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Was hilft bei Fersensporn? Methoden der Behandlung und Therapie

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Schmerzende Füße  

Fersensporn behandeln: Was wirklich gegen die Schmerzen hilft

04.08.2017, 11:27 Uhr | Andreas Heimann, dpa-tmn

Was hilft bei Fersensporn? Methoden der Behandlung und Therapie. Ein Fersensporn kann höllisch wehtun. (Quelle: dpa/tmn)

Von außen ist nichts zu sehen, aber ein Fersensporn kann höllisch wehtun. (Quelle: dpa/tmn)

Um die Schmerzen zu lindern, die ein Fersensporn verursacht, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Oberstes Ziel soll dabei eine Druckentlastung des betroffenen Bereichs sein. Welche Methoden es zur Behandlung des Fersensporns gibt und wann eine Operation notwendig wird, erfahren Sie hier.

Man muss sich den Fersensporn wie einen zusätzlichen kleinen Knochen vorstellen, der sich am Fuß nachträglich gebildet hat, sagt Renée Fuhrmann, Orthopädin und Chefärztin der Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie am Krankenhaus Campus Bad Neustadt. Die Verknöcherung selbst kommt häufig vor und macht keine Probleme. Nur im Fall einer Plantarfasziitis, einer Entzündung der Plantarsehne an der Fußsohle, kann es ziemlich übel werden, sodass eine Behandlung nötig wird. 

Akute und kurzfristige Behandlung des Fersensporns

Um akute Fersenschmerzen zu lindern, sollte der Fuß vorerst gekühlt und entlastet werden. Demnach sollten Sport und lange Fußmärsche zunächst vermieden und die Füße hochgelegt werden. Wem es aber nicht möglich ist, den Füßen eine Ruhepause zu gönnen, kann unter anderem zu folgenden Akut-Maßnahmen greifen:

  • gepolsterte Fersenkissen und -einlagen, die den Druck und die Schmerzen verringern

  • Schmerzmittel, z. B. entzündungshemmende Medikamente oder Salben (nach Beratung vom Apotheker oder Arzt)

Neben Schmerzmitteln kann der Arzt auch eine Injektions- oder Kältetherapie durchführen. Bei der Injektionstherapie werden örtliche Betäubungsmittel um die Ferse herum gespritzt; die Kältetherapie sorgt durch kalte Substanzen für eine Kühlung am Fersensporn, welche die Schmerzen mindern sollen.

Physiotherapie gegen plantaren Fersenschmerz

Darüber hinaus kann der Arzt auch eine Physiotherapie verordnen, die mithilfe von Übungen die Sehnen dehnen und stärken. Das Beste ist eine Dehnungsbehandlung der Wadenmuskulatur durch einen Physiotherapeuten. Dabei werden die Wadenmuskeln trainiert. Die Dehnübungen bringen in der Regel schon kurzfristig eine Besserung. Bis die Patienten beschwerdefrei sind, müssen sie aber über mehrere Monate ausgeführt werden. Viele Orthopäden stellen dafür kein Rezept aus, daher kann eine Alternative sein, sich auf eigene Kosten vom Physiotherapeuten zeigen zu lassen, welche Übungen sinnvoll sind.

Welche Übungen Sie von zu Hause aus durchführen können, erfahren Sie hier.

Weitere Maßnahmen: Stoßwellen- oder Strahlentherapie

Bei einer Stoßwellentherapie werden kräftige Druckwellen auf die betroffene Stelle übertragen. Damit die Behandlung sich lohnt, sollte man mehrere Sitzungen in Anspruch nehmen. Diese werden allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen, da die Wirksamkeit der Methode noch nicht ausreichend untersucht und belegt worden ist.

Eine weitere Möglichkeit, um Fersensporn zu behandeln, stellt die Strahlentherapie dar – auch hier sind mehrere Sitzungen nötig. Diese Bestrahlungs-Methode wird häufig eingesetzt, wenn der Fersenschmerz nach oben genannten Methoden nicht verschwindet, man aber eine Operation vermeiden will.

Eine Operation bei Fersensporn nur sehr selten

Bei der Operation löst man die Sehnen vom Fersenbein ab, die zur Entspannung der Sehnen führen soll. Die Operation verspricht jedoch nicht immer Erfolg und kann Risiken wie Schäden an den Nerven und Blutgefäßen sowie Narbenbildungen mit sich bringen. Daher wird bei plantaren Fersenschmerzen nur in den seltensten Fällen zu einer Operation geraten.

Hausmittel zur Behandlung von Fersensporn

Als eine Alternative zu Kortison, zum Beispiel bei einer Unverträglichkeit, soll Murmeltierfett gegen Fersenschmerzen helfen. Dem Fett des Nagetiers wird nachgesagt, gute Auswirkungen auf Gelenke und Muskeln zu haben. Vor allem im Alpenland wird es schon lange als ein bewährtes Hausmittel gegen Gelenk und Muskelbeschwerden eingesetzt.

Wie Fersensporn entsteht und wie man ihn vorbeugen kann

Fersensporn entsteht durch eine übermäßige Belastung der Füße, wodurch Kalkeinlagerungen an den Sehnen entstehen. Entzündet sich diese Stelle, spricht man von einer Plantarfasziitis.

Bei Frauen kommt der Fersensporn häufiger vor als bei Männern. Grund dafür sind vor allem hohe Absätze, welche die Verkürzung der Wadenmuskulatur befördern und somit auch die Gefahr einer Plantarfasziitis erhöhen. Weitere Risikogruppen sind Patienten mit Rheuma, Menschen mit Fußfehlstellungen wie Senk- oder Plattfüßen und Übergewichtige.

Dementsprechend ist Gewichtsreduktion eine der Möglichkeiten, den Fuß zu entlasten und so einen Fersensporn vorzubeugen. Ebenfalls ist es ratsam, sich gut sitzendes und bequemes Schuhwerk zuzulegen, welches den Fuß entlastet.

Sportler – insbesondere Läufer – sollten darauf achten, dass die Sportschuhe den Fuß gut stützen und den Tritt dämpfen. Beim ersten Verdacht auf eine Fußfehlstellung sollten Sie möglichst rasch einen Arzt konsultieren, der Ihnen entsprechende Einlagen verschreibt.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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