Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern > Steuererklärung >

Einspruch gegen Steuerbescheid: Was ist zu beachten?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nicht zu lange warten  

So legen Sie Einspruch gegen Steuerbescheid bei Ihrem Finanzamt ein

10.08.2017, 07:20 Uhr | so (TP), dpa, ots

Einspruch gegen Steuerbescheid: Was ist zu beachten?. Einspruch gegen Steuerbescheid beim Finanzamt einlegen (Quelle: imago/STPP)

Bevor Sie Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid einlegen, sollten Sie diesen genau prüfen. (Quelle: STPP/imago)

Haben Sie vom Finanzamt einen Steuerbescheid erhalten und sind Sie damit nicht einverstanden, können Sie Einspruch einlegen. Für diesen Einspruch müssen Sie jedoch Fristen einhalten. Bevor Sie Einspruch einlegen, sollten Sie Ihren Steuerbescheid prüfen. Der Einspruch gegen Steuerbescheid muss schriftlich erfolgen.

Die Einkommenssteuererklärung wurde abgeben, mehrere Wochen Wartezeit sind verstrichen und endlich liegt der Steuerbescheid im Briefkasten. Eine oft ungeliebte Aufgabe ist die genaue Überprüfung des Steuerbescheids. Oft schweift der Blick nur auf die Zeile mit der Steuerrückerstattung beziehungsweise Steuernachzahlung. Im Anschluss wird das Schreiben sogleich abgelegt. Jedoch selbst in Zeiten von ELSTER kann ein Steuerbescheid vom Finanzamt fehlerhaft sein. Ein rechtzeitiger Einspruch hilft, kein Geld zu verschenken.

Wie Sie den Steuerbescheid prüfen

Möchten Sie Einspruch gegen Steuerbescheid einlegen, sollten Sie den Steuerbescheid zuerst prüfen. Lesen Sie sich zuerst die Erläuterungen am Ende des Bescheides durch. Das Finanzamt weist auf Abweichungen von den Angaben in der Steuererklärung hin und gibt die entsprechenden Punkte an. Damit Sie den Steuerbescheid prüfen können, sollten Sie eine Kopie Ihrer Steuererklärung aufbewahren.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Das Finanzamt erklärt, ob eine Angabe in der Steuererklärung richtig oder falsch ist. Zur Prüfung des Steuerbescheids können Sie Online-Programme nutzen, die auf Fehler in der Steuererklärung hinweisen. Das Finanzamt kann sich irren, es kann zu falschen Wertungen und zu Zahlendrehern kommen.

Die Festsetzungstabelle im Steuerbescheid ist ein böhmisches Dorf? Die Auseinandersetzung damit zeitintensiv? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Bescheid von einem Profi, wie zum Beispiel einem Steuerberater oder einem Mitglied des Lohnsteuerhilfevereins, prüfen zu lassen. Ein Steuerexperte mit Erfahrung übernimmt die für manchen lästige Aufgabe nicht nur gerne, sondern weiß worauf es ankommt. Er hat den fachmännischen Blick und findet Fehler schnell. So kann man unter Umständen mehr von der Steuer zurückholen.

Wie Sie den Einspruch Steuerbescheid einlegen

Die Prüfung sollte nicht lange aufgeschoben werden: Für den Einspruch Steuerbescheid gilt eine Frist von einem Monat nach Erhalt des Steuerbescheids. Der Einspruch muss schriftlich erfolgen. Muster erhalten Sie im Internet. Wichtig: nicht die Steuernummer und den Namen vergessen. Denn das Finanzamt muss den Einspruch auch einem Steuerzahler zuordnen können.

Die Formulierung "Hiermit lege ich Einspruch gegen meinen Steuerbescheid ein" reicht meist nicht. Sie sollten Fakten anführen und erklären, warum Sie mit dem Steuerbescheid nicht einverstanden sind. Führen Sie die entsprechenden Punkte möglichst genau mit einer Begründung auf. Können Sie verschiedene Punkte nicht aufführen, sollten Sie das Finanzamt um eine Klärung bitten.

Wie kann der Widerspruch zugestellt werden?

Meist reicht es aus, wenn Steuerzahler ihren Einspruch per Post an das zuständige Finanzamt schicken. Das Schreiben kann auch persönlich abgegeben werden, dazu sollte man sich den Empfang bestätigen lassen. Eine andere Möglichkeit ist, ein Fax zu schicken.

Wie es bei Nachzahlungen aussieht

Fordert Sie das Finanzamt zu einer Nachzahlung auf, müssen Sie diese leisten. Der Einspruch gegen den Steuerbescheid hat keine aufschiebende Wirkung. Sie erhalten bei einem erfolgreichen Einspruch eine Erstattung der gesamten Nachzahlung oder eines Teils davon.

Einspruch kann sich lohnen

Laufend gibt es Urteile von Finanzgerichten und immer wieder neue Ausnahmeregelungen. Ein Laie kann daher kaum wissen, wie gerade der rechtsgültige Stand ist. Recherchen im Internet können beispielsweise auf veraltete Urteile verweisen, die inzwischen überholt sind. Wer sich nicht täglich mit der Materie befasst verliert leicht den Überblick. Auch werden Urteile vom Finanzamt nicht sofort umgesetzt.

"Hier heißt es, die Möglichkeiten zu kennen und Einspruch einzulegen" so Mark Weidinger, Vorstandsmitglied der Lohnsteuerhilfe Bayern. Nur so kann man später von der Korrektur des Steuerbescheids profitieren. Übrigens wurden im Jahr 2015 dreieinhalb Millionen Einsprüche gegen Steuerbescheide bei Finanzämtern erhoben. Und die Erfolgsquote ist hoch. Für mehr als zwei Drittel hat sich der Einspruch gelohnt!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Diese Jacken bringen Sie warm durch den Winter
Trend-Jacken von TOM TAILOR
Shopping
Allnet Flat Plus mit Samsung Galaxy S8 im besten D-Netz
zu congstar.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern > Steuererklärung

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017