Sie sind hier: Home > Gesundheit > Ernährung >

Achtung, Gift: Kartoffeln können gesundheitsschädlich werden

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Achtung, Gift  

Kartoffeln können gesundheitsschädlich werden

| ug, dpa/tmn, t-online.de

Achtung, Gift: Kartoffeln können gesundheitsschädlich werden. Wenn Kartoffeln falsch oder zu lange gelagert werden, bilden sie Triebe. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/emer1940)

Wenn Kartoffeln falsch oder zu lange gelagert werden, bilden sie Triebe. (Quelle: emer1940/Thinkstock by Getty-Images)

Obst und Gemüse mit Schale essen – dazu raten Ernährungsexperten. Denn in und direkt unter der Schale steckt ein Großteil der Vitamine und Nährstoffe. Bei Kartoffeln ist jedoch manchmal Vorsicht angebracht: Wer auch die grünen Stellen der Schale isst, kann Giftstoffe aufnehmen. Denn der Verzehr so genannter Alkaloide kann im schlimmsten Fall zu Vergiftungen führen.

Wir erklären, worauf Sie beim Kauf, Lagern und Verzehr von Kartoffeln achten sollten.

Nur frische Kartoffeln mit Schale essen

"Nur wenn Kartoffeln gerade frisch aus der Erde gekommen sind, kann man die Schale bedenkenlos mitessen", betont Jutta Kling vom Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz. Je länger Kartoffeln gelagert wurden, desto mehr gesundheitsschädliches Solanin enthält die Schale. Der bitter-erdig schmeckende Stoff, der auch beim Kochen nicht zerstört wird, gehört zu den Glykoalkaloiden, die normalerweise Insekten in der Erde davon abhalten, die Pflanze zu fressen.

Das Licht im Supermarkt steigert den Giftanteil in grünen Kartoffeln

Die bekanntesten Alkaloide sind Chaconin und Solanin. Sie kommen vor allem in der Schale und hochkonzentriert in den Augen und Keimen der Kartoffel vor. Vor allem durch falsche Lagerung erhöht sich der Schadstoffgehalt von Kartoffeln. Experten raten davon ab, die Knollen in heller und warmer Umgebung zu lagern. Viele Supermärkte missachten diese Regel und setzen die Kartoffeln sogar Neonlicht aus. Dadurch kann jedoch der Alkaloidgehalt innerhalb weniger Tage um das zwei- bis dreifache ansteigen.

Kaufen Sie keine Kartoffel im Netz

Daher sollten Kartoffeln nur in lichtundurchlässigen Verpackungen wie Pappe oder eingefärbten Folien angeboten werden, rät die Verbraucherzentrale Sachsen. Auch beim Einkauf sollten Verbraucher darauf achten, keine Kartoffeln im Netz zu kaufen, da sich auch dort die Schadstoffe stark anreichern können. Auch Fertigprodukte wie Kartoffelecken, Wedges oder Chips sollten die Hersteller nur ohne Schale anbieten, fordern Experten. Außerdem sollten Verbraucher Kartoffeln immer trocken und kühl lagern, zum Beispiel in einer Holzkiste, so die Verbraucherzentrale Sachsen.

Schneiden Sie Triebe von Kartoffeln ab

Sollten Kartoffeln bereits Triebe gebildet haben, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Essen sollten Verbraucher die Kartoffeln dann nicht mehr im Ganzen. Denn Triebe enthalten genauso wie grüne Stellen den giftigen Stoff Solanin. Verbraucher können die Bereiche um die Triebe und die weiteren betroffenen Stellen großzügig ausschneiden und den Rest der Kartoffel noch verzehren. Darauf weist die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hin.

Wie Sie die Vergiftungsgefahr bannen

Wer solche Hinweise missachtet, riskiert schlimmstenfalls eine Vergiftung durch die Stoffe Solanin und Chaconin. Es kann zu Übelkeit, Durchfall, Brechreiz und sogar Nierenschäden kommen. Beim Zubereiten sollten Verbraucher deshalb darauf achten, grüne Stellen, Augen oder Keime zu entfernen. Denn an diesen Stellen ist der Alkaloidgehalt am höchsten. Bis zu 200 bis 700 Milligramm pro Kilogramm stecken in den Keimen. In der Schale sind es 15 bis 100 Milligramm. Das Fruchtfleisch enthält dagegen nur maximal zehn Milligramm.

Behandelte Kartoffeln unbedingt schälen

Besonders Kartoffeln, die die Kennzeichnung "nach der Ernte behandelt" tragen, sollten Sie vor dem Verzehr schälen, rät die Verbraucherzentrale. Wer ganz sicher gehen möchte, dass die Kartoffeln unbehandelt sind, sollte auf Bioware zurückgreifen. Diese darf lediglich mit einem Extrakt aus Pfefferminzöl bearbeitet werden.

Weniger Pestizide in der Kartoffel

Nach Angaben der Verbraucherzentrale sind Kartoffeln jedoch im Vergleich zu anderen Obst- und Gemüsesorten wie Paprika und Tomaten nur wenig mit Fremdschadstoffen wie Pestiziden belastet. Daher sollten Verbraucher nicht auf die nahrhafte Beilage verzichten.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017