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Gartenkalender August: Tipps für richtiges Gießen und Vermehren

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Diese Gartenarbeit steht an  

Richtig gießen und vermehren im August

01.08.2016, 09:42 Uhr | sk, dpa-tmn

Gartenkalender August: Tipps für richtiges Gießen und Vermehren. Nahaufnahme Blumen (Quelle: Purestock)

Im August blühen viele Blüten noch einmal mit voller Kraft auf. (Symbolbild) (Quelle: Purestock)

Im sonnigen und heißen August werden ganz besondere Anforderungen an Gartenbesitzer. Jetzt kommt es bei der Gartenarbeit darauf an, genau auf die aktuellen Wetterbedingungen zu achten und sich entsprechend danach zu richten. Doch einen Vorteil hat die Hitze: Auch das Unkraut macht schlapp und lässt sich jetzt leicht beseitigen. Mit unseren Tipps zum Gießen und Vermehren sind Sie fit für einen tollen Spätsommergarten!

Generell gilt: Statt zu viel zu gießen sollte nun lieber einmal die Woche richtig gewässert werden. Das rät Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin. "Nur wenn die Pflanzen schlapp machen, sollte öfters gründlich gegossen werden. Am besten dann spät abends oder früh morgens." Und nach Gewitterregen wird am besten noch einmal nachgelegt – denn der Schauer nässt oftmals nur die Erdoberfläche. Damit Schnecken sich im Gemüsebeet gar nicht erst wohlfühlen, sollte man hauptsächlich früh morgens gießen, dann sind die Beete bei den nächtlichen Streifzügen für die Schnecken nicht so attraktiv.

Das Unkraut macht jetzt schlapp

Die Sommerhitze setzt vielen Pflanzen zu, auch dem Unkraut. Diese Schwäche sollte der Hobbygärtner ausnutzen: Der August eignet sich besonders gut zum Unkrautvernichten. Die Pflanzen haben weniger Wasser zur Verfügung, und ihre Blüte raubt ihnen Kraft. Gerade die Plagegeister unter den Unkräutern wie den mehrjährigen Ackerwinde und Giersch sollten Hobbygärtner nun mindestens regelmäßig abreißen, rät Van Groeningen. Noch besser sei es, ihn ganz auszugraben und zu vernichten.

Freie Flächen jetzt düngen

Im letzten richtigen Sommermonat des Jahres stehen schon die ersten Vorbereitungen für das nächste Gartenjahr an. Die abgeernteten Flächen sollten gedüngt werden. Damit das Beet nicht brach liegt, können auch düngende Pflanzen gesetzt werden. Klee sammle Stickstoff in seinen Wurzeln, erläutert Van Groeningen. Die Pflanzen werden nach drei bis vier Wochen geschnitten, der Boden wird umgegraben, um die Wurzeln einzubringen. Auch die Phacelia mit hübschen blauen Blüten und für schwere Böden der Winterroggen führen wertvolle Nährstoffe zu.

Dünger für Blumen

Auch das Staudenbeet wird Anfang bis Mitte des Monats ein letztes Mal gedüngt. "Besonders wenn die Pflanzen müde sind", sagt Isabelle Van Groeningen. Es eignet sich ein Blatt- oder Flüssigdünger. Später sollten die Stauden aber keine Nährstoffgaben mehr erhalten, sonst wachsen sie noch stark weiter, und die frischen Triebe sind nicht winterhart. Damit Gehölze wie Rosen sich entsprechend abhärten, eignet sich ein Kalium-Spezialdünger, den es von verschiedenen Anbietern unter dem Namen Patentkali im Handel gibt. Welche Fehler Sie beim Düngen vermeiden sollten, erfahren Sie hier.

Rasen auch im August mähen

Weiterhin sollten Hobbygärtner den Rasen mähen. "Selbst wenn ich das Gefühl habe, er wächst eigentlich nicht", sagt Van Groeningen. Regelmäßiges Mähen fördert das dichte Wachstum der Halme. "Und natürlich sieht der Rasen einfach immer ordentlich aus." Allerdings sollte man an heißen Tagen die Fläche nicht zu kurz schoren, denn sonst verdorren die Halme leichter. Außerdem ist es gut, die geschnittenen Schnipsel auf der Fläche als Mulch liegen zu lassen. Die Schicht verhindert das Verdunsten von zu viel Feuchtigkeit.

