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Ein Fall für den Arzt  

Leistenbruch: Symptome, Diagnose und Behandlung

14.02.2017, 17:01 Uhr | kt (CF)

Leistenbruch: Symptome, Diagnose und Behandlung. Ein Ziehen in der Leistenregion kann auf eine Leistenhernie hindeuten. In dem Fall sind eine OP und Physiotherapie sind notwendig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/lumelabidas)

Ein Ziehen in der Leistenregion kann auf eine Leistenhernie hindeuten. In dem Fall sind eine OP und Physiotherapie sind notwendig. (Quelle: lumelabidas/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Sie eine Leistenhernie erlitten haben, sollten Sie die Leistenbruch-Symptome erkennen, um rechtzeitig reagieren zu können. In bestimmten Fällen müssen Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, um Folgeschäden zu vermeiden.

Leistenbruch-Symptome: Kleiner Bruch

Ein Leistenbruch entsteht dann, wenn ein starker Druck auf die Leistengegend ausgeübt wird. Der Druck führt dazu, dass das Gewebe reißt. Ein deutliches Anzeichen dafür, dass eine Leistenhernie vorliegt, ist ein Ziehen in der Leistengegend. Sie tritt oft bei Bewegungen auf und lässt bei Entspannung wieder nach.

Dieses Ziehen kann bei der Frau bis in die Schamlippen und beim Mann bis in den Hodensack reichen. Meistens treten diese Schmerzen bei den Tätigkeiten auf, die auch für die Verletzung verantwortlich waren. Beispiele dafür sind sehr starker Husten oder das Heben von schweren Gegenständen. Dabei wird der Druck kurzfristig zu sehr erhöht und das Gewebe gibt nach.

Diagnose des Leistenbruchs

Wenn Sie Ihrem Arzt die genauen Symptome erläutern, kann dieser anhand spezieller Fragen und durch Abtasten in der Regel schnell klären, ob es sich um einen Leistenbruch handelt. Abschließende Sicherheit kann eine Untersuchung mit Ultraschall oder MRT liefern, sollte es sich um einen kleinen Bruch handeln, der sich nicht ertasten lässt.

Vergrößerung der Leistenhernie

Wenn sich der Riss im Gewebe der Leiste vergrößert, erkennen Sie dies in der Regel daran, dass eine Art Beule in der entsprechenden Region entsteht. Dieses sogenannte Bruchgeschwulst können Sie gut erkennen und ertasten.

Ursache dafür ist ein Organ, das sich zum Teil durch den entstandenen Riss im Gewebe geschoben hat, üblicherweise der Darm. Meistens können Sie diese Beule wieder nach innen wegdrücken. Größere Schmerzen sind in diesem Stadium nicht die Regel, die Leistenbruch-Symptome sind zunächst die gleichen wie bei einem kleinen Bruch.

Leistenbruch: Durch den Riss kann sich ein Teil des Darms schieben. Sie spüren dann eine Beule an der Stelle und wissen, dass es eine Leistenhernie ist. (Quelle: imago)Leistenbruch: Durch den Riss kann sich ein Teil des Darms schieben. Sie spüren dann eine Beule an der Stelle und wissen, dass es eine Leistenhernie ist. (Quelle: imago)

Anzeichen für eine Inkarzeration: Starke Schmerzen

Gefährlich wird es, wenn der Teil des Darms, der sich durch den Riss des Leistengewebes geschoben hat, eingeklemmt wird. Dieser Vorgang wird Inkarzeration genannt. Wie die "Apotheken Umschau" betont, treten in diesem Fall heftige Schmerzen in der Leiste auf. Weitere Beschwerden können Fieber, Übelkeit und Erbrechen sein.

Wenn bei Ihnen diese Leistenbruch-Symptome auftreten, müssen Sie umgehend operiert werden, da es sonst zu schwerwiegenden Entzündungen der Bauchorgane kommen kann. Grundsätzlich sollte jeder Leistenbruch operiert werden, da er sich nicht von selbst wieder zurückbildet, sondern sich mit der Zeit sogar vergrößert.

Behandlung des Leistenbruchs

Eine Operation ist unumgänglich. Dabei kann der Leistenbruch entweder per Nahtverfahren oder mithilfe eines Kunststoffnetzes geflickt werden. Es gibt mehrere Operationsverfahren:

  • offene OP-Technik ohne Kunststoffnetz
  • offene OP-Technik mit Kunststoffnetz
  • minimal-invasive OP-Technik mit Kunststoffnetz

Welche Operation im Einzelfall am sinnvollsten ist, entscheidet Ihr Arzt. Er bezieht dabei Ihr Alter und die Art und Lage der Leistenhernie mit ein. Je nach OP-Technik kann die Genesung zwischen zwei Wochen und drei Monaten dauern. Immerhin können Sie das Krankenhaus entweder noch am Tag der OP oder meist spätestens einen Tag danach wieder verlassen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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