Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Arthrose an der Hand: Diese Therapien können helfen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gelenkverschleiß  

Das hilft bei Arthrose an der Hand

07.12.2016, 11:57 Uhr | kne

Arthrose an der Hand: Diese Therapien können helfen. Arthrose: Bei Arthrose an der Hand fällt jede Bewegung schwer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was steckt hinter einer Arthrose? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Arthrose ist eine der großen Volkskrankheiten in Deutschland. 60 Prozent aller Menschen über 65 Jahren leiden an dem Gelenkverschleiß. Doch auch viele Jüngere haben Beschwerden. Ist die Hand betroffen, kommt es zu starken Beeinträchtigungen im Alltag. Wir erklären, welche Therapien gegen Arthrose an der Hand helfen können.

Als Sofortmaßnahme ein Gel benutzen

Ob Backen, Putzen oder das Tragen von Einkaufstüten: Für die kleinste Tätigkeit im Alltag braucht man seine Hände. Fällt das Bewegen der Finger jedoch schwer und treten dabei Schmerzen auf, steckt meist Arthrose dahinter. Patienten klagen häufig über Schmerzen beim Greifen nach schweren Gegenständen oder bei Drehbewegungen. Bei plötzlich auftretenden Beschwerden kann schon ein Schmerzgel helfen. Es lindert den Schmerz und die Finger bleiben durch den Massageeffekt beim Einreiben beweglich.

So entsteht Arthrose

Weder bestimmte Berufe, die eine besondere Fingerfertigkeit verlangen, noch Hobbies wie Stricken oder Basteln lösen die Krankheit aus. Die Ursachen sind weitestgehend ungeklärt. Allgemein entsteht Arthrose häufig bei einer familiären Veranlagung oder durch die Abnutzung der Gelenke im Alter. Klagen Frauen in den Wechseljahren über Gelenkschmerzen in der Hand, sind diese meist auf hormonelle Auslöser zurückzuführen. Bei jüngeren Menschen können unter anderem eine Erbkrankheit oder Übergewicht die Krankheit auslösen. Oft wird die Arthrose an der Hand mit einer rheumatischen oder bakteriell bedingten Arthritis verwechselt. Bei einer Arthritis handelt es sich aber um eine entzündliche Erkrankung, die den Knorpel angreift oder sogar zerstört. Bei der Arthrose wird der Knorpel durch Knorpelverletzungen, Fehlstellungen oder Verletzungen der Gelenkflächen kontinuierlich abgebaut.

UMFRAGE
Welches Gelenk bereitet Ihnen Probleme?

Diese Übungen sind sinnvoll

Die Suche nach einer geeigneten Therapie richtet sich nach der Größe des Schmerzes. Eine Bewegungstherapie und Kräftigung der Fingergelenke ist in Phasen der Schmerzfreiheit dringend zu empfehlen. Geeignet sind zum Beispiel Kräftigungsübungen durch Drücken eines Softballes oder Bewegungsübungen im Wasser.

Die Teufelskrallenwurzel lindert Schmerzen

Befindet sich der Patient noch in der Frühphase der Handarthrose, kann es schon helfen, wenn Tätigkeiten im Beruf oder Haushalt umgestellt werden, die die Hand belasten. Eine weitere Möglichkeit ist die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie zum Beispiel Diclofenac oder Ibuprofen. Schmerzmittel sollten allerdings nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden, da sie gesundheitliche Risiken bergen. Magenerkrankungen, aber auch Leber- und Nierenschäden können mögliche Folgen einer regelmäßigen Einnahme sein. Entzündungshemmende Medikamente auf pflanzlicher Basis wie zum Beispiel Teufelskrallenwurzel sind ebenfalls einen Versuch wert. Diese beeinflussen unter anderem den Auf- und Abbau von Knorpelgewebe günstig. Laut dem Ratgeber-Magazin Apotheken-Umschau wirkt der Extrakt der Pflanze aber erst nach mehrwöchiger Einnahme. Auch hier sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Wärme ist wohltuend

Neben medikamentösen und operativen Behandlungen empfiehlt die Barmer GEK Krankenkasse auch eine Wärmetherapie. Dabei kommen warme Fangopackungen, Handbäder mit verschiedenen Zusätzen, Wickel oder Infrarot-Bestrahlung sowie Elektrotherapie zur Anwendung. Zwar ist die Wärme wohltuend, doch die Verdickung und Verkrümmung des betroffenen Gelenks bleibt der dauerhafte Zustand.

Injektionen können auch schaden

Eine Therapiemöglichkeit bei fortgeschrittener Handarthrose sind Injektionen in die Fingergelenke, zum Beispiel mit Kortison, Hyaluronsäure oder Orthokin. Das Ziel einer solchen Injektion ist, die Reibung im Fingergelenk herabzusetzen sowie entzündungshemmend zu wirken. Hyaluronsäurepräparate kosten zwischen 20 und 270 Euro pro Ampulle, drei bis fünf Injektionen sind meist nötig. Zwar wird durch die Injektionen eine kurzfristige Linderung erzielt, jedoch kann der angrenzende Knorpel wie auch die Gelenkhaut zusätzlich geschädigt werden. Außerdem greift beispielsweise Kortison auch in den Hormonhaushalt ein, was zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann.

Die geeignete Therapie auswählen

Außerdem gibt es diverse alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Magnetfeldtherapie, Kälteanwendungen oder die Biostimulation mit dem Softlaser. Diese Therapieverfahren gelten laut der Barmer GEK Krankenkasse zum Teil als wissenschaftlich nicht anerkannt, werden aber von Einzelpersonen durchaus als hilfreich empfunden. Jeder Patient sollte für sich individuell entscheiden, welche Therapie er austesten will und ob er bereit ist, die Kosten dafür zu tragen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen weder die Kosten für die Injektionen noch für die alternativen Behandlungen. Wer sich für eine Akupunktur entscheidet, muss damit rechnen, dass die gesetzliche Krankenkasse nur bis zu vier Indikationen bezahlt.

Schlägt keine Therapie an, kann auch eine Operation ein Ausweg sein. Bei den Fingerendgelenken bietet sich die Versteifung mit Drähten oder Schrauben an. Prothesen aus Silikon oder Pyrocarbon hingegen eignen sich bei einer Arthrose der Fingermittelgelenke.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Pluto for Planet 
Wird Pluto jetzt doch wieder Planet?

Seit 2006 gilt er nur noch als Zwergplanet. Video

Arztsuche 
Einen guten Arzt finden

Hier finden Sie Haus- und Fachärzte in Ihrer Nähe. Arztsuche


Shopping
Shopping
Das Samsung Galaxy S7 nur 1,- €*

im Tarif MagentaMobil M mit Top-Smartphone bei der Telekom. Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILBabistadouglas.deKlingel.de

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal