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Schwangerschaftstests im Überblick: Ab wann kann man testen?

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Schwanger oder nicht?  

So funktioniert ein Schwangerschaftstest

06.06.2017, 14:58 Uhr | t-online.de, jb

Bekomme ich bald ein Baby? Die Antwort verrät ein Schwangerschafts­test. (Screenshot: imago)
So funktioniert ein Schwangerschaftstest

Bekomme ich bald ein Baby? Die Antwort verrät ein Schwangerschafts­test.

So funktioniert ein Schwangerschaftstest


Bin ich schwanger oder nicht? Bei Schwangerschaftssymptomen wie Ziehen in der Brust und morgendlicher Übelkeit, spätestens beim Ausbleiben der Periode wollen Frauen Gewissheit haben. Wir erklären, welche Schwangerschaftstests es gibt, ab wann sie angewendet werden können und wie zuverlässig sie sind.

Schwangerschaftstest für zu Hause

Schwangerschaftstests für die Verwendung zu Hause sind schon ab drei Euro rezeptfrei in der Apotheke oder Drogerie erhältlich. Sie messen die Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG (humanes Choringonadotropin) im Urin. Dieses bildet der weibliche Körper nach der Befruchtung der Eizelle. Das Hormon hCG fördert die Bildung von Östrogenen und Gestagenen und ist damit unverzichtbar für den Erhalt der Schwangerschaft.

Ab wann kann ich einen Schwangerschaftstest machen?

Für ein zuverlässiges Ergebnis sollten Sie handelsübliche Tests erst machen, wenn Ihre Periode ausgeblieben ist. Am besten warten Sie noch zwei weitere Tage. Zuvor ist das Risiko, dass der Test ein falsch-negatives Resultat anzeigt, sehr hoch: Liegt nämlich der Eisprung erst elf oder zwölf Tage zurück, ist die Einnistung zwar bereits erfolgt, der hCG-Wert aber noch nicht messbar.

Sogenannte "Frühtests", die besonders empfindlich auf hCG reagieren, können bereits fünf bis sechs Tage vor dem Ausbleiben der Periode durchgeführt werden. Bei Frauen mit einem sehr ausgeprägten Kinderwunsch sorgen die Tests frühzeitig für Klarheit. Zum anderen können Frühtests vor einer medizinischen Untersuchung oder einer notwendigen Medikamenteneinnahme abklären, ob eine Schwangerschaft besteht. Allerdings weisen die vorzeitigen Tests im Vergleich zu "normalen" Schwangerschaftstests, die zu etwa 97 Prozent zuverlässig sind, eine hohe Fehlerquote auf.

Wird der Test zu früh gemacht, bewegt sich die hCG-Konzentration im Urin selbst für sensible Teststreifen unterhalb des messbaren Wertes. Fällt das Ergebnis positiv aus, setzt nicht selten doch wenige Tage später die Regel ein: In den ersten Schwangerschaftstagen und -wochen kommt es häufig zu Frühaborten. Ohne Schwangerschaftstest bleiben diese normalerweise unbemerkt. Die Frauen gehen dann davon aus, dass sie einfach ihre Tage bekommen haben – wenn auch vielleicht etwas später oder stärker als gewohnt. 

Wie wende ich einen Schwangerschaftstest richtig an? 

Bereits nach wenigen Minuten verschafft ein Schwangerschaftstest für zu Hause Gewissheit. Wichtig ist dabei, sich strickt an die Gebrauchsanweisung zu halten. 

Bei einigen Produkten wird der Teststreifen in ein Gefäß mit aufgefangenem Urin gehalten, bei anderen direkt in den Urinstrahl. Dabei sollten die Frauen unbedingt die in der Gebrauchsanleitung angegebene Kontaktdauer berücksichtigen. Anschließend legen sie den Test auf eine ebene Fläche und erhalten nach spätestens fünf Minuten ein Ergebnis.

Die Wahrscheinlichkeit für ein korrektes Ergebnis erhöht sich, wenn Sie den Test mit Morgenurin machen: Darin ist die hCG-Konzentration besonders hoch.   

Wie funktioniert eigentlich ein Schwangerschaftstest?

Die Teststreifen sind mit hCG-Antikörpern versehen. Kommen diese mit dem Schwangerschaftshormon in Berührung, erscheint auf dem Teststreifen ein blauer / zweiter Strich oder ein Plus-Zeichen. Andere Tests kennzeichnen das Ergebnis mit den Worten "schwanger" oder "nicht schwanger". Zum Teil sind die Teststreifen zusätzlich mit einem Kontrollfeld ausgestattet, das anzeigt, ob der Test richtig durchgeführt wurde. Neure, digitale Tests informieren außerdem darüber, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich ungefähr befinden.

Kann ich den Test falsch machen?

In seltenen Fällen fallen Schwangerschaftstests falsch-positiv aus. Die Gründe hierfür können sein:

  • verunreinigtes Uringefäß 
  • Reaktion der hCG-Antikörper auf Eiweiß