniken ist auch heute noch sehr schnell vom Zufüttern die Rede - eine zweite Meinung von der Hebamme des eigenen Vertrauens schadet in dem Fall sicher nicht.

Der Windelinhalt kann Eltern nervös machen

Der erste Stuhlgang eines Babys wird als Kindspech bezeichnet und auch er hat eine reinigende Funktion. Den Namen hat er wegen seiner extrem klebrigen und zähen Konsistenz und seiner sehr dunklen Farbe, die meist auch ein wenig ins Grüne geht. Die Farbvielfalt des kindlichen Stuhls ist gerade für Erstlingseltern ein häufiger Grund zur Besorgnis. Reicht diese doch von spinatgrün bis zu ockergelb.

Auch die Festigkeit variiert stark. Babys zum Beispiel, die allein durch Muttermilch ernährt werden und davon mehr als genug zu sich nehmen, stecken nicht selten bis zum Hals im Endprodukt. Wenn dieses auch noch kleine, feste Körnchen aufweist, handelt es sich um nichts anderes als um unverdaute Eiweißbestandteile. Kinder, die eher nur zum Sattwerden trinken oder gerade viel zum Wachsen brauchen, haben oft tagelang gar keinen Stuhlgang. Auch das ist in den meisten Fällen völlig normal. Die Hauptsache ist, dass genug gepieselt wird und das Gewicht stimmt.

Blut in der Windel?

Es gibt Vorkommnisse in den ersten gemeinsamen Tagen und Wochen mit dem Baby, da kommt man aber mit dem besten Vertrauen in sich selbst nämlich nicht weiter. Zumindest dann nicht, wenn einen niemand darüber aufgeklärt hat, was alles auf einen zukommen kann. Das beste Beispiel hierfür ist der sogenannte Ziegelmehlurin: ein hellroter Fleck in der Windel, der sowohl bei Mädchen, häufiger aber bei Jungs auftritt.

Es handelt sich hier um ein Zeichen dafür, dass Nieren und Blase entschlacken und der Nachschubbedarf an Milch größer wird. Das allerdings muss man wissen, denn sonst ist der Schreck groß, wenn man plötzlich glaubt, Blut in der Windel zu finden. Keine Sorge, das Kind hat kein Leck!

Wenn das Baby "Hexenmilch" absondert

Besonders erschreckend ist es für viele frischgebackene Eltern auch, wenn sie bemerken, dass ihrem Baby, egal ob männlich oder weiblich, ein Busen zu wachsen scheint. Ein Phänomen, das seinen Ursprung ebenfalls in den Hormonen hat und das sogar dazu führen kann, dass das Kind Milch absondert. Man spricht hier von der Hexenmilch.

Doch auch, wenn es sich dabei um einen an sich harmlosen Vorgang handelt, sollte die Nachsorgehebamme lieber mal einen Blick darauf werfen, denn es kann unter ungünstigen Umständen zu einer schmerzhaften Brustentzündung beim Baby kommen, die gelindert werden muss. Die Hexenmilch sollte man nie ausdrücken, denn das tut dem Baby nicht nur weh, es kann eine Mastitis auch noch fördern.

Ist mein Baby blind?

Kinderärzte müssen häufig junge Eltern trösten, die befürchten, ihr Kind sei nahezu blind. Der Grund ist der etwas benommene Blick eines Neugeborenen, der an der anfangs noch mangelnden Sehschärfe liegt. Sie entwickelt sich erst im Laufe der Jahre vollständig. Ein Neugeborenes sieht nicht mehr, als es sehen muss: Von Mamas Arm beziehungsweise deren Brust bis zu ihrem Gesicht. "Das Baby erkennt die vertrauten Gesichtszüge seiner Eltern, wenn diese es auf ihrem Arm halten", erklärt der Meckenheimer Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Martin Beck.

In den ersten drei Lebensmonaten können sich dann auch schon mal die Pupillen in zwei verschiedene Richtungen bewegen. Doch keine Sorge, in 95 Prozent aller Fälle hat das Baby lediglich vorübergehend Schwierigkeiten beim Scharfstellen. Bei rund 30 Prozent der Kleinen kommen noch verklebte Augen hinzu. Schuld ist die sogenannte Hasner-Klappe, eine Schleimhautfalte vor der Einmündung des Tränennasengangs, die bei diesen Kindern noch nicht geöffnet ist. Was automatisch zu einem Tränenstau führt. Da dies ein optimaler Ort für die Vermehrung von Bakterien ist, sollte man mit einem Schmierauge, vor allem, wenn das Sekret eitrig aussieht, lieber mal zum Arzt.

Nach einer Geburt gibt es Unmengen zu verarbeiten

Besorgt kann man auch reagieren, wenn man das eine oder andere Baby schlafen sieht. Denn es hat dabei die Augen nicht oder nicht richtig geschlossen. Die Muskelspannung ist einfach noch nicht so ausgeprägt. Sieht manchmal ein bisschen seltsam aus, gibt sich aber von selbst. Apropos Schlaf: Neugeborene schlafen bis zu 17 Stunden am Tag. Und machen damit bisweilen ihre Eltern ziemlich nervös. Aber sie sind erholungsbedürftig und müssen all die Eindrücke, die auf sie einströmen, erst einmal verarbeiten. Und das tun sie wie wir auch im Schlaf.

Dass dabei allerdings manchmal die Atmung auszusetzen scheint, kann einem fast das Herz stehen lassen vor Schreck. "Diese Atempausen, die bis zu 20 Sekunden dauern können, sind meist völlig normal. Man nennt das periodische Atmung", beruhigt Martin Beck. In seinem Buch "Schreien stärkt die Lungen" beschäftigt er sich mit den gängigen Elternirrtümern und den typischen Sorgen. Solange das Kind nicht blau anläuft, auffällig blass ist oder fleckig aussieht, besteht seiner Ansicht nach auch hier kein Grund zur Besorgnis.

Schief gelegen

Aufgrund der Vermutung, dass eine Bauchlage beim Schlafen den plötzlichen Kindstod hervorrufen kann, achten die meisten Eltern darauf, dass ihr Baby auf dem Rücken schläft. Immerhin ist so die Anzahl der Kinder, die an SIDS gestorben sind, um mehr als fünfzig Prozent gesunken. Da der Kopf aber noch sehr weich ist, kann es so schnell zu einer Verformung des Schädels kommen, die viele Eltern dadurch, dass sie mit dem Kind dauernd zusammen sind, erst einmal gar nicht bemerken. Letztendlich handelt es sich hier um einen Schönheitsfehler, der mit ein paar einfachen Gegenmaßnahmen vor allem im ersten Lebensjahr leicht behoben werden kann.

Allgemein gilt, dass Eltern bei jedem unguten Gefühl das Gespräch mit der Nachsorgehebamme beziehungsweise dem Kinderarzt suchen sollten. Lieber einmal zu oft als einmal zu selten. So ist man auf der sicheren Seite und kann beruhigt schlafen - wenn man mal dazu kommt.

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