Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Multiple Sklerose: Warnung vor Beta-Interferon-Arzneien

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nierenleiden droht  

Behörde warnt vor Multiple-Sklerose-Mittel

21.08.2014, 11:05 Uhr | rtr

Multiple Sklerose: Warnung vor Beta-Interferon-Arzneien. Multiple Sklerose: Beta-Interferon wird häufig verschrieben, birgt aber Risiken.  (Quelle: dpa)

Multiple Sklerose: Beta-Interferon wird häufig verschrieben, birgt aber Risiken. (Quelle: dpa)

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor möglichen Gefahren mehrerer gebräuchlicher Medikamente gegen Multiple Sklerose. Die zur Behandlung der bislang unheilbaren Nervenkrankheit eingesetzten Beta-Interferon-Arzneien könne zu zwei gefährlichen Nierenleiden führen.

Die Bonner Behörde fordert Ärzte auf, künftig bei ihren MS-Patienten verstärkt auf Anzeichen für eine beeinträchtigte Nierenfunktion zu achten.

Durch Beta-Interferon könnte sich eine thrombotische Mikroangiopathie (TMA) entwickeln. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine spezielle Ausprägung von Arteriosklerose. Sie ist unter anderem durch Bluthochdruck, Fieber und schwere Nierenstörungen gekennzeichnet. Zudem bestehe das Risiko eines nephrotischen Syndroms, bei dem die Nieren der Betroffenen nur noch eingeschränkt arbeiten, warnt das BfArM.

UMFRAGE
Haben Sie Angst, an Multiple Sklerose zu erkranken?

Warnhinweise für Ärzte verschärft

Die Folgen könnten mehrere Wochen bis mehrere Jahre nach dem Start einer Behandlung mit Beta-Interferonen auftreten. Den Behörden wurden mehrere Fälle von TMA - auch mit Todesfolge - sowie Fälle eines nephrotischen Syndroms gemeldet. Die europäischen Zulassungsbehörden ist den Hinweisen nachgegangen. Ein ursächlicher Zusammenhang wurde nicht ausgeschlossen. Die Warnhinweise bei den Präparaten seien für Ärzte nun entsprechend verschärft worden.

130.000 Multiple-Sklerose-Patienten in Deutschland

Deutschlandweit leiden nach Angaben der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft rund 130.000 Menschen an MS, einer chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Besonders häufig wird Multiple Sklerose bei jungen Menschen zwischen 25 und 40 diagnostiziert. Die Krankheit ist nicht heilbar. Ihr Fortschreiten kann jedoch mit Medikamenten aufgehalten werden. Interferon, das die Patienten sich meist zuhause spritzen, zählt zu den am häufigsten verschriebenen MS-Medikamenten.

In Deutschland sind aktuell fünf Beta-Interferone zur Behandlung von MS zugelassen. Dazu zählen "Betaferon" von Bayer und "Rebif" von Merck sowie "Extavia" von Novartis und "Plegridy" oder "Avonex" von Biogen Idec. Der Absatz ist sehr groß. So machte Merck beispielsweise mit "Rebif" im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,86 Milliarden Euro.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Katze auf dem Thron 
Sie glauben nicht, was diese Katze kann

Diese Katze benutzt die Toilette wie ein Mensch. Video

Anzeige
Ähnliche Themen im Web
Arztsuche 
Einen guten Arzt finden

Hier finden Sie Haus- und Fachärzte in Ihrer Nähe. Arztsuche


Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Jetzt bestellen: 6er-Set Solarleuchten für nur 14,99 €

Solarleuchten Globo mit warm-weißen LEDs sorgen für eine stimmungvolle Beleuchtung. Zu Weltbild.de Shopping

Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal