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Kinder verlängern das Leben: Experten rätseln über den Grund

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Lebenserwartung  

Kinder verlängern das Leben - Forscher rätseln über den Grund

13.11.2013, 13:49 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Kinder verlängern das Leben: Experten rätseln über den Grund. Laut Studie haben Kinderlose eine niedrigere Lebenserwartung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Laut Studie haben Kinderlose eine niedrigere Lebenserwartung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer die ganze Nacht sein schreiendes Baby herumgetragen oder einen heftigen Trotzanfall durchgestanden hat, fühlt sich auf einen Schlag um zehn Jahre gealtert. Und kann sicher kaum glauben, was Wissenschaftler herausgefunden haben: Eltern sollen eine höhere Lebenserwartung haben als Menschen ohne Kinder.

Kinder sind laut, sie rauben einem den Schlaf, bringen einen um erotische Momente der Zweisamkeit und manchmal nerven sie auch so richtig. Egal, wie lieb man sie hat, man könnte bisweilen schon denken, sie seien kleine  Sargnägel. Umso erfreulicher zu hören, dass das Gegenteil der Fall ist. Wissenschaftler aus England und Norwegen haben die Lebensläufe von 1,5 Millionen Norwegern analysiert und mehr als 60.000 Todesfälle untersucht.

Kinderlose haben ein höheres Sterberisiko

Herausgefunden haben sie, dass die Effekte bei beiden Geschlechtern ähnlich sind: Die Wahrscheinlichkeit, im Alter zwischen 45 und 68 Jahren zu sterben, ist bei Kinderlosen deutlich höher als bei Menschen mit zwei Kindern - und zwar bei Frauen um 50 Prozent und bei Männern um 35 Prozent. Ergebnisse, die man natürlich genauer unter die Lupe genommen hat und unter Vorbehalt betrachtet. Denn hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Geschieden darf man zum Beispiel nicht sein, dann steigt das Risiko wieder.

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Stress ist nicht gleich Stress

Es gibt eine Menge Situationen mit Kindern, die stressig sind. Man denke nur an ein hungriges Baby im Stau oder das bockende Kind an der Supermarktkasse. Wenn Kinder nun aber eindeutig Stress erzeugen, der wiederum den Blutdruck erhöhen und sogar zu Herzversagen führen kann, wie ist es dann möglich, dass Eltern trotzdem länger leben? Die Antwort der Stressforscher: Stress ist nicht gleich Stress.

Der inzwischen verstorbene Mediziner und Vater der Stressforschung, Hans Selye, hat in diesem Zusammenhang die Begriffe Distress und Eustress geprägt, schlechten und guten Stress also. Es hängt demnach vor allem davon ab, ob man dem Stress etwas Positives abgewinnen kann und ob man die Balance findet zwischen Stress und Erholung. Dann kann er durchaus gesund sein, weil er uns auf Trab hält - wie die Kinder eben auch.

Eltern gehen umsichtiger mit sich um

Dass Eltern eine höhere Lebenserwartung haben, ist Forschern schon öfter aufgefallen. Vermutungen gehen in die Richtung, dass sie sich gesünder ernähren, dass sie weniger Risiken eingehen, vorsichtiger und umsichtiger mit sich selbst umgehen und im Alter ein familiäres Netz haben. Es gibt sogar die These, dass man überhaupt nur Kinder bekommen könne, wenn man eine entsprechende genetische Disposition zum Längerleben habe. Diese Annahme ist allerdings sehr umstritten.

Kleine Schnupfennasen trainieren Immunsystem der Eltern

Tatsächlich haben die Wissenschaftler bisher keine belastbare Erklärung, woran es wirklich liegt. Aber sie bleiben dran: Eine amerikanische Studie hat zum Beispiel ergeben, dass Menschen mit Kindern weniger anfällig für Erkältungen sind. Dazu hat man Hunderten von Versuchspersonen Erkältungsviren verabreicht. Infiziert haben sich drei Viertel der Teilnehmer, egal ob und wie viele Kinder sie hatten. Doch die Kinderlosen entwickelten danach im Schnitt doppelt so häufig Schnupfensymptome. Eltern mit drei oder mehr Kindern erkrankten dafür so gut wie gar nicht.

Der gesunde Menschenverstand hält das für logisch, und argumentiert, dass Eltern erstens gar keine Zeit haben, krank zu werden, und man weiß ja, welche Rolle die Psyche spielt. Zweitens wurde diese Teilnehmergruppe dauernd angeniest und angehustet und müsste daher schon gegen jeden beliebigen Erkältungsvirus immun sein. Das aber sei es nicht, das hätten sie durch Tests ausschließen können, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Psychosomatic Medicine".

Was aber ist dann der Grund für die positiven gesundheitlichen Effekte des Elterndaseins? Ein interessanter Hauptverdächtiger, den die Forscher genau im Visier haben, ist der Blutdruck. Der bleibt nämlich bei Eltern viel eher im grünen Bereich, egal, wie oft sie auf die Palme gehen. Bei kleineren Kindern könnte es am häufigen Körperkontakt liegen, bei größeren am sozialen Netz, das Eltern ein Gefühl der Sicherheit gibt.

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