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Sieben fiese Krankheiten im Mund: Nicht nur Zähne leiden

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Nicht nur Zähne leiden  

Sieben fiese Krankheiten im Mund

14.02.2017, 14:39 Uhr | Nina Bürger

Sieben fiese Krankheiten im Mund: Nicht nur Zähne leiden. Krankheiten im Mund befallen oft die Zunge.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Krankheiten im Mund befallen oft die Zunge. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Mund können nicht nur Zähne und Zahnfleisch leiden. Auch andere Erkrankungen können zu unangenehmen Nebenwirkungen wie Mundgeruch führen. Wir stellen sieben Mund-Leiden vor und erklären, wie Sie am besten vorbeugen.

1. Zungenpilz

Der Hefepilz Candida findet sich im Mund von jedem Menschen. Normalerweise breitet er sich nicht weiter über die Mundflora aus. Ihr Gleichgewicht kann jedoch durch ein schwaches Immunsystem gestört werden. Dann vermehren sich die Pilze und lösen den Zungenpilz aus. Bemerkbar macht sich dieser dann durch den typischen weißen Belag auf der Zunge und heftiges Brennen. Auch Schluckbeschwerden, Mundgeruch und Geschmacksstörungen können, vor allem im fortgeschrittenen Stadium, auftreten. Auch die Lymphknoten und der Hals sind häufig geschwollen.

Bei Verdacht auf Zungenpilz sollten Sie schon bei den ersten Symptomen einen Arzt aufsuchen. Im schlimmsten Fall kann sich die Krankheit sonst bis in die Blutbahn ausbreiten und Folgeschäden verursachen. Der Arzt wird Ihnen dann ein Mittel gegen Pilzerkrankungen sowie antiseptische Mittel verschreiben. Gegen die Schmerzen helfen desinfizierende Lutschtabletten.

2. Mundgeruch

Vor allem für die Mitmenschen kann Mundgeruch sehr unangenehm sein. Besonders tückisch ist dieser auch, weil man ihn selber nicht riechen kann. Fragen Sie deshalb am besten eine Person Ihres Vertrauens, ob ihr etwas aufgefallen ist. Auslöser können bestimmte Lebensmittel oder Tabak sein. Auch Essensreste in den Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen oder Karies können schuld sein. In der Regel hilft eine gründliche Mundhygiene. Verwenden Sie hierzu Zahnseide, einen Zungenschaber und Mundwasser. Die Ursachen können aber auch in anderen Erkrankungen etwa im Magen oder der Speiseröhre gründen. Verschwindet der Mundgeruch trotz guter Zahnhygiene nicht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

3.Mundfäule

Mundfäule wird durch das Herpes-Simplex-Virus übertragen. Dieses ist auch für den lästigen Lippenherpes verantwortlich. Die Mundfäule ist jedoch tückischer, da sie schwere Infektionen im Rachenraum auslöst. Erste Symptome sind kleine, schmerzende Bläschen auf der Zunge und der Mundschleimhaut. Auch Zahnfleisch und Gaumen können betroffen sein. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu hohem Fieber, vermehrtem Speichelfluss und säuerlichem Mundgeruch kommen. Küsse und anderen Kontakt mit dem Mund sollten Sie vermeiden, da die Krankheit über Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen wird. In den meisten Fällen heilt sie nach rund einer Woche von selber wieder ab. Wenn aber das Fieber steigt oder das Essen unmöglich wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er verschreibt dann Schmerzmittel, die auch das Fieber senken. Zudem werden desinfizierende Mittel angewendet.

4. Feigwarzen

Feigwarzen gehören eigentlich zu den Geschlechtskrankheiten und finden sich meist im Intimbereich. Durch Oralsex können die auslösenden Humanen Papillomviren (HPV) jedoch auch in Mund und Rachen gelangen. Dort führen sie zu warzenähnlichen Veränderungen. Sogenannten Papillome sind selten und bleiben meist lange unbemerkt. Zudem sind sie im Anfangsstadium nicht gefährlich. Erst, wenn sie sich auf den Atemwegen oder dem Kehlkopf befinden, kann es zu Heiserkeit oder Kurzatmigkeit kommen. Ein Facharzt kann die Warzen unter örtlicher Betäubung entfernen.

5. Speichelsteine

Speichelsteine können sich bilden, wenn sich die Speichelzusammensetzung verändert oder es durch zu enge Drüsengänge zu einem ständigen Sekretstau kommt. Die Steine können bis zu zwei Zentimeter groß werden. Tückisch wird es erst, wenn sie eine Speicheldrüse verstopfen. Dann können sich dort Bakterien und Viren vermehren, was zu einer schmerzhaften Entzündung führt. Bonbons oder speichelfördernde Lebensmittel können helfen, kleine Speichelsteine zu lösen. Manche Steine kann der Arzt mit Hilfe von Ultraschall zerstören. Handelt es sich jedoch um größere Speichelsteine, müssen diese operativ entfernt werden.

6. Parodontitis

Erste Anzeichen für Pardontitis sind Zahnfleischbluten, ein geschwollenes Zahnfleisch und ausgeprägte Zahnfleischtaschen. Unbehandelt kann die entzündliche Krankheit übel enden: Die bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates zerstört im schlimmsten Fall das Bindegewebe im Mund und die Kieferknochen. Dann können sich die Zähne lockern und es droht ihr Verlust. Sind Bakterien die Auslöser der Parodontitis, kann mit Antibiotika behandelt werden. Zudem sollten die Zähne und Zahnfleischtaschen gründlich gereinigt werden. Da Parodontitis ansteckend ist, sollte möglichst auch der Partner behandelt werden. Zur Vorbeugung ist die richtige Mundhygiene entscheidend.

7. Erosionen

Wird der Mundraum regelmäßig übersäuert, kann dies den Zahnschmelz angreifen und ihn dauerhaft abbauen. Dies geschieht zum Beispiel durch Lebensmittel wie Essig oder Fruchtsäfte, aber auch Magen-Darm-Erkrankungen können der Auslöser sein. Manchmal schafft es auch der Speichel nicht, den angegriffenen Zahnschmelz ausreichend zu remineralisieren. Bei der Zahnerosion wirken die Zähne oft gelblich und sind sehr schmerzempfindlich. Um dem Problem entgegenzuwirken, empfehlen Experten eine kalziumreiche Ernährung mit viel Milch und Käse. Auch die Mundhygiene ist wichtig und sollte trotz Schmerzen beim Zähneputzen nicht vernachlässigt werden. Spezielle Zahnpasten mit viel Fluorid können ebenfalls helfen, den Zahnschmelz wieder zu stärken.

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