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Kinderwunsch: TCM kann Schwangerschaft begünstigen

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Unerfüllter Kinderwunsch  

Wie TCM die Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern kann

25.03.2014, 17:02 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Kinderwunsch: TCM kann Schwangerschaft begünstigen. Unerfüllter Kinderwunsch: Traditionelle Chinesische Medizin kann helfen, seelische und körperliche Blockaden zu lösen - nicht nur mit Akkupunktur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Traditionelle Chinesische Medizin kann helfen, seelische und körperliche Blockaden zu lösen - nicht nur mit Akkupunktur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frauen, die sich ein Kind wünschen, bei denen es aber einfach nicht klappen will, machen oft eine innere Hölle durch. Ein Auf und Ab zwischen Hoffnung und Enttäuschung, jeden Monat aufs Neue. Nicht jedes Paar mit unerfülltem Kinderwunsch möchte gleich auf die Möglichkeiten der Schulmedizin zurückgreifen, viele suchen nach alternativen Methoden. Eine davon ist die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Die zwar keine Wunder bewirkt, aber erstaunliche Erfolge vorweisen kann.


Die Traditionelle Chinesische Medizin ist eines der ältesten Medizinsysteme. Ihre Wurzeln reichen rund 3000 Jahre zurück, seit über 2000 Jahren wird die Lehre an chinesischen Universitäten verbreitet. Zum Vergleich: Die westliche Medizin, wie wir sie heute kennen, existiert gerade mal seit 200 Jahren, wobei deren diagnostische Methoden trotzdem weitaus genauer sind. Also setzt man immer mehr auf eine Verbindung der beiden Sichtweisen, kombiniert altes Wissen mit modernen Diagnosemethoden und erweitert so das Blickfeld.

"Die westliche moderne Biomedizin läuft Gefahr, den Reproduktionsprozess ausschließlich in seiner biologisch-technischen Dimension zu definieren", heißt es in dem Buch "Chinesische Medizin bei Fertilitätsstörungen", das Andreas Noll, Heilpraktiker und Spezialist für TCM, herausgegeben hat.

UMFRAGE - TCM
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TCM kann die Fruchtbarkeitsbehandlung ergänzen

Immer mehr Fruchtbarkeitspraxen und Reproduktionskliniken nehmen TCM als Ergänzung auf. Doch die traditionelle Heilkunst besteht nicht nur aus dem Setzen von Nadeln und dem Anzünden von Kräuterzigarren, sie zeichnet sich vor allem durch eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen aus und zeigt ihm seine Eigenverantwortung auf. Die sei ein wichtiger Impuls für Frauen, die schwanger werden wollen, erklärt Mirka Lanius im Gespräch mit der Elternredaktion von T-Online.de. Die Kölner Ärztin hat, angestoßen durch eigene Erfahrungen, eine jahrelange TCM-Ausbildung absolviert.

Krankenkassen zahlen kaum für alternative Methoden

Das Aktivieren der Lebensenergie ist allerdings nicht billig und muss von den Paaren selbst bezahlt werden. "Um die 400 Euro im Monat können zusammenkommen. Aber wenn man das nicht zahlen kann, wie will man dann ein Kind finanzieren? Viele meiner Patientinnen setzen Prioritäten und verzichten auf Urlaub oder neue Kleidung. Und auch wenn es nicht klappt: Wir behandeln ganzheitlich, das heißt, andere 'Baustellen' im Körper werden mitbehandelt, damit die Energie fließen kann. Es ist also trotzdem nicht umsonst gewesen", sagt Lanius.

Killersatz: Jetzt entspann dich doch mal!

Xuming Li aus München ist einer der wenigen Ärzte in Deutschland, die sowohl ein deutsches Medizinstudium als auch eines für Traditionelle Chinesische Medizin in China absolviert haben. Er ist fest davon überzeugt, dass eine Umstellung der Ernährung, eine natürliche Entschlackung, das Lösen von Schleimblockaden und ein fester Rhythmus mit entsprechenden Erholungsphasen schon viel bewirken können.

