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Intermittierendes Fasten: Besser Abnehmen als mit Diät?

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Verzicht auf Essen  

Intermittierendes Fasten: Zum Abnehmen besser als Diät?

09.02.2017, 15:58 Uhr | msc

Intermittierendes Fasten: Besser Abnehmen als mit Diät?. Essen, Besteck, Wecker (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/bopav)

Erfolgreich abnehmen im Zeitrhythmus erfordert Disziplin (Quelle: bopav/Thinkstock by Getty-Images)

Fasten ist in allen Kulturen und Religionen tief verwurzelt. Aktuell wird eine neue Form als therapeutische Maßnahme immer beliebter: das intermittierende Fasten. Viele Menschen schwören auf die positive Wirkung des speziellen Essrhythmus. Aber kann man mit der Methode auch so gut abnehmen wie mit einer Diät?

Was bedeutet Fasten genau?

Wenn Christen zur Fastenzeit oder Muslime während des Ramadans fasten, ist dies religiös motiviert. Mit Gebeten, Meditation und dem teilweisen Verzicht von Nahrung sollen Körper und Geist gereinigt und Buße getan werden.
Das nicht religiöse Heilfasten wird meist zum Entschlacken und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Dabei wird für eine bestimmte Zeit komplett auf Nahrung verzichtet.
Intermittierendes Fasten wiederum ist der bewusste Verzicht auf Nahrung und Genussmittel im Wechsel mit Zeiten, wo gegessen werden darf.

Was ist intermittierendes Fasten?

Beim immer populärer werdenden intermittierenden Fasten (auch Intervallfasten genannt) wechseln sich Phasen mit Nahrungsaufnahme und Fasten im festgesetzten Essrhythmus ab. Während der Fastenphase sind nur Wasser, ungesüßte Tees und Brühen erlaubt. In den darauffolgenden Stunden oder Tagen ernährt man sich dann wieder vollkommen normal. Natürlich ohne die zuvor nahrungsfreien Stunden durch eine Fast-Food-Attacke zu kompensieren.

Eignet sich intermittierendes Fasten zum Abnehmen?

Bei Fastenkuren oder Diäten, die nur für ein paar Tage oder Wochen eingehalten werden, ist die Gefahr größer, danach in alte Essensmuster zurückzufallen. Dadurch ist der Jo-Jo-Effekt enorm und das Ausgangsgewicht meist schnell wieder erreicht. Weil zu viele Mahlzeiten gegessen werden, kommt der Körper nicht dazu, die Fettreserven abzurufen.

Intermittierendes Fasten ist besser geeignet, um dauerhaft abzunehmen. Durch die wenigen Mahlzeiten ist der Insulinspiegel über den Großteil des Tages konstant niedrig und die Fettverbrennung läuft auf Hochtouren. Die Methode erfordert aber eine generelle Umstellung der Ernährung und viel Disziplin. Dafür müssen Sie nicht ständig Kalorien zählen und auf bestimmte Lebensmittel verzichten – und Ihr Lieblingsgericht dürfen Sie auch weiter essen.

Wie viel kann man beim Fasten abnehmen?

Beim Heilfasten wird oft mit Glaubersalz abgeführt. Durch die gleichzeitig hohe Flüssigkeitsaufnahme scheidet der Körper anfänglich eine Menge Wasser aus. Die Gewichtsabnahme in den ersten Tagen ist mit bis zu einem Kilo pro Tag dann relativ hoch. Ab dem dritten Tag pendelt sich die Gewichtsabnahme jedoch auf ein niedrigeres Level zwischen 300 bis 400 Gramm täglich ein.

Der Gewichtsverlust beim intermittierenden Fasten dauert etwas länger. Dafür ist er nachhaltiger und gesünder. Halten Sie den neuen Essrhythmus aber konsequent ein und bewegen Sie sich parallel dazu an der frischen Luft.

Was ist der Unterschied zwischen Fasten und Diäten?

