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WHO warnt: Das sind Anzeichen für Hepatitis

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Ursachen, Symptome und Vorbeuge  

Das sind Warnzeichen für eine kranke Leber

24.04.2017, 16:54 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, dpa

WHO warnt: Das sind Anzeichen für Hepatitis. Hepatitis: Die Krankheit verläuft zunächst oft unbemerkt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hepatitis: Die Krankheit verläuft zunächst oft unbemerkt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Leber tut nicht weh, doch genau das ist gefährlich, sobald das Organ entzündet ist. Hepatitis bleibt daher oft lange unentdeckt. Die Weltgesundheitsorganisation ist alarmiert angesichts von Abermillionen Hepatitis-Kranken, die nicht von ihrer Infektion wissen. Wird sie chronisch, droht neben einer Schrumpfleber auch Leberkrebs. Doch es gibt Symptome, die auf eine kranke Leber hinweisen.

Bei einer Hepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber. Am häufigsten wird sie durch Viren ausgelöst. Mediziner unterscheiden bei der sogenannten Virushepatitis zwischen den Formen A, B, C, D und E. Doch auch Alkohol, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen sowie Medikamente können schuld an einer kranken Leber sein.

Rund 325 Millionen Menschen sind nach WHO-Schätzungen mit chronischer Hepatitis B oder Hepatitis C infiziert aber nur ein Bruchteil von ihnen weiß das. Wenn die Menschen nicht behandelt würden, seien sie in Lebensgefahr, sagte Gottfried Hirnschall, der Leiter des WHO-Hepatitis-Programms. Die Leberentzündung Hepatitis kann zu tödlichem Leberkrebs führen.

Leberentzündung: Hepatitis C kann chronisch werden

Wird eine Hepatitis nicht erkannt, kann die Leber Schaden nehmen. So führt etwa eine Infektion mit den Viren B und D in 70 bis 90 Prozent der Fälle zu schweren chronischen Verläufen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) warnt. Bei Hepatitis C sind es 50 bis 85 Prozent. Dann droht eine Leberzirrhose (Schrumpfleber), bei der das Gewebe vernarbt und sich verhärtet. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt.

Die Leber leidet leise

Doch welche Hinweise gibt es auf eine Hepatitis? Da die Leber keine Nerven für das Schmerzempfinden hat, kann sie selbst nicht wehtun. Daher ist es schwer, spezifische Symptome auszumachen, die auf eine Leberentzündung hinweisen. Trotzdem gibt es einige Warnsignale, die der Körper aussendet.

Hepatitis-Anzeichen ähneln häufig einer Erkältung

So klagen viele Patienten über starke Erschöpfung. Sie fühlen sich dauerhaft matt und müde. Oft macht sich ein allgemeines Krankheitsgefühl bemerkbar, immer wieder kommt Fieber hinzu. Viele Betroffene leiden zudem unter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Auch Kopfschmerzen zählen zu den Symptomen. Viele vermuten dann eine Grippe oder eine Magen-Darm-Verstimmung. An eine Hepatitis denkt meist niemand.

Hepatitis B und C betreffen in Deutschland Hunderttausende, wie es bei der Deutschen Leberhilfe heißt. Allein für diese beiden Viren wurden 2015 rund 8670 Neudiagnosen in Deutschland erfasst. Das Problem ist, dass es oft keine neuen Infektionen sind. Viele Patienten leben schon Jahre damit und wissen nichts davon – und können so andere anstecken.

Hepatitis-Symptome: Bei Druckschmerz im Oberbauch aufmerksam sein

Auch wenn die Leber selbst nicht schmerzt: Laut der Deutschen Leberstiftung befinden sich in der Leberkapsel, also in der aus Bindegewebe bestehenden Außenhülle der Leber, Nervenfasern, die auf Veränderungen des Organs reagieren. Aufmerksam sollte man sein, wenn sich immer wieder ein dumpfer Druckschmerz im rechten Oberbauch bemerkbar macht.

