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Gespinstmotte bekämpfen: Was gegen den Schädling hilft

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Weißer Schleier an Bäumen  

Nicht verwechseln: Gespinstmotten oder Eichenprozessionsspinner?

08.06.2017, 15:03 Uhr | Simone A, dpa-tmn, t-online.de

Gespinstmotte bekämpfen: Was gegen den Schädling hilft. Gespinst der Eichenprozessionsspinner (Quelle: imago/Jochen Tack)

Gespinst der Eichenprozessionsspinner. (Quelle: imago/Jochen Tack)

Viele Büsche und Bäume werden Anfang Juni von großflächigen Schleiernetzen durchzogen, die von Gespinstmotten angelegt wurden. Die auffälligen Gespinste können leicht mit dem Nest des gefährlichen Eichenprozessionsspinners verwechselt werden. Im Gegensatz zu den behaarten Eichenschädlingen sind die Raupen von Gespinstmotten aber für den Menschen harmlos. So erkennen Sie, welches Gespinst Sie vor sich haben.

Gebietsweise wird ein starkes Auftreten von Gespinstmottenraupen an unterschiedlichen Gehölzen beobachtet. Auch Apfelbäume werden häufig von Gespinstmotten befallen. Der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen gibt für die weit verbreiteten Schleiergebilde allerdings Entwarnung: Es handele sich dabei nicht um den gefürchteten Eichenprozessionsspinner. Dessen Raupe besitzt feine Brennhaare, die beim Menschen heftige Hautausschläge auslösen können – auch ohne, dass man sie berührt.

Gespinstmottenraupen erkennen

Man erkennt die Raupen der Gespinstmotten an ihrer hellgrauen Färbung, die je nach Art von unterschiedlich vielen Reihen schwarzer Punkte durchzogen ist. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal: Gespinstmottenraupen haben keine Haare.

Die für den Menschen ungefährlichen Raupen leben in hellen, schleierartigen Gespinsten, die mit der Zeit ganze Büsche oder Bäume überziehen können. Sie kommen an vielen verschiedenen Gehölzen vor. Sie finden sich vor allem auf Traubenkirschen, aber auch Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln oder Weiden sind bisweilen betroffen. In Ausnahmefällen ziehen die Insekten auch über Obstbäume her. Die Raupen fressen die Gehölze vollständig kahl – aber sie treiben um den sogenannten Johannistrieb am 26. Juni neu aus.

Die Gespinstmotte bildet ähnliche Gespinste wie der Eichenprozessionsspinner. (Quelle: imago/blickwinkel)Die Gespinstmotte bildet ähnliche Gespinste wie der Eichenprozessionsspinner.

Gefährliche Eichenprozessionsspinner

Sie sind eine Gefahr für die Gesundheit. Denn die Brennhaare der Raupen brechen leicht ab, fallen auf Spaziergänger herab und lösen allergische Reaktionen aus. Das kann ein heftiger Juckreiz sein, in schlimmen Fällen kann es aber auch Nesselsucht und einen anaphylaktischen Schock auslösen. Bei entsprechenden Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Man erkennt Eichenprozessionsspinner daran, dass ihre weißen Gespinste einem Nest ähneln, das am Stamm des Baumes hängt, erklärt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Meist sind Eichen betroffen, in schlimmen Jahren aber zum Beispiel auch Hainbuchen.
Die Raupen sind vollständig mit den Brennhaaren überzogen. Sie ziehen in teils großen Gruppen über die Gehölze und fressen sie kahl. Daher stammt auch ihr Name. Die Raupen sind zunächst gelblich-braun, werden dann aber grau-blau bis schwarz.

Grundsätzlich gilt hier der Rat: Nester und Raupen auf keinen Fall zu berühren und in betroffenen Gebieten beim Spaziergang oder Aufenthalt im Garten möglichst dicht schließende Kleidung tragen. Ausschließlich Schädlingsbekämpfer sollten die Nester beseitigen.
Zwar verpuppen sich die Raupen bis Anfang Juli, aber ihre Nester mit Resten von den Häuten inklusive der Brennhaare können lange am Gehölz erhalten bleiben – und damit auch die Gefahr für den Menschen.

Anfang Juni droht der Kahlfraß

Die Gespinstmottenarten entwickeln gewöhnlich eine Generation im Jahr. In spinnennetzartigen Gebilden leben nicht selten Hunderte Larven, die mit ihrem großem Appetit sogar ganze Bäume kahl fressen können. Die ausgewachsenen Raupen verpuppen sich normalerweise Anfang bis Mitte Juni. Etwa zwei Wochen später fliegen dann die Falter. Die Motte ist etwa 2,5 Zentimeter lang, ihre schneeweißen Flügel sind dunkel gepunktet.

Die Falter legen ihre Eigelege an Zweigen und jungen Trieben ab und bedecken sie mit einem schützenden Sekret. Die nach einigen Wochen schlüpfenden Raupen überwintern unter dieser Schicht. Gegen tiefe Temperaturen sind sie sehr widerstandsfähig. Im Frühjahr werden sie wieder aktiv, wandern auf die Blätter und fressen in ihren Gespinsten.

Gespinstmotten bekämpfen

Zum Bekämpfen der Tiere sollten die noch bewohnten Gespinste aus Bäumen und Sträuchern herausgeschnitten werden. Pflanzenschutzmittel sind bei der Gespinstmotte schwierig anzuwenden. Ein Befall ist meist erst zu erkennen, wenn sich bereits Gespinste gebildet haben. Die feinen Netze lassen die aufgesprühten Mittel jedoch abperlen, so dass sie nicht bis zu den Raupen vordringen. Wird der Befall rechtzeitig erkannt, kann man Raupen und Nester auch mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Bäumen entfernen.

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