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Eisenmangel  

Warnzeichen für Eisenmangel

10.10.2016, 12:29 Uhr | akl/ dpa-tmn

Warnzeichen für Eisenmangel. Eisenmangel: Brüchige Fingernägel und andauernde Müdigkeit können Anzeichen sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Brüchige Fingernägel und andauernde Müdigkeit können Anzeichen für Eisenmangel sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie haben ständig Kopfschmerzen, kommen morgens nicht aus dem Bett und sehen zudem blass aus? Dann kann ein Eisenmangel schuld daran sein. Denn wir brauchen das Spurenelement für den Stoffwechsel, die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper. Fehlt der Vitalstoff im Körper, macht sich das schnell bemerkbar. Diese Warnzeichen weisen auf einen Eisenmangel hin.

Haarausfall und eingerissene Mundwinkel

Fehlt das Spurenelement in unserem Körper, sendet der Körper Signale für diesen Mangel. So kann Eisenmangel dazu führen, dass die Haut fahl aussieht und die Fingernägel leicht abbrechen. Auch Haarausfall und eingerissene Mundwinkel sind Anzeichen, darauf weist das Portal Haut.de der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie hin. Auch wenn man immer wieder krank wird, unter trockener und spröder Haut leidet und Kopfschmerzen und Schwindel einen plagen, kann eine Unterversorgung schuld sein.

Eisenmangel nicht selbst therapieren

Wer die genannten Symptome bei sich beobachtet, sollte zu einem Arzt gehen. Dieser kann mit Hilfe eines Bluttests feststellen, ob ein Mangel vorliegt. Mit gesunder Ernährung kann man diesen meist gut ausgleichen. Reicht das nicht aus, verschreibt der Arzt in der Regel Eisen-Tabletten. Die Einnahme sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, denn besonders bei Eisen ist die Spanne zwischen einem Mangel und einer Überdosierung extrem eng.

Körper kann Eisenüberschuss nicht ausscheiden

Von Nahrungsergänzungsmitteln sollte man besser die Finger lassen, denn die Eisenspeicher können schnell überfordert werden. Das liegt daran, dass der Körper das Spurenelement nicht ausscheiden kann. Also reichert es sich in den Organen an und kann so zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Aber auch das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes steigt.

Besonders anfällig sind die Bauchspeicheldrüse, die Leber, das Herz und die Augen - hier drohen Organschäden. Es gibt sogar Studien, die darauf hindeuten, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Überdosierung und der Entstehung von Krebs gibt.

Richtige Ernährung beugt vor

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen zehn bis zwölf Milligramm pro Tag. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, erreicht diesem Wert recht leicht. Vegetarier leiden häufiger unter einem Mangel, da sie auf den Eisenspender Fleisch verzichten. Auch Veganer sind häufig betroffen und ebenfalls Frauen, die unter starken Regelblutungen leiden. Bei ihnen sollten Lebensmittel wie Vollkornprodukte, grünes Gemüse, rote Beete und Hülsenfrüchte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Kein guter Eisenlieferant ist aber Spinat - obwohl dies weitläufig angenommen wird, darauf weist das Portal Haut.de hin. Die in ihm enthaltende Oxalsäure verhindere eher, dass Eisen aufgenommen wird.

Ein Glas Orangensaft zum Mittagessen

Die Eisenaufnahme wird durch Vitamin C gefördert. Daher ist es ratsam, die Mahlzeit mit einem Glas Orangensaft oder einem Obstsalat als Dessert zu ergänzen. Wer unter Eisenmangel leidet, sollte zudem nur wenig Kaffee und schwarzen Tee trinken. Denn das Tannin in den Getränken hemmt die Eisenaufnahme. Nach einer Mahlzeit sollten rund zwei Stunden verstreichen, bevor man zu Kaffee und Tee greift.

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