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Organspender werden: Voraussetzungen um Organe zu spenden

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Organe transplantieren  

Organspender werden: Was sind die Voraussetzungen?

17.05.2016, 15:24 Uhr | sk (CF)

Organspender werden: Voraussetzungen um Organe zu spenden. Mit dem Organspendeausweis sind Sie auf der sicheren Seite (Quelle: imago/Niehoff)

Mit dem Organspendeausweis sind Sie auf der sicheren Seite (Quelle: Niehoff/imago)

Welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, um Organspender werden zu können, hängt zunächst davon ab, ob Sie sich für eine Lebendspende bereit erklären wollen oder aber der Entnahme von Organen nach Ihrem Tod zustimmen. Erfahren Sie hier, was Sie bei beiden Formen der Organspende wissen müssen.

Voraussetzungen für die Lebendspende

Die Lebendspende ist eine ganz besondere Form der Organspende, da der Spender anschließend ohne die entnommenen Organe weiterlebt. Infrage kommen hierfür in Deutschland eigentlich nur die Niere oder Teile der Leber, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrer Infoseite "Organspende-Info.de".

Voraussetzung für eine Lebendspende ist, dass Spender und Empfänger nah miteinander verwandt sind oder sich aus anderen Gründen nahestehen, zum Beispiel miteinander verheiratet sind. So sollen die Organspender davor geschützt werden, von kriminellen Organhändlern unter Druck gesetzt werden zu können. Außerdem müssen Sie aus freien Stücken einer solchen Transplantation zustimmen, um Organspender werden zu können. Bestehen hieran Zweifel, kann dies durch eine entsprechende Kommission überprüft werden.

Trotz Erkrankungen Organe spenden: Geht das?

Die gesundheitlichen Voraussetzungen sind bei einer Lebendspende oder einer postmortalen Organspende nahezu identisch. Wichtigste Voraussetzung ist, dass die zu transplantierenden Organe gesund und funktionsfähig sind. Wenn Sie Organspender werden wollen, müssen Sie nicht unbedingt kerngesund sein. Ob vorliegende Erkrankungen eine Organspende ausschließen, wird ganz individuell von Ärzten überprüft. In vielen Fällen sind einzelne Organe von der Krankheit unberührt und gesund – und damit für die Transplantation geeignet.

Dies gilt sogar für Raucher: Zwar hat die Lunge in der Regel großen Schaden genommen, laut dem Bundesministerium für Gesundheit können Herz, Leber und Niere "vollkommen in Ordnung sein und somit unproblematisch übertragen werden". Ausgeschlossen von der Organspende sind derzeit ausschließlich Patienten, die unter einer akuten Krebserkrankung leiden oder bei denen ein positiver HIV-Befund vorliegt.

Organspender werden: Welche Rolle spielt das Alter?

Wer Organspender werden möchte, muss sich um sein Alter zunächst keine Gedanken machen. Laut der BZgA gibt es keine Altersgrenze nach oben: "Generell gilt, dass sich bei jüngeren Verstorbenen mehr Organe zur Transplantation eignen als bei älteren. Doch auch die funktionstüchtige Niere eines mit über 70 Jahren verstorbenen Menschen kann einem Menschen wieder ein fast normales Leben schenken", heißt es dort. Lediglich bei Gewebespenden gibt es eine Altersgrenze von 65 Jahren für Sehnen und Bänder, von 75 Jahren bei Haut.

Bei jungen Menschen entscheiden übrigens die Eltern, ob Ihre Kinder Organspender werden dürfen. Kinder oder Jugendliche können jedoch ab dem 14. Lebensjahr einer Organspende widersprechen. Ab einem Alter von 16 können Sie sich zudem ohne Zustimmung der Eltern für eine Transplantation entscheiden.

Mit dem Organspendeausweis auf der sicheren Seite

Am besten tun sie das mit einem Organspendeausweis. Das gilt jedoch nicht nur für junge Menschen, sondern für Menschen jedes Alters. Auf dem Organspendeausweis können Sie einer Entnahme Ihrer Organe nach Ihrem Tod ausdrücklich zustimmen. Die BZgA rät dazu, Vorerkrankungen wie abgeheilte Tuberkulose, Krebserkrankungen oder Diabetes auf dem Ausweis zu vermerken.

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, der Entnahme von Organen auf dem Organspendeausweis explizit zu widersprechen. Wer hingegen keinen Ausweis ausfüllt, überträgt die Entscheidung an seine Hinterbliebenen. Wenn Sie nach Ihrem Tod Organspender werden wollen, sollten Sie Ihre Familie am besten über Ihren Wunsch informieren, damit sie eine Entscheidung in Ihrem Sinne treffen kann.

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