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Blumenerde: Die richtige Erde für Garten und Balkon finden

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Expertentipps  

Die richtige Blumenerde für Ihre Pflanzen

03.08.2017, 10:44 Uhr | sj, t-online.de, dpa-tmn

Blumenerde: Die richtige Erde für Garten und Balkon finden. Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/AlexRaths)

Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: AlexRaths/Thinkstock by Getty-Images)

Für eine pralle Blütenpracht auf Terrasse und Balkon ist die richtige Blumenerde wichtig. Doch die Auswahl in Baumärkten und Gartencentern ist riesig. Wie erkennt man gute Pflanzerde und für welche Pflanzen ist Spezialerde sinnvoll? Mit unseren Tipps finden Sie die richtige Blumenerde für Ihre Pflanzen.

Muss ich Topferde jedes Jahr tauschen?

Pflanzen holen alles aus der Topferde heraus. Nach einer Saison ist sie daher ausgelaugt und sollte vor der Neubepflanzung der Gefäße ausgetauscht werden. "Sie enthält nicht selten Krankheitserreger wie Pilzsporen oder Schädlinge, die sich im Vorjahr in der Erde eingenistet haben und sich bei Mehrfachnutzung auf die neuen Pflanzen übertragen", ergänzt Renate Behrmann, die auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin für viele Ausstellungen zuständig ist.

Grundsätzlich lässt sich die alte Erde zwar auch mit Dünger wieder aufpäppeln. Doch die Expertin betont, dass man dies nur tun sollte, wenn man sichergehen kann, dass das Substrat eben keinen Schimmel oder Krankheitserreger enthält. "Alte Erde kann aber sonst in den Garten kommen und schadet nicht als Auffüllung in manchen Bereichen."

Die Erde um Pflanzen, die über mehrere Jahre in einem Topf wachsen, muss jedoch nicht jedes Jahr erneuert werden. "Vielleicht nach circa zwei bis drei Jahren", rät Behrmann.

Gute Blumenerde kaufen

Eine gute Erde hat einen möglichst hohen Humusgehalt. Der sorgt dafür, dass die Nährstoffe gespeichert werden und die Erde gut belüftet ist. Viele Standard-Erden enthalten sehr viel Torf und Rinde, manchmal haben sie auch einen hohen Salzgehalt. Das beeinträchtigt das Wachstum der Pflanze und macht sie anfälliger für Krankheiten. Gute Erde zeichnet sich dadurch aus, dass sie locker in der Hand zerfällt, während minderwertige beim Gießen schlammig wird. Das führt dazu, dass sich beim Trocknen eine feste Kruste an der Oberfläche bildet.

Naturschützer raten von Torf-Erde ab

Umweltschutzverbände raten von der Verwendung von Torferde ab. Unter anderem appelliert der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) an die Verbraucher, nur als "torffrei" deklarierte Blumenerde zu kaufen. Denn bei der Gewinnung von Torf werden Moore ausgebaggert und zerstört. Moore sind aber Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und binden zudem große Mengen klimaschädliches Koh­len­dioxid.

Orientierung finden Verbraucher bei den Naturschutzverbänden: Der BUND gibt regelmäßig einen "torffreien Einkaufsführer" heraus und auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gibt Empfehlungen.

Spezial-Blumenerde ist meist überflüssig

Die meisten Hobbygärtner kommen mit Universalerde aus. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)Die meisten Hobbygärtner kommen mit Universalerde aus. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)

Aussaaterde, Pflanzerde oder Rosensubstrat – welche Erde braucht man wofür? Wer hier und da einen Kübel oder Topf bepflanzt, kommt mit Universalerde aus. Es müsse keine Spezialerde sein, meint  auch Thomas Wagner vom Bundesverband deutscher Gartenfreunde. "Ich kann mir nicht vorstellen, was bei einer Rosenerde anders sein soll. Wichtig ist, dass die Erde Stickstoff und Phosphor enthält, das ist aber auch bei herkömmlicher Blumenerde zu erwarten."

Allerdings gibt es einige Pflanzen, bei denen Spezialerde eingesetzt werden kann. Rhododendren und Moorbeetpflanzen benötigen beispielsweise sauren Boden mit einem niedrigen pH-Wert. Orchideen gedeihen in normaler Erde gar nicht. Sie brauchen einen hohen Rindenanteil. Wer insbesondere nicht einheimische Pflanze verwenden möchte, sollte sich beim Einkauf der Erde vom Fachmann beraten zu lassen.

Blumenerde selber herstellen

Statt Fertigerde zu kaufen, kann man seine Blumenerde auch selbst herstellen: Man nimmt gesiebten Kompost, der älter als ein Jahr ist, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Dazu kommen Kokosfasern, kaufbar als getrocknete Blockware. Sie quellen in Wasser auf. Die Fasern verrotten nur langsam, sind strukturstabil, speichern Wasser gut und fördern die Durchlüftung der Erde. Für Pflanzen, die wenig Nährstoffe brauchen und Kalk nicht vertragen, wird ein Teil Kompost mit vier Teilen Fasern vermischt. Nährstoffbedürftige Pflanzen bekommen eine 1:1-Mischung, vermengt mit einer Stickstoffgabe von ein bis drei Gramm Horndünger pro Liter.

Stickstoff wird im Zersetzungsprozess einiger Bestandteile des Substrats gebunden. Daher muss man nach etwa vier bis sechs Wochen nachdüngen. Einen Langzeitdünger ersetzt er nach drei Monaten.

Wie unterscheiden sich die Blumenerden?

Wie sich die einzelnen Erden unterscheiden, ist auf den ersten Blick oft nicht leicht zu erkennen. Anzuchterde beispielsweise ist meist sehr fein und stabil, hat aber einen geringen Nährstoff- und Salzgehalt. Der niedrige Düngeranteil soll die Samen zur Wurzelbildung anregen. Kübelpflanzenerde hat hingegen einen höheren Nährstoffgehalt und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie besonders strukturstabil ist. Die Pflanzen können sich besser daran festhalten, wenn sie Wind und Wetter trotzen müssen.

Wie viel Blumenerde braucht man?

Um nicht zu viel oder zu wenig Erde einzukaufen, sollte man vor dem Gang zum Gartencenter kurz überschlagen, wie viel Erde man benötigt. Für einen 40 Zentimeter langen Balkonkasten werden etwa 12 Liter Erde benötigt. Entsprechend kann man bei einem ein Meter langen Kasten mit etwa 30 Litern rechnen. Bei einem Blumenkübel mit 46 Zentimetern Durchmesser kann man etwa 40 Liter Erde einplanen.

Dünger ist wichtiger als die spezielle Blumenerde

Mit dem Pflanzen ist es allerdings nicht getan. Damit die zarten Gewächse gut gedeihen, brauchen sie hin und wieder ein paar Extra-Nährstoffe. Die meisten Blumenerden sind bereits mit Düngemitteln versetzt. Spätestens nach ein paar Wochen sollte man allerdings wieder etwas Dünger zugeben. Allerdings ist beim Düngen Vorsicht geboten. Zu viel des Guten lässt die Pflanzen "verbrennen". Diese Fehler sollten Sie beim Düngen vermeiden.

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