Vermehren und ernten – Vorrat für die nächste Saison

Koniferen und andere Gehölze können nun mit Risslingen vermehrt werden. Dabei handele es sich um Triebe von diesem Jahr, die einfach abgerissen werden und noch einen kleinen Ansatz vom Hauptstamm haben, erläutert die Gartenexpertin Van Groeningen. Sie werden in einer geschützten Ecke mit grobem Sand aufgelockert in die Erde gesteckt und am besten bis zum kommenden Frühjahr, bis sie durchgewurzelt sind, unter einer Folie gehalten. So seien die Triebe auch vor der Winterkälte geschützt.

Auch Erdbeeren werden nun vermehrt: Die Ausläufer der Pflanzen bilden Ausläuferwurzeln, so dass sie jetzt von den Mutterpflanzen abgetrennt werden müssen. Von Wildstauden lohnt es sich, die reifen Samen zu ernten und für die Aussaat im kommenden Frühjahr in Papiertüten geordnet zu lagern. Sie können aber auch eigenes Saatgut aus den Früchten ernten. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Damit die Vögel nicht schon im Sommer alle Kerne der reifenden Sonnenblumen klauen können, sollte man rechtzeitig die Blüten in engmaschige Netze einpacken. Generell können jetzt Kräuter für den Winter geschnitten und getrocknet werden, so haben Sie auch in der kalten Jahreszeit noch einen aromatischen Gewürzvorrat aus dem eigenen Garten. Neben Tomaten, Bohnen und Zucchini sollten auch Gurken regelmäßig durchgepflückt werden. Wie bei allen Fruchtgemüsen fördert dies die Blütenbildung und einen ständig neuen Fruchtansatz. Bei einer reichen Ernte bleibt sogar genug, um noch für den Wintervorrat einzukochen.

Die wunderschönen blauen Blüten von Artischocken sind sehenswert und es lohnt sich, einige als optisches Highlight Ihres Gartens aufblühen zu lassen. Für den Verzehr müssen die Blüten aber rechtzeitig abgeschnitten werden. Zum Kochen eignen sich nur die jungen Blütenböden und die inneren Hüllblätter, die äußeren sind zäh und unverzehrbar.

Achtung im Gemüsegarten – besondere Pflege für Tomaten

Im August werden Feldsalat, Spinat und winterharte Zwiebeln ausgesät. Flächen, die nach der Ernte von Salaten, Kohlrabi und ähnlichem wieder frei werden, bieten sich jetzt noch für Kurzzeitkulturen an, also zum Beispiel Radieschen oder Kopfsalat. Bei Tomatenpflanzen tritt häufig die sogenannte Braunfäule auf. Vorbeugend sollten bodennahe Blätter entfernt werden, erkrankte sind sofort zu entfernen. Beim Gießen ist Spritzwasser zu vermeiden. Ebenso vermindert das Mulchen des Bodens den Sporenflug.

Mit dem richtigen Schnitt die Form erhalten

Hain- und Rotbuchen sollten jetzt geschnitten werden. "Dann behalten sie ihre rotbraunen Blätter über den Winter", erläutert Van Groeningen. Buchshecken und andere Formgehölze, die im Frühsommer bereits gestutzt wurden, sollten nun zudem nachgeschnitten werden. Das empfiehlt sich besonders an milderen Tagen und nicht in der herunterknallenden Sonne. Allerdings sollte man beachten, dass die Pflanzen jetzt im Sommer kaum mehr wachsen und deshalb die jetzt geschnittene Form und Größe bis zum kommenden Frühjahr behalten. Um unschöne Kahlstellen zu vermeiden, darf deswegen auch nicht in ins alte Holz geschnitten werden!

Wichtig im Spätsommermonat August ist auch das Zurückschneiden von Gehölzkräutern wie Thymian, Salbei oder Lavendel. Sie können nach ihrer Blüte zurückgeschnitten werden, damit sie schön in Form bleiben, statt auseinanderzufallen. Auch der Blauregen braucht nun einen Sommerschnitt. Er hat riesige Triebe entwickelt, die nach der Blüte bis auf fünf oder sechs Augen gestutzt werden. Sonst werde er zu groß, erläutert Van Groeningen.

