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Augenherpes kann zum Erblinden führen

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Viren zerstören Hornhaut  

Augenherpes kann zum Erblinden führen

20.07.2017, 08:51 Uhr | jb, dpa-tmn

Augenherpes kann zum Erblinden führen. Rote Augen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/vchal)

Rote Augen können auf eine Infektion hinweisen. (Quelle: vchal/Thinkstock by Getty-Images)

Rote, juckende Augen, kleine Bläschen am Augenlid oder verklebte Wimpern am Morgen können erste Anzeichen von Augenherpes sein. Wie Sie Augenherpes erkennen, was Sie dagegen tun und ob Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Es passiert meist schon im Säuglingsalter: Beim Gutenachtkuss übertragen Eltern Herpesviren auf das Baby. Das kann nicht nur auf der Lippe passieren, sondern auch am Auge – wo es unter Umständen richtig gefährlich wird.

Zunächst verläuft die Infektion oft unbemerkt. Die Viren verbergen sich nach der Übertragung häufig im Gehirn und schlagen später erneut zu. „Kehren die Herpes-Simplex-Viren (HSV) ins Auge zurück, können sie die Hornhaut binnen kurzer Zeit zerstören“, erklärt Prof. Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg.

Was sind die Symptome?

Das Problem: Die erste Infektion mit Herpes am Auge ist schwer zu erkennen. „Ein typisches Zeichen sind Bläschen am Lidrand“, erklärt Reinhard. Beobachten Eltern so etwas bei ihren Kindern, müssen sie sofort zum Augenarzt gehen. Denn nur wenn die Erstinfektion schnell und richtig behandelt wird, ist ein vollständiges Abheilen möglich und Folgeschäden werden vermieden.

Aber auch andere Anzeichen können auf eine Infektion mit dem Herpesvirus hindeuten. Weitere Symptome von Augenherpes sind:

  • Rötung der Augen,
  • Brennen und Jucken der Augen,
  • Übermäßige Absonderung von Flüssigkeit aus dem Auge,
  • Fremdkörpergefühl im Auge,
  • Verklebte Augen am Morgen (oder das Gefühl von verklebten Augen).

Treten diese Symptome auf, sollten Sie umgehend einen Facharzt aufsuchen und sich untersuchen lassen.

Wie gefährlich ist Augenherpes?

Augenherpes breitet sich nicht nur auf dem Augenlid aus. Häufig greift es auch die Hornhaut, die Bindehaut oder die Aderhaut an.

Auf dem Augenlid macht sich der HSV durch kleine Bläschen, ähnlich wie bei Lippenherpes, bemerkbar. Diese Form des Augenherpes ist, wenn sie schnell und intensiv behandelt wird, nicht weiter gefährlich.

Haben die Herpesviren die Bindehaut befallen, so tritt die Infektion als Bindehautentzündung auf. Diese Form der Herpeserkrankung tritt jedoch relativ selten auf und heilt schnell wieder ab.

Am Verbreitetsten ist die Augenhornhautentzündung durch Herpes-Simplex-Viren. Sie kann jedoch relativ unkompliziert behandelt werden. Wird die Infektion allerdings ignoriert, so kann es zu starken Vernarbungen an der Hornhaut kommen. Eine Trübung der Diese führen zur Trübung der Linse und somit zu einer starken Beeinträchtigung der Sehkraft.

Gefährlich ist die Infektion der Aderhaut. Diese liegt zwischen der Netzhaut und dem Augapfel und versorgt die Netzhaut mit Nährstoffen. Ein Befall der Aderhaut mit Herpesviren kann zum Erblinden führen.

So können Sie Augenherpes behandeln

Häufig ist nur ein Auge von der Infektion betroffen. In einigen Fällen sind jedoch auch beide Augen mit dem Virus infiziert. Achten Sie daher auf ausreichend Hygiene und vermeiden Sie es, das infizierte Auge zu berühren. Wenn doch, waschen Sie sich anschließend ausreichend die Hände, um eine Verbreitung der Infektion zu vermeiden. Auch sollten Sie während der Infektion auf Kontaktlinsen und Augenkosmetik verzichten.

Mit antiviralen Tabletten oder Salbe können Sie teilweise verhindern, dass eine Infektion ausbricht, die später zurückkehrt. Wichtig ist auch, die Behandlung nicht vorzeitig zu beenden, da die Viren sonst gegebenenfalls tiefere Schichten in der Hornhaut befallen können.

Chancen auf Heilung?

Die Herpes-Simplex-Viren lassen sich häufig nur schwer bekämpfen. So erleiden etwa die Hälfte der an Augenherpes Erkrankten weitere Rückfälle, die entsprechend behandelt werden müssen.

So können Sie sich schützen

Eine Ansteckung mit dem Herpesvirus lässt sich leider kaum vermeiden. Die Viren können sowohl durch Tröpfchen als auch die Schmierinfektion übertragen werden. Teilweise ist sogar eine Infektion über die Atemluft möglich.

Die Infektion bricht allerdings nicht sofort aus. Ist das Immunsystem geschwächt oder erfährt Ihr Körper eine starke, hormonelle Veränderung, kann es zum Ausbruch der Viren kommen. Auch starke Sonnenbestrahlung kann den Ausbruch der Infektion begünstigen.

Achten Sie darüber hinaus auf ausreichend Hygiene bei Ihren Kontaktlinsen sowie Kosmetikprodukten. Hier können sich ebenfalls schädliche Viren sammeln.

Wo sich die größten Keimfallen im Büro verstecken, lesen Sie hier.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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