Einer Frau in dieser Lebenssituation zu sagen, "entspann dich doch mal, dann wird das auch was mit dem Kind", ist kontraproduktiv. Das erhöht den inneren Druck und verhindert eine Schwangerschaft. Stress geht an die Substanz, und das stört den Fluss der Lebensenergie. Das sogenannte Qi kann nicht mehr frei fließen, das Ungleichgewicht vergrößert sich und verhindert das Entstehen neuen Lebens, also neuen Qis, so die Philosophie der chinesischen Medizin.

Wenn es in der Gebärmutter ungemütlich wird

Bei TCM betrachtet man genau das Erscheinungsbild des Patienten, seine Beschwerden, seine Krankengeschichte, seine Ernährung und seine Lebensumstände. Ebenso werden emotionale Schieflagen ausgelotet. Bei unerfülltem Kinderwunsch spielen womöglich Energie- und Substanzmangel eine Rolle, aber auch Wärme- oder Kälteblockaden. Vereinfacht gesagt heißt das, das Kind hat keine Lust, sich einzunisten. Es ist ihm zu kalt oder zu warm in der Gebärmutter - eben einfach ungemütlich.

Wenn Ängste den Kinderwusch blockieren

Doch wie kommt es dann, dass auch Frauen, die sich von Fast Food ernähren, enormen beruflichen und privaten Stress haben und auch sonst ungesund leben, trotzdem schwanger werden? "In der Regel sind diese Frauen relativ jung und haben bessere Eizellen. Und dazu kommt, dass das Fortpflanzungssystem nicht bei allen gleich gut ist", weiß Lanius.

Die Frauen, die zu ihr kommen, sind bereit, alles zu tun, um ein Kind zu bekommen. Aber manchmal sei ihnen nicht bewusst, dass unverarbeitete Ängste ihren Kinderwunsch bremsen. In solchen Fällen empfiehlt die Ärztin den Besuch eines Psychologen, "zum Beispiel wenn eine Abtreibung in der Jugend nie verarbeitet wurde und nun zum Problem wird."

Körper und Seele in Einklang bringen

Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, die sich der Traditionellen Chinesischen Medizin anvertrauen, dürfen nicht auf Wunder hoffen. Es braucht Zeit, bis das Qi wieder frei fließt, das Organsystem mit der Seele wieder im Einklang ist.

Xuming Li gibt sich genau zwei Zyklen Zeit. "Jede Frau bekommt ihre eigene Mischung aus chinesischen Kräutern, genau auf sie und ihre Bedürfnisse abgestimmt. Wenn zwei Perioden vergangen sind und sie nicht schwanger ist, dann muss man nach anderen Lösungen suchen." Ein Zeitraum, den Lanius für zu kurz hält. "Drei Monate kann es schon dauern, bis der Körper für eine Schwangerschaft vorbereitet ist." Die durchschnittliche Erfolgsquote bei alternativen Methoden liegt bei 36 bis 40 Prozent. "Natürlich bedeutet das im Umkehrschluss, dass 60 Prozent nicht schwanger werden. Und dann gilt es, diese Frauen und Paare nicht allein zu lassen mit der Enttäuschung, sondern ihnen auch Wege ohne Kind aufzuzeigen", betont Lanius.

Das eigene Leben nicht aus den Augen verlieren

Zita West betreibt eine international bekannte Kinderwunschpraxis in London. Die Hebamme beklagt in ihrem Buch "Kinderwunsch", dass das Hauptargument gegen TCM der fehlende Nachweis sei. Weil etwas nicht wissenschaftlich bewiesen sei, heiße das noch lange nicht, dass es nicht funktioniere. Aber sie warnt: "Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen brauchen Unterstützung und Vertrauen, keine falschen Hoffnungen." Es gebe zahlreiche hervorragende alternative Behandlungsmethoden, aber auch eine Menge Unkenntnis und wenig förderliches "Psychogebrabbel".

Auch West rät daher allen Paaren, bei aller Sehnsucht nach einem Kind, nicht zu vergessen, ihr Leben zu leben. Das bringe oft mehr als jedes Kraut und jede Reproduktionsmedizin.

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