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Moos im Rasen dauerhaft entfernen

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Moos im Rasen wirksam bekämpfen

10.03.2017, 08:57 Uhr | sj, zuhause.de

Moos im Rasen dauerhaft entfernen. Moos im Rasen lässt sich dauerhaft bekämpfen. (Quelle: imago/Redeleit)

Moos im Rasen lässt sich dauerhaft bekämpfen. (Quelle: Redeleit/imago)

In jedem Frühjahr das gleiche Bild: Der einst dichte grüne Rasen ist von Moos durchsetzt. Damit im Sommer wieder sattes Grün den Garten ziert, muss man rechtzeitig handeln und das Moos entfernen. Nur dann können die Halme wieder dicht wachsen. Wie man das lästige Moos am einfachsten entfernt und dauerhaft aus dem Rasen verbannt – diese Tipps helfen.

Wenn Moos den Rasen durchzieht, kann das verschiedene Ursachen haben. Meist liegt es daran, dass die Bedingungen für das Gras nicht optimal sind. Nur bei geschwächtem Gras kann sich Moos durchsetzen. Mal ist ein zu saurer Boden verantwortlich, mal zu viel Schatten oder Feuchtigkeit und häufig auch Pflegefehler.

Vor dem Vertikutieren düngen

Um das Moos dauerhaft aus dem Rasen zu verbannen, muss man es zunächst einmal entfernen. Mit dem Vertikutierer gelingt das zuverlässig. Damit sich die Gräser nach der Filzbeseitigung schnell erholen und nachwachsen, sollte man die Grünfläche vor dem Vertikutieren düngen und mähen. Der beste Zeitpunkt für die Frühjahrs-Düngung ist eigentlich im April, wenn die ersten Blumen und Bäume Knospen ausbilden. In diesem Jahr ist die Natur wegen des warmen Winters etwas früher dran, so dass man auch schon etwas eher loslegen kann.

Sofern im Rasen keine besonderen Mangelerscheinungen zu erkennen sind, sollte man Rasenlangzeitdünger verwenden, der den Rasen über Monate ausgewogen mit den Nährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium versorgt. Dabei regt Stickstoff das Graswachstum an, Phosphor kräftigt die Wurzeln und Kalium macht die Halme widerstandsfähiger.

Richtig vertikutieren

Eine trockene Rasenfläche ist beim Vertikutieren Pflicht. Die mit Widerhaken versehene Messerwelle des Vertikutierers dringt senkrecht in die Grasnarbe ein und reißt Flechten und Moose aus dem Rasen. Wichtig ist, dass die Messer nicht tiefer als drei Millimeter in den Boden eindringen, da sonst der Rasen zu stark beschädigt würde.

Die Grashalme werden zwar auch ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, aber durch die frische Belüftung erholt sich das Grün mit der richtigen Rasenpflege sehr bald wieder. Das beste Ergebnis erzielt man, wenn der Vertikutierer gleichmäßig zunächst in Längs- und dann in Querrichtung über die Fläche bewegt wird. Nach dem Vertikutieren werden die kahlen Stellen nachgesät. Dafür gibt es spezielle Samen-Mischungen, die zum Ausbessern von Rasenschäden vorgesehen sind.

Vorsicht bei Eisendünger

Viele Rasenbesitzer greifen zu Moosvernichter auf Basis von Eisensulfat, um das Moos im Rasen loszuwerden. Das Eisensalz lässt das Moos absterben und wirkt zugleich auch als Dünger. Das Mittel hat allerdings auch Nachteile. Wer reines Eisensulfat verwendet, muss aufpassen, dass das Düngemittel nicht mit Steinplatten oder der Kleidung in Berührung kommt. Sonst könnten Flecken zurückbleiben.

Außerdem empfiehlt es sich dringend, Handschuhe zu tragen und den Kontakt mit Augen oder Haut zu vermeiden. Besonders bei Feuchtigkeit ist der Dünger stark reizend. Deshalb sollte man auch Haustiere und Kleinkinder nach dem Aufbringen möglichst von der Rasenfläche fernhalten. Das ist auch deshalb notwendig, weil Eisensulfat beim Verschlucken gesundheitsschädlich ist.

Nachdem man den Moosvernichter aufgebracht hat, dauert es etwa eine Woche, bis das Moos abgestorben ist. Danach kann man das abgestorbene Material mit einer Harke, einem Rechen oder einem Vertikutierer entfernen. Mit dem Nachsäen der kahlen Flächen sollte man möglichst zwei Wochen warten, weil das Gras sonst schlechter anwächst. Wer nicht so lange warten oder keine Chemie verwenden will, kann den Rasen auch ohne Moosvernichter mit dem Vertikutierer belüften.

Kalken beugt Moosbefall vor

Sollte ein zu saurer Boden die Ursache für den Moosbefall sein, ist Kalken eine gute Methode, um das Nachwachsen des Mooses zu verhindern. Test-Sets für eine Boden-Analyse gibt es im Garten-Center.

Je nach pH-Wert und Bodenbeschaffenheit muss der Kalk dosiert werden. Bei leichten, sandigen Böden braucht man weniger Kalk. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genügen 150 Gramm pro Quadratmeter, während man bei lehmigen Böden etwa die doppelte Menge verwenden kann. Ab einem pH-Wert von 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden.

Ob ein Boden zu sauer ist, kann man oft schon am Bewuchs erkennen. So deutet beispielsweise das Vorhandensein von Klee eher auf einen basischen Boden hin. Dann sollte nicht gekalkt werden. Gegen Klee im Rasen hilft Hornmehl.

Staunässe im Rasen mit Sand verhindern

Hat sich trotzdem Moos im Rasen breit gemacht, ist die Ursache womöglich Staunässe. Besonders bei lehmigen Böden kann es im Laufe der Zeit vorkommen, dass sich die obere Schicht so stark verdichtet, dass das Wasser nicht mehr versickert. Dagegen hilft das Einarbeiten von Sand in den Erdboden – am besten schon beim Anlegen des Rasens. Es hilft auch schon, wenn man nach dem Vertikutieren etwas Sand auf die Fläche aufbringt.

Moos im Schattenrasen verhindern

Sollte die schattige Lage schuld am Moosbefall sein, ist es wichtig, eine geeignete Rasenmischung zu wählen. Sie sollte zu 10 bis 15 Prozent die Grassorte Lägerrispe enthalten. Außerdem sollte man den Rasen im Schatten nicht zu kurz mähen – sechs Zentimeter sind ideal – und darauf achten, dass er im Sommer ausreichend gewässert wird. Nur so ist er gesund genug, um sich gegen Moosbewuchs durchzusetzen.

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