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Fünf Risikofaktoren für ein Glaukom

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Schleichender Sehverlust  

Bei diesen Risikofaktoren droht ein Glaukom

27.03.2015, 15:44 Uhr | akl

Fünf Risikofaktoren für ein Glaukom. Glaukom: Rund 800.000 Menschen sind an einem Glaukom erkrankt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Glaukom: Rund 800.000 Menschen sind an einem Glaukom erkrankt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Glaukom, auch bekannt unter dem Begriff "Grüner Star", entwickelt sich schleichend. Die Betroffenen merken nichts von dem drohenden Sehverlust. Werden die ersten Symptome wie Ausfälle im Gesichtsfeld registriert, hat der Sehnerv schon großen Schaden genommen. Fünf Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einem Glaukom zu erkranken.

Vorsicht bei niedrigem Blutdruck und Kurzsichtigkeit 

"Wenn direkte Verwandte wie Eltern oder Geschwister am Glaukom leiden, sollte man die Möglichkeiten der Früherkennung unbedingt nutzen", rät Professor Franz Grehn, Präsident der World Glaucoma Association und Direktor der Universitätsaugenklinik Würzburg. "Ebenso sind kurzsichtige Menschen und generell alle ab dem Alter von 40 Jahren einem erhöhten Risiko ausgesetzt, am Glaukom zu erkranken." Zu den weiteren Risikofaktoren zählen ein erhöhter Augeninnendruck, eine dünne Hornhaut des Auges sowie ein niedriger Blutdruck. Wer von einem oder mehreren dieser Faktoren betroffen ist, sollte regelmäßig den Sehnerv-Check in Anspruch nehmen, rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Man spürt nicht, wenn der Sehnerv stirbt

Der Name Glaukom bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen die Fasern des Sehnervs allmählich absterben. Das Tückische dabei ist, dass die Erkrankung in den meisten Fällen keine Symptome wie etwa Schmerzen verursacht. Zunächst betrifft der Sehverlust nur das äußere Gesichtsfeld. Die Sehschärfe hingegen bleibt intakt. Zudem gleicht das zweite Auge Ausfälle aus. Bis die Betroffenen bemerken, dass mit ihren Augen etwas nicht stimmt, ist schon ein großer Teil des Sehnervs zerstört. "Da die Beschwerden erst so spät bemerkt werden, beträgt die Dunkelziffer unerkannter Glaukome nach wie vor etwa 50 Prozent", gibt Grehn zu bedenken. 

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Regelmäßig zum Sehnerv-Check

In Deutschland leiden rund drei Millionen Menschen unter einem zu hohen Augeninnendruck, der das Risiko für ein Glaukom erhöht. Rund 800.000 Menschen sind an einem Glaukom erkrankt. "Ein Sehnerv-Check in der Augenarztpraxis ist die einzige Chance, die Krankheit schon in einem so frühen Stadium zu entdecken, in dem noch keine Beeinträchtigungen entstanden sind", betont Grehn. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Rund 20 Euro muss der Patient für die Untersuchung zahlen.

Ab dem 40. Lebensjahr sollte man einmal im Jahr zur Früherkennungsuntersuchung gehen. Dazu untersucht der Augenarzt mit seinem Spezialmikroskop, der Spaltlampe, den Sehnervenkopf, also die Stelle, an der der Sehnerv aus dem Auge austritt. Zusätzlich wird der Augeninnendruck gemessen. Die alleinige Messung des Augeninnendrucks reiche aber nicht aus, um ein Glaukom zu erkennen, unterstreicht Grehn. "Ist der Sehnerv intakt, der Augeninnendruck aber über der Normgrenze, spricht man nicht von Glaukom, sondern von okulärer Hypertension. Sie beinhaltet zwar ein erhöhtes Risiko der Glaukomentstehung, muss aber nicht in jedem Fall behandelt werden. Umgekehrt ist bei etwa 30 Prozent der Glaukomfälle der Sehnerv geschädigt, obwohl der Augeninnendruck nicht erhöht ist. Dann handelt es sich um ein Normaldruckglaukom." Diese Fälle würden bei einer alleinigen Augendruckmessung übersehen.

Nur wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, lässt sich mit Augentropfen, einer Laserbehandlung oder in schweren Fällen mit einer Operation ihr Fortschreiten aufhalten und das Augenlicht langfristig retten.

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