Während bei Diäten das Abnehmen im Vordergrund steht, spielen beim Fasten die Entgiftung des Körpers und ein besseres spirituelles Wohlbefinden eine wesentliche Rolle. Fasten belastet den Körper stärker als eine Diät. Deshalb sollte der Einstieg in eine Fastenphase sanft sein. Am besten verzichten Sie bereits drei Tage vor Fastenbeginn auf Fleisch, Süßigkeiten und fettige, schwer verdauliche Speisen.

Die beliebtesten Methoden beim intermittierenden Fasten

Für Einsteiger ist die Variante, täglich eine bestimmte Stundenzahl auf Essen zu verzichten am einfachsten. Vielen Berufstätigen mit Bürojobs fällt es leicht, sich nur mit einem Frühstück und Abendessen ausgewogen zu ernähren und die Stunden dazwischen zu fasten.

5:2-Methode: die bekannteste Variante nach Michael Mosley, fünf Tage pro Woche essen, zwei Tage fasten
1+1-Methode: ein Tag essen und ein Tag fasten im Wechsel
Stundenfasten: innerhalb eines Tages wird eine bestimmte Zeit (12, 16 oder 18 Stunden) auf Essen verzichtet

Was tun gegen den Jo-Jo-Effekt?

Die unerwünschte Gewichtszunahme nach einer Fasten- oder Diätphase ist der Alptraum vieler Menschen. Sie können den Jo-Jo-Effekt vermeiden, wenn Sie sich an folgende Tipps halten:

• nach Fastenphasen leichte Lebensmittel essen (Obst, Gemüse, Huhn, Fisch)
• schonend Kochen: lieber dünsten als im Fett braten
• maximal drei Mahlzeiten am Tag essen
• auf „Snacks“ zwischendurch verzichten, auch auf den gezuckerten Fruchtjoghurt
• auf Essensportionen achten und aufhören zu essen, wenn Sie satt sind
• langsam und bewusst essen

Wie lange am Stück fasten?

Wenn Sie Einsteiger sind, sollten Sie maximal 5 Tage am Stück fasten. Wer sich das allein nicht zutraut, kann sich Fastengruppen (zum Beispiel Krankenkassenkurse, Kneipp-Vereine) anschließen, die von geprüften Fastenleitern überwacht werden. Bedingung für alle Fastenmethoden ist eine gesunde Körperverfassung.

Allgemeine Fastenregeln

•  nichts essen – viel trinken (Wasser, Tee, Saft, Brühe)
•  kein Alkohol, keine Zigaretten, kein Kaffee
•  an der frischen Luft bewegen
•  entspannen und Stress vermeiden

Kontroversen in der Medizin

Fasten wird in der Medizin äußerst kontrovers diskutiert. Durch den kompletten Nahrungsverzicht und die Entgiftung des Körpers baut er zu Beginn viel Eiweiß ab, um den Kohlenhydrat-Stoffwechsel aufrecht zu erhalten – vor allem Eiweiß in der Muskulatur.

Aus medizinischer Sicht ist dieser Muskelabbau fatal. Die Sturzgefahr durch geschwächte Muskeln ist besonders für ältere Menschen deutlich erhöht. Und für Kraftsportler ist Fasten nur ratsam, wenn sie dabei viel Sport machen. Was für den fastenden Körper wiederum besonders anstrengend sein kann.

Für wen Fasten ungeeignet ist

• Schwangere
• Menschen mit chronischen Krankheiten
• Suchtkranke
• Bluthochdruck-Patienten
• Depressionskranke
• Bulimiekranke

Planen Sie Ihre Fastenphasen sorgfältig

Fasten setzt einen gesunden Körper und ein großes Maß Eigenverantwortung voraus. Lassen Sie Ihre körperliche Verfassung daher durch einen Arzt abklären und Ihren Fastenplan auf eine sichere Basis stellen.

Kontrolliertes Fasten kann dann zur Optimierung der Gesundheit beitragen. Wenn Sie die ersten Tage durchhalten und Ihren inneren Schweinehund überwunden haben, können Sie mit intermittierendem Fasten große Wirkung erzielen – auch beim nachhaltigen Abnehmen.

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