Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Blasenentzündung >

Blasenentzündung durch zu viel Sex ist kein Mythos: So schützen Sie sich

...

Mythen rund um die Blase  

Blasenentzündung durch zu viel Sex?

| ag

Blasenentzündung durch zu viel Sex ist kein Mythos: So schützen Sie sich. Von Blasenentzündung sind vor allem Frauen häufig betroffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Von Blasenentzündung sind vor allem Frauen häufig betroffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schmerzen beim Wasserlassen und verstärkter Harndrang sind typische Zeichen für eine Blasenentzündung. Doch wodurch wird sie ausgelöst? Und was ist dran an der Aussage, dass eine Blasenentzündung durch zu viel Sex ausgelöst wird? 

Auslöser für die meisten Blasenentzündungen (Zystitis) sind Darmbakterien, die Escherichia coli oder abgekürzt E. coli genannt werden. Die Erreger befinden sich in jedem menschlichen Darm und sind harmlos – bis sie in Kontakt mit der Harnröhre kommen. Gelangen sie in die Harnwege und steigen bis zur Blase auf, kommt es zu einer Blasenentzündung.

Doch nicht immer sind die Darmbakterien Schuld an der Zystitis. Zu den weiteren Erregern gehören Streptokokken-Bakterien wie auch Viren, Parasiten oder Pilze. Auch sie können sich in der Blase einnisten und sie infizieren.

Ursachen bei Frauen und Männern 

Auch wenn jeder Mensch die E.coli-Bakterien in sich trägt, sind Frauen anfälliger für Blasenentzündungen. Das liegt vor allem an ihrer Anatomie: Dadurch, dass Harnröhre und After nah zusammen liegen, finden die Erreger schneller den Weg in den Harntrakt. Dazu kommt, dass die Harnröhre der Frau deutlich kürzer als die eines Mannes ist und die Bakterien die Blase schneller erreichen können.

Bei Männern ist eine Blasenentzündung oft an einer Entzündung an einer Prostata geschuldet. Ist die Prostata eines Mannes vergrößert, kann der Urin nicht vollständig abfließen was dazu führt, dass Resturin - und somit auch Bakterien- in der Blase bleiben. So können die Bakterien in die Blase steigen und diese entzünden.

Blasenentzündung: Frauen sind häufiger als Männer davon betroffen. (Quelle: dpa/dpa-infografik GmbH)Blasenentzündung: Frauen sind häufiger als Männer davon betroffen. (Quelle: dpa-infografik GmbH/dpa)

Mögliche Risikofaktoren: Häufiger Geschlechtsverkehr und falsche Intimhygiene

Die Blasenentzündung, die umgangssprachlich auch als “Honeymoon-Zystitis” oder “Flitterwochenkrankheit” bezeichnet wird, kann tatsächlich ihre Ursache oft im Geschlechtsverkehr haben. Je häufiger man Sex hat, desto größer ist die Chance, dass Bakterien aus dem After-Bereich in die Harnröhre gelangen. Deshalb ist es ratsam, direkt nach dem Liebesakt die Toilette aufzusuchen, um die Bakterien auszuschwemmen, die möglicherweise in die Harnröhre gelangt sind.

Auch falsche Intimhygiene kann eine Blasenentzündung hervorrufen. Die durchschnittliche Vaginalflora einer Frau hat einen pH-Wert von vier bis viereinhalb. Die falsche Intimpflege, ob unter- oder übertriebene, kann diesen Wert durcheinander bringen. Ist er aus dem Gleichgewicht geraten, haben es auch Bakterien leichter, eine Blasenentzündung auszulösen.

Für Frauen, die sehr anfällig für Infektionen sind, ist es ratsam, auf feuchtes Toilettenpapier und bestimmte Slipeinlagen zu verzichten. Die enthaltenen Duft- und Konservierungsstoffe können ebenfalls den pH-Wert der Intimregion beeinflussen und so eine Blasenentzündung begünstigen. Besser sind atmungsaktive Einlagen und Unterwäsche aus Baumwolle, die luftdurchlässig sind und Feuchtigkeit abtransportieren. Beim Gang auf die Toilette sollte außerdem darauf geachtet werden, immer von vorne nach hinten zu wischen, besonders nach dem Stuhlgang.

Weitere Faktoren, die eine Blasenentzündung begünstigen sind:

  • Verhütungsmethoden mit Spermiziden: Kondome mit Spermiziden oder Diaphragmen können das Infektionsrisiko erhöhen, da sie die natürliche Schutzbarriere schwächt, die Keime abwehrt

  • Fehlfunktionen der Blase: Kann der Urin nicht wie gewohnt aus der Blase fließen, sammeln sich Bakterien in der Blase und entzünden sie.

  • Ein geschwächtes Immunsystem: Sind die Abwehrkräfte geschwächt, ist man für alle Infektionen anfälliger.

  • Unterkühlung der Blase: Setzt man sich auf kaltem Boden oder befindet sich lange in kalten Temperaturen, ist der Körper schlecht durchblutet und kann Infektionen nicht mehr so schnell abwehren.

  • Blasenkatheter: Durch den Fremdkörper, der in die Blase eingeführt wird, können auch Bakterien ihren Weg in die Blase finden.

  • Schwangerschaft: Durch das Hormon Progesteron, das in der Schwangerschaft produziert wird, weiten sich die Muskeln der Harnwege. Diese erleichtern es Bakterien, in den Harntrakt einzudringen

  • Wechseljahre: Auch während der Menopause ist der Hormonhaushalt einer Frau verändert. Die weibliche Hormon Östrogen nimmt ab, und somit ihr schützender Effekt auf die vaginale Flora vor Bakterien ebenso.


Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Pfannen, Töpfe, Schüsseln, Standmixer u.v.m.
Freude in der Küche - neu bei Lidl.de
Angebote bei Lidl.de
Shopping
Wohn-Trend 2018: individuelle Kunst für die Wand
die einzigartigen Motive bei JUNIQE entdecken
Wandbilder für Ihr Zuhause bei JUNIQE!
Shopping
Übergangs-Blousson im Ange- bot für 89,99 € statt 149,99 €
jetzt entdecken bei Babista.de
Blousson für 89,99 € statt 149,99 € bei BABISTA.de
Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • erdbeerlounge.de
  • kino.de
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018