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Blasenentzündung: Auch Diabetes kann ein Grund sein

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Warnsignal  

Hinter Blasenentzündung kann auch Diabetes stecken

20.04.2015, 11:37 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Blasenentzündung: Auch Diabetes kann ein Grund sein. Wenn die  Blasenentzündung chronisch wird, kann das auf einen versteckten Diabetes hindeuten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn die Blasenentzündung chronisch wird, kann das auf einen versteckten Diabetes hindeuten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Allein das Wort "Blasenentzündung" sorgt bei vielen Frauen für eine Gänsehaut. Zu unangenehm ist der Gedanke an das schmerzhafte Brennen in der Intimregion und den ständigen Harndrang. Viele leiden immer wieder darunter. Wird die Blasenentzündung zum ständigen Begleiter, sollten Frauen aufmerksam werden. Denn eine chronische Erkrankung kann vielfältige Ursachen haben und sogar ein Warnzeichen für Diabetes sein.

In den meisten Fällen ist es das Darmbakterium Escherichia coli, das zu einer Blasenentzündung führt. Da bei Frauen Scheideneingang und After eng beieinander liegen und die Harnröhre mit etwa vier Zentimetern zudem sehr kurz ist, haben es Erreger und Pilze leicht, in die Blase einzudringen – besonders, wenn die natürliche Scheidenflora geschwächt ist.

String-Tangas und übertriebene Hygiene fördern Blasenentzündungen

Das Risiko einer Blasenentzündung steigt nicht nur nach dem Sex. Auch String-Tangas oder falsches Abputzen auf der Toilette können die Darmbakterien in die Harnwege transportieren. Unterwäsche aus synthetischen Materialien erhöht ebenfalls das Infektionsrisiko, da sie das Schwitzen und so auch die Vermehrung der Erreger fördert. Vorsicht geboten ist zudem bei der Intimhygiene. Ein Zuviel an Seifen, Lotionen und Sprays zerstört die natürliche Abwehr. 

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Warnzeichen für Diabetes mellitus

Doch es gibt noch weitere Auslöser. Wiederkehrende Blasenentzündungen können sogar auf Diabetes mellitus, also den Typ 2-Diabetes, hinweisen. "Besonders bei älteren Frauen, aber auch bei Männern, können Blasenentzündungen ein Warnsignal sein", weiß Prof. Monika Kellerer, Ärztliche Direktorin des Zentrums für Innere Medizin am Marienhospital Stuttgart und Mitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). "Kommt zusätzlich noch ein starkes Durstgefühl hinzu, sollte man aufmerksam werden."

Darum sind Diabetikerinnen öfter betroffen

Zudem ist es so, das Diabetikerinnen generell häufiger unter der Entzündung der Blase leiden. Laut der Diabetologin gibt es dafür drei Gründe. "Zum einen kann ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel zu einem erhöhten Glukosewert im Urin führen, der die Vermehrung der Bakterien begünstigt. Zum anderen schwächt ein schlecht eingestellter Diabetes das Immunsystem. Die Erreger können leichter eindringen und sich vermehren", erklärt sie.

Entleerungsstörungen in der Blase

Außerdem könne es aufgrund einer Nervenstörung in der Blase zu Entleerungsstörungen kommen. Die Betroffenen spüren dann den Druck der Blase nicht mehr richtig und gehen in Folge seltener auf Toilette. Auch haben sie Schwierigkeiten bei der vollständigen Entleerung. "Der verbliebene Restharn in der Blase bietet den Erregern ein ideales Milieu", weiß Kellerer.

Restharn steigert das Risiko einer Entzündung

Harnentleerungsstörungen spielen nicht nur in Verbindung mit Diabetes eine Rolle. Sie können auch durch eine Blasensenkung, eine Harnröhrenverengung oder durch Blasensteine hervorgerufen werden. Immer wenn Restharn zurückbleibt, steigt die Infektionsgefahr.

Verhütungsmittel und Medikamente können die Scheidenflora schwächen

Ein weiterer Auslöser für Blasenentzündungen sind Verhütungsmittel. So können etwa Schaumzäpfchen und spermientötende Salben, die in Kombination mit einem Diaphragma eingesetzt werden, die Scheidenflora schwächen.

Auch bestimmte Medikamente, etwa Kortison und Antibiotika, können, wenn sie über eine längere Zeit eingenommen werden, zu Entzündungen in der Blase führen.

Blasenentzündung durch Hormone

Selbst die Einnahme der Pille kann Blasenentzündungen fördern. Schuld sind die enthaltenen Hormone, die auf den Körper einwirken und das empfindliche Gleichgewicht der Scheidenflora stören können. Frauen, die immer wieder unter Blasenentzündungen leiden, sollten in die Packungsbeilage schauen.

Harnwegsinfektionen und Blasenentzündungen sind bei vielen Präparaten als Nebenwirkungen angegeben. Ist das der Fall, kann man versuchen, ob ein Wechsel der Pille Abhilfe schafft. Auch in den Wechseljahren klagen viele Frauen vermehrt über Blasenentzündungen, da sich der Hormonhaushalt des Körpers umstellt. Durch den Östrogenmangel wird die Schleimhaut bei vielen empfindlicher.

Der Krankheit vorbeugen

Wer unter wiederkehrenden Blasenentzündungen leidet, sollte sich einem gründlichen Check unterziehen. Nur wenn der Auslöser der Beschwerden bekannt ist, kann eine geeignete Therapie erfolgen. Die beste Vorbeugemaßnahme ist eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr. So werden Blase und Harnröhre gespült und Erreger aus dem Körper befördert.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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