08.07.2013, 14:24 Uhr | rev, t-online.de
Bei Vornamen wie Kevin und Chantal sollten Eltern lieber zweimal überlegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
In Zeiten fröhlichen Kevin- und Chantal-Bashings ist die elterliche Verantwortung, einen geeigneten Vornamen für das Baby zu wählen besonders groß. Zu schnell sehen sich Kinder heutzutage allein wegen ihres Namens kränkenden Vorurteilen ausgesetzt. Also, Augen auf bei der Namenswahl! Das dachte sich auch Musiker und Autor William Wahl, der es sich mit seinem Buch "Ernst beiseite! 500 Namen, die Sie Ihrem Kind besser nicht geben sollten" zur Aufgabe machte, Eltern vor der Wirkung bestimmter Vornamen zu warnen.
Wie der Titel des Buches erahnen lässt, ist Williams Wahls Lexikon der schlimmen Vornamen nicht ganz ernst gemeint. Trotzdem macht es eine Sache ganz deutlich: Bei der Benennung eines Kindes geht es längst nicht mehr nur um den Klang oder die Bedeutung eines Vornamens. Eltern sollten sich heute auch unbedingt der Wirkung bestimmter Namen bewusst sein.
In vielen Fällen sollte man Wahls Ausführungen aber nicht überbewerten. Mit Sicherheit neigen nicht sämtliche Katharinas "zur Sexsucht", jeder Dennis zum Alkoholismus und nicht alle Daniels verkörpern "westdeutsch-spießige Langweiligkeit" - doch bei manchem anderen Namen, den sich der Autor vorknöpft, sollten Eltern tatsächlich noch einmal überlegen, bevor sie ihrem Kind zukünftigem Spott aussetzen. Kevin, Chantal, Jacqueline und Justin sind nur die gegenwärtig bekanntesten Namen, vor denen gewarnt wird.
"Ernst beiseite!" nimmt sich allerdings nicht nur Beispiele für den sogenannten Kevinismus beziehungsweise Chantalismus zur Brust, die wahrscheinlich ohnehin bald ausgedient haben. Auch zahlreiche traditionelle Vornamen finden hier Erwähnung. So wählt William Wahl in seinem etwas anderen Lexikon unter anderem auch die "zehn altmodischsten deutschen Vornamen". Hier ist die Top Ten:
Ob modern, traditionell, deutsch, französisch oder englisch - nahezu alle Namen bekommen in diesem Buch ihr Fett weg. Wie aber steht es eigentlich um den Vornamen des Autors selbst? Schließlich ist William hierzulande auch kein geläufiger Name. "William ist ein wohlklingender Name, der weder zu ungewöhnlich noch zu alltäglich ist", findet sein Träger selbst und ergänzt: "Auch unter numerologischen, astrologischen sowie ästhetischen Aspekten ist dieser Jungenname eine erstklassige Wahl."
Bestsellerautor Bastian Sick ("Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"), von dem das Vorwort für Wahls Buch stammt, sieht das wohl nicht ganz so: "Wer wäre geeigneter, uns zu erklären, was es heißt, einen Namen wie Justin oder Kevin zu tragen, als ein William?" Offenbar sind Vornamen doch vor allem eines: Geschmackssache.
Buch-Tipp: "Ernst beiseite! 500 Namen, die Sie Ihrem Kind besser nicht geben sollten" von William Wahl. Rowohlt Verlag. ISBN: 9783499630408. 9,99 Euro.
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