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Herzstillstand: Diese drei Schritte retten Leben

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Der größte Fehler ist Nichtstun  

Herzstillstand: Drei einfache Schritte retten Leben

22.09.2015, 18:37 Uhr
Herzstillstand: Diese drei Schritte retten Leben. Erste Hilfe bei einem Herzstillstand (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herzstillstand: Eine Herzdruckmassage kann im Notfall Leben retten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Mensch wird bewusstlos oder bricht plötzlich zusammen: Jedes Jahr sterben rund 60.000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod. Ein großer Teil von ihnen könnte gerettet werden. Doch aus Angst, etwas falsch zu machen, zögern viele oder tun gar nichts. Dabei ist das der größte Fehler.

Nur etwa jeder dritte Zeuge eines Herzkreislaufstillstandes führt laut der Deutschen Herzstiftung eine Herzdruckmassage durch. "Eine Sofortmaßnahme, ohne die der Betroffene kaum Überlebenschancen hat“, betont der Notfallmediziner und Kardiologe Professor Dietrich Andresen vom Vorstand der Herzstiftung. Zum Vergleich: In den Niederlanden werden Betroffene in 65 Prozent der Fälle von Laien reanimiert, in Norwegen sogar 73 Prozent.

Erster Schritt: Den Notruf wählen

Vor allem die Angst, etwas falsch zu machen, hindert Menschen am Helfen. Dabei können laut der Deutschen Herzstiftung drei einfache Schritte Leben retten. Wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht, sollte man zunächst prüfen, ob der Betroffene tatsächlich bewusstlos ist. Dazu fasst man den Patienten an den Schultern, schüttelt ihn und spricht ihn an. Reagiert der Betroffene nicht, ruft man sofort den Rettungsdienst oder bittet andere Zeugen, dies zu tun.

Zweiter Schritt: Atmung prüfen

Als nächstes überprüfen Sie, ob der Zusammengebrochene noch atmet. Dazu überstrecken Sie den Kopf des Betroffenen und halten Ihr Ohr an dessen Mund. Achtung: Schnappen und Röcheln gelten nicht als normale Atmung. Atmet die Person nicht oder nicht normal, sollten Sie sofort mit der Wiederbelebung beginnen. Es ist nicht nötig, noch zusätzlich den Puls zu überprüfen.

Dritter Schritt: Herzdruckmassage beginnen

Nur eine Herzdruckmassage kann dafür sorgen, dass die lebenswichtige Versorgung des Körpers, insbesondere des Gehirns, mit Sauerstoff gewährleistet wird. Wichtig dabei: Diese Maßnahme muss so lange fortgesetzt werden, bis der Notarzt mit dem Defibrillator eintrifft. Übrigens: Die lebensrettenden Geräte sind inzwischen auch an vielen öffentlichen Plätzen vorhanden. Da sich die Defibrillatoren selbst erklären, sobald sie gestartet werden, kann jeder Laie sie bedienen.

Und so funktioniert die Druckmassage: Knien Sie sich seitlich neben die Person und legen Sie bei durchgestreckten Armen beide Handballen übereinander auf die Mitte des Brustbeins. Dann drücken Sie den Brustkorb schnell - mindestens 100-Mal pro Minute - und kräftig nach unten. Sind weitere Helfer vor Ort, können sie sich damit abwechseln. Keinesfalls sollte die Massage länger unterbrochen werden. Eine Mund-zu-Mund-Beatmung, wie sie früher empfohlen wurde, ist in den ersten Minuten nicht zwingend nötig. Zumal durch die Beatmung die lebenswichtige Druckmassage unterbrochen wird.

Keine Angst vor Rippenbrüchen

Häufige Ängste, zum Beispiel man könnte durch Rippenbrüche den Patienten lebensgefährlich verletzen, sind unbegründet. "Eine oder mehrere gebrochene Rippen sind in dieser Notfallsituation das kleinere Problem", sagt Andresen. Auch wenn kein Herzstillstand vorliegt und der Betroffene 'nur' bewusstlos ist, kann eine Herzdruckmassage laut Andresen keinen Schaden anrichten.

Wer sich unsicher ist, wie die Herzdruckmassage funktioniert, kann die Handgriffe in einem Erste-Hilfe-Kurs lernen. Eine Anleitung bietet auch das kostenfreie Herznotfall-Set der Deutschen Herzstiftung, in dem genau erklärt wird, was im Ernstfall zu tun ist.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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