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Ungeplante Vaterschaft: Die Geliebte wollte mehr

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Ungeplant Vater  

Ulrich: Die Geliebte wollte mehr

| Simone Blaß, t-online.de

Ungeplante Vaterschaft: Die Geliebte wollte mehr. Ungeplant Vater werden - für manchen Mann ist es ein Schock. (Quelle: t-online.de)

Ungeplant Vater werden - für manchen Mann ist es ein Schock. (Quelle: t-online.de)

"Ich wollte nur eine Affäre und dann teilt sie mir plötzlich mit, dass ich Vater werde. Ich habe gedacht, mich trifft der Schlag!" Klare Worte, denen man auch heute noch die Wut anmerkt, die der 43-jährige Ulrich mit sich herumträgt. Schließlich hatte er bereits eine Familie und zwei kleine Töchter.

Im Familienalltag kam die Leidenschaft zu kurz

Er und seine Liebhaberin Claudia kannten sich seit vielen Jahren, waren mal ein Paar als sie ganz jung waren, hatten sich aber aus den Augen verloren. Als sie sich zufällig wiedertrafen, steckten beide frustriert im Familienleben fest. Der Alltag war langweilig geworden. "Alles hat sich nur noch um die Kinder gedreht. Und wenn ich mal ganz spontan mit meiner Frau schlafen wollte, dann durfte ich mir immer nur anhören, dass sie zu müde sei, sich in dieser Nacht mindestens noch dreimal ums Baby kümmern müsse und jetzt mal ein bisschen Schlaf bräuchte. Was ich gebraucht habe, schien sie gar nicht mehr zu interessieren."

Er suchte Bestätigung, sie wollte Liebe

Das war bei Claudia anders. Ihre Kinder waren schon größer und selbstständiger, ihr Mann viel beruflich unterwegs. Ihr war langweilig und ihre Lust auf Sex schien unersättlich. Eigentlich wollte Ulrich keine Affäre, sagt er. Aber das Gefühl endlich mal wieder als Mann begehrt und bestätigt zu werden und sich bei einer Frau nicht nur wie der Hausmeister zu fühlen, ließ ihn weitermachen. Als Claudia anfing, von einer gemeinsamen Zukunft zu sprechen, hielt er das für Hirngespinste. "Ich reagierte gar nicht darauf, nahm das nicht ernst. Klar hab ich ihr immer mal wieder gesagt, dass ich sie liebe und dass es sicher schön wäre, gemeinsam jeden Abend zu verbringen - wie man das halt so sagt und plötzlich ist sie schwanger. Ich hätte doch nie gedacht, dass sie die Pille bewusst absetzt und wenn ich ehrlich bin, hat mich dieser Alleingang wahnsinnig wütend gemacht. Mir wäre es das Liebste gewesen, sie hätte abgetrieben." Aber das wollte die 38-Jährige auf keinen Fall.

Betrogener Ehemann nimmt das Baby des anderen an

Ulrich sah sich gezwungen, seiner Frau reinen Wein einzuschenken. "Ich glaube, ich habe noch nie einen Menschen so enttäuscht. Und ich habe noch nie so viel Angst gehabt, jemanden zu verlieren. Ich wollte keine neue Familie, ich wollte meine Familie. Und ich wollte dafür kämpfen." Seine Frau, die ihn immer noch liebte, erklärte sich bereit, die Situation mit ihm durchzustehen. Auch sie wollte die Ehe retten, den Vater für die Kinder halten. "Als ich Claudia das sagte, reagierte sie völlig hysterisch und auch ihr Mann, der inzwischen eingeweiht war, beschimpfte mich heftig." Aber er nahm das Kind als seines an. Ulrich musste keinen Unterhalt zahlen, da es offiziell ganz normal in einer Ehe geboren wurde. Das Mädchen, das ein paar Monate später auf die Welt kam, weiß bis heute nicht, wer sein richtiger Vater ist.

Von der Vergangenheit eingeholt

"Ich habe das jahrelang irgendwie verdrängt. Wenn meine Frau, die über diesen Vertrauensbruch nie hinwegkam, mich nicht dauernd daran erinnert hätte, hätte ich mich vielleicht selbst belügen können. Aber das geht in letzter Zeit immer weniger", gesteht Ulrich. Ich habe wieder Kontakt zu Claudia - sie ist jetzt von ihrem Mann getrennt - und ich habe das Bedürfnis, meine Tochter regelmäßig zu sehen. "Sie sieht meinen beiden anderen Töchtern unglaublich ähnlich, jeder Trottel könnte, stünden die drei nebeneinander, ein Verwandtschaftsverhältnis erkennen." Ulrich hat das Gefühl, alles falsch gemacht zu haben. "Ich habe die Frauen immer dann im Stich gelassen, wenn sie mich am dringendsten brauchten. Beide. Das lässt mich einfach nicht los. Wie das jetzt alles weitergehen soll, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel."

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