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Bluthochdruck morgens nicht unterschätzen

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Bluthochdruck am Morgen nicht unterschätzen

28.08.2014, 10:40 Uhr | akh

Bluthochdruck morgens nicht unterschätzen. Kopfschmerzen nach dem Aufstehen können auf Bluthochdruck hinweisen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kopfschmerzen nach dem Aufstehen können auf Bluthochdruck hinweisen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach dem Aufstehen ist der Blutdruck bei den meisten Menschen am höchsten. Meist sinkt er schnell wieder auf das normale Level, aber trotzdem ist Vorsicht geboten. Denn wenn der Körper morgens auf Touren kommt, steigt auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen.

Morgenhochdruck ist gefährlich

Am Morgen muss der Körper in Schwung kommen. Das führt dazu, dass der Blutdruck steigt und auch der Spiegel an Stresshormonen in die Höhe klettert. Dadurch steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Schuld daran ist laut einer Untersuchung der Universität in Pennsylvania unsere innere Uhr: Verschiedene Gene sind verantwortlich für Verhalten, die Körpertemperatur und den Stoffwechsel. Das fördert einen hohen Blutdruck, der einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Daher ist das Risiko, an einer solchen Erkrankung zu sterben, morgens besonders groß.

Symptome ernst nehmen

Kopfschmerzen nach dem Aufwachen kennen viele. Kommen pochenden Schläfen, Brustschmerzen oder Schwindelgefühl dazu, können das Symptome für einen hohen Blutdruck sein. Wer bereits wegen Bluthochdruck (Hypertonie) behandelt wird, sollte seinen Arzt sofort über die morgendlichen Probleme aufklären. Möglicherweise wirken die Medikamente nicht mehr wie gewünscht und müssen umgestellt werden. Wer bisher noch nie über hohen Blutdruck geklagt hat, sollte lieber seinen Arzt aufsuchen, wenn es nach dem Aufwachen häufiger zu Beschwerden kommt.

Eine Hypertonie kommt schleichend

Das Tückische an der Krankheit ist, dass sie sich nur langsam bemerkbar macht. „Menschen mit hohem Blutdruck fühlen sich häufig sehr fit und leistungsfähig“, erklärt der Kardiologe Professor Bernhard Schwaab. Betroffene merken eine Hypertonie erst, wenn die Organe bereits geschädigt sind. In diesem Stadium lässt sich der Bluthochdruck allerdings fast nur noch mit Medikamenten behandeln. Durch die geschädigten Gefäßwände besteht außerdem ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Wer häufig unter Schwindelgefühlen oder Ohrensausen leidet oder bereits bei kleinen Belastungen in Atemnot gerät, sollte dringend seinen Blutdruck checken lassen.

Die Volkskrankheit Bluthochdruck

Ob jung oder alt, jeder kann an Bluthochdruck erkranken. Stress, Übergewicht und eine salzhaltige Ernährung zählen zu den größten Risikofaktoren. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Diabetiker und Menschen mit einer Fettstoffwechsel-Erkrankung sind stärker gefährdet, ebenso Frauen nach der Menopause, da es hier zu einer Hormonumstellung im Körper kommt. Man spricht ab einem Wert von 140 zu 90 mmHg von Bluthochdruck.

Therapie funktioniert auch ohne Medikamente

Das Gute: Wenn man frühzeitig reagiert, kann man die Erkrankung ganz ohne Medikamente bekämpfen. Abnehmen, regelmäßige Bewegung und eine Ernährungsumstellung bewirken Wunder. Achten Sie bei der Ernährung darauf, sich möglichst ausgewogen und fettarm zu ernähren. Besprechen Sie sich allerdings auf jeden Fall mit Ihrem Arzt. Nur dieser kann entscheiden, welche Behandlungsmethode die richtige für Sie ist. Um einem Herzinfarkt am Morgen vorzubeugen, sollten Sie auf einen ruhigen Schlaf achten und Stress in der Frühe vermeiden.

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