Bei Pfirsich, Aprikose und Beerensträuchern werden Auslichtungs- und Pflegeschnitt direkt nach der Ernte ausgeführt. Achten Sie bei der Obsternte besonders auf die Blütenknospen, die bereits für das nächste Jahr ausgebildet sind, sie dürfen nicht beschädigt werden.

Für gesunde Rosen sorgt ebenfalls ein gezielter Sommerschnitt, denn dadurch kann insbesondere Rost, Mehltau und anderen Pilzkrankheiten vorgebeugt werden. Vor allem welke Blüten und bereits befallene Pflanzenteile sollten immer wieder ausgeputzt werden.

Wie Sie den Gartenteich richtig pflegen

Wer an seinem Gartenteich auch in den heißen Sommermonaten seine Freude haben möchte, sollte auf sorgfältige Pflege achten. Wenn im August nur wenig Regen fällt und Hitze an der Tagesordnung ist, kann es passieren, dass der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt und der Nährstoffgehalt zunimmt. In der Folge wird der Teich trübe und "kippt um". Ein Kescher, mit dem Sie Fadenalgen und welke Blätter abfischen, kann die Wirkung Ihres Teichfilters gut unterstützen.

Hagel: Gefahr für das Gewächshaus

In dieser Jahreszeit drohen immer wieder plötzlich auftretende Sommergewitter, bei denen der Regen oft als Hagel auf die Erde niederprasselt. Ist noch ausreichend Zeit dafür, sollten Sie Ihr Gewächshaus mit einem "Schattiernetz" abdecken von dem die Hagelkörner einfach abgleiten. Für schnelle Abhilfe und Schutz vor schweren Glasschäden sorgen aber auch Kartons, Bastmatten oder dicke Folien.

Geranien verschönern den Balkon den ganzen Sommer

Geranien sind den ganzen Sommer über Garant für einen farbenprächtigen Balkon. Auf das Düngen von Geranien sollten Sie jetzt allerdings verzichten, vorausgesetzt die Pflanzen sollen auch überwintern. Denn die Triebe reifen sonst nicht mehr rechtzeitig aus, bleiben weich und werden anfälliger gegen Pilzkrankheiten.

Jetzt schon an den Herbst denken

Auch wenn noch Hochsommer ist, nun beginnt die Vorarbeit für den Herbst: Wenn dann der Garten nach und nach karg wird, erblühen Herbstzeitlose und Alpenveilchen. Sie werden im August schon gesetzt und können sich etablieren. Sie eignen sich für Schattenplätze, auch dunklen Schatten. Sogar zwischen dem dicht wachsenden Efeu sprießen sie hindurch.

Was Sie jetzt ernten könnenWas jetzt blüht
GemüseTomaten, Bohnen, Zucchini, Gurken, Artischocken, Mais, Kürbis, HokkaidoBäumeEibe, Brombeere, Sommerflieder, Rosskastanie, Wilder Wein
Kräuter und Zwiebeln

Generell alle Kräuter für den Winter schneiden und trocknen,

Küchenzwiebel, Schalotte, Lauch/Porree, Lauchzwiebel

SträucherRanunkel, Hortensien, späte Rosen, Sommertamarisken
Blattgewächse, Hülsenfrüchte & Stauden

Bohnen, Dicke Bohne, Erbsen, Blattsalate, Mangold, Portulak/Postelein, Radicchio, Rucola/Rauke, Spinat, Wildstaudensamen

KlettergewächseGeißblatt, Mandelwaldreben
ObstBrombeeren, Heidelbeeren/Blaubeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Reneklode, Mirabellen, Sauerkirschen, Süßkirschen, ZwetschgenBlumen & StaudenHeidekraut, Herbstzeitlose, Storchschnabel, Niedriger Sonnenhut, Gelbe Teichrosen, Riesenseerosen, Herbstanemonen
Wurzeln und Knollen

Fenchel, Kartoffeln, Karotten, Radieschen, Weißer Rettich/Sommerrettich, Rote Bete, Knollensellerie/Wurzelsellerie

Kohl und Rüben

Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Pak-Choi, Kohlrabi, Weisskohl, Spitzkohl, Rotkohl, Wirsing, Stangensellerie

Aus dem GewächshausAuberginen, Paprika, Tomaten

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