Das deutet auf eine Schwellung hin, wie sie bei verschiedenen Lebererkrankungen auftritt. Allerdings können auch andere Erkrankungen, beispielsweise des Magen-Darm-Traktes, diesen Schmerz auslösen. Daher sollte man dieses Symptom immer von einem Arzt abklären lassen.

Hautjucken kann auf eine Leberentzündung hinweisen

Auch Hautjucken zählt zu den möglichen Symptomen einer Hepatitis, wie das RKI mitteilt. Gelegentlich treten sogenannte scarlatiniforme Exantheme auf. Dabei handelt es sich um eine große Anzahl kleiner roter Pusteln auf der Haut. Außerdem können sich Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen und Schmerzen in den Beinen bemerkbar machen.

Gelbsucht zeigt sich meist erst im fortgeschrittenen Stadium

Viele denken bei einer kranken Leber zuerst an die bekannte Gelbfärbung der Haut. Diese tritt aber nur im Falle einer starken akuten Hepatitis oder im fortgeschrittenen Stadium einer Leberzirrhose auf. Ein sicheres Warnzeichen ist Gelbsucht daher nicht.

Impfung nur gegen Hepatitis A und B

Die Therapiemöglichkeiten einer chronischen Hepatitis sind begrenzt. Medikamente helfen überwiegend nur gegen die Symptome. Die Leberentzündung kann sogar zum Tod führen.

Um einer virusbedingten Leberentzündung vorzubeugen, gibt es die Möglichkeit einer Impfung – allerdings nur gegen die Viren A und B. Laut dem RKI ist die Hepatitis A Impfung vor allem für Menschen sinnvoll, die in tropische Länder reisen. Auch wer im medizinischen Bereich oder in Kindergärten arbeitet, sollte sich impfen lassen.

Hepatitis-Impfung: Wer zahlt?

Der Impfschutz ist auch für Küchenpersonal, Dialysepatienten, Drogenabhängige, Homosexuelle und Personen mit häufig wechselnden Sexualkontakten ratsam. Neugeborene sollten laut dem RKI ebenfalls geimpft werden. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten – vor der Impfung fragt man dort am besten an.

Hepatitis C besonders tückisch

Bei den Hepatitis-Viren C, D und E hingegen können nur Vorsichtsmaßnahmen das Infektionsrisiko senken. Besonders Hepatitis C sei tückisch, weil sich das Virus immer wieder verändere, erklärt Ruth Zimmermann, Infektionsepidemiologin beim RKI. Selbst eine durchgemachte Erkrankung biete keinen Immunschutz.

Hepatitis-Ansteckung vermeiden: So beugen Sie vor

Wer in Hepatitis-Gebiete reist, sollte sich oft die Hände waschen, Obst und Gemüse schälen und Trinkwasser abkochen, um sich vor Hepatitis A zu schützen. Hepatitis B wird über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, Hepatitis C ebenfalls über den Kontakt mit Blut und Sexualkontakte. Geschützter Geschlechtsverkehr sowie Vorsicht bei direktem Blutkontakt beugen einer Ansteckung vor. Da Hepatitis D die Hülle des Hepatitis-B-Virus benötigt, können sich nur Menschen infizieren, die bereits Hepatitis B haben - oder die Ansteckung erfolgt gleichzeitig mit beiden Typen.

Übertragungswege von Hepatitis E

Hepatitis E wird durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel, aber auch durch Tiere auf den Menschen übertragen. Gegen Hepatitis E würde in Deutschland schon helfen, Schweinefleisch sicherheitshalber gut durchzugaren, heißt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Bedeutsam ist das vor allem für Leberkranke und Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel. Für sie kann das Hepatitis-E-Virus lebensgefährlich sein.

Hepatitis kann zum Tod führen

Die Todesursachen-Tabelle beim Statistischen Bundesamt führt in den Jahren 2010 bis 2014 jeweils zwischen 850 und 1000 Sterbefälle durch Virushepatitis in Deutschland auf. "Die Todesfälle sind wie bei vielen chronischen Erkrankungen sicher untererfasst", sagt Zimmermann und ergänzt: Auch bei anderen auf dem Totenschein angegebenen Todesursachen könne eine Hepatitis eine große Rolle gespielt haben.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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