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Augengrippe: Symptome, Behandlung und was Sie sonst noch wissen sollten

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Tückischer Virusinfekt  

Die Augengrippe ist auf dem Vormarsch

28.11.2016, 08:58 Uhr | t-online.de, AFP

Typische Symptome der Augengrippe sind tränende, geschwollene und schmerzende Augen
Die Augengrippe: Das müssen Sie wissen

Eine durch Adenoviren ausgelöste Augenentzündung ist nicht nur unangenehm, sondern auch hoch ansteckend.

Typische Symptome der Augengrippe sind tränende, geschwollene und schmerzende Augen.


Es beginnt plötzlich mit einer Augenrötung und einer Schwellung von Bindehaut und Lymphknoten. Die Augen jucken und brennen und es fühlt sich an, als sei ein Fremdkörper darin. Eine durch Adenoviren ausgelöste Augenentzündung, auch Augengrippe genannt, ist nicht nur sehr unangenehm, sondern auch hoch ansteckend.

Mediziner registrierten Anfang November in Bonn einen deutlichen Anstieg der Fälle, der sich fortwährend erhöhte. Denn die Inkubationszeit der tückischen Adenoviren, gegen die Antibiotika wirkungslos sind, beträgt zwölf Tage. 

Viele Fälle bleiben ungemeldet

Laut Robert-Koch-Institut erkranken jährlich bis zu 658 Patienten an der Augengrippe. Die Krankheit ist deutlich aggressiver als eine normale Bindehautentzündung und in Deutschland meldepflichtig. Dennoch vermuten Experten, dass viele Fälle gar nicht registriert werden, da die Betroffenen ihre Erkrankung nicht erkennen.

Hygienefehler als mögliche Ursache

Die Viren werden oft nicht nur durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, sondern auch über verunreinigte Untersuchungsinstrumente, Augentropfen und Handtücher. Womöglich habe aber auch der derzeit vorherrschende Adenovirus-Typ 8 besonders krankmachende Eigenschaften, erklären Virologen.

Adenoviren können viele Krankheiten verursachen 

Adenoviren sind für eine Vielzahl von Krankheiten verantwortlich. Sie können unter anderem Durchfall-Erkrankungen, Infektionen der Atemwege, Mandelentzündungen oder eben Augenentzündungen hervorrufen. Die weltweit verbreiteten Erreger sind äußerst widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und bei Zimmertemperatur wochenlang stabil. Zudem ist ein Patient in der Regel in den ersten zwei Wochen der Erkrankung ansteckend, schleppt das Virus also recht lange mit sich herum.

Hornhauttrübung als Spätfolge möglich

Meist unbewusst reiben sich die Betroffenen die Augen, weil es juckt und brennt. In der Tränenflüssigkeit sitzen Milliarden von Adenoviren, die dann über die Hände auf alle möglichen Gegenstände geschmiert oder beim nächsten Handschlag weitergegeben werden können, so dass sich wiederum andere Menschen anstecken. Fast immer heilt die Infektion vollständig aus.

Als Spätfolge der sogenannten Keratokonjunktivitis epidemica kann es aber auch zu Hornhauttrübungen kommen, die das Sehvermögen langfristig beeinträchtigen können. Eine Schutzimpfung gibt es nicht. Behandelt werden können nur die Symptome, etwa mit Augentropfen oder -salbe.

Vorbeugen durch gründliche Hygiene und Händewaschen 

Um sich zu schützen, gibt es nur eins: Hygiene. Dazu gehört gründliches Händewaschen. Erkrankte sollten zudem Handtücher, Waschlappen und Kosmetika separat benutzen. Handtücher sollten bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Öffentliche Schwimmbäder oder Saunen sind natürlich tabu, bis die Infektion ausgeheilt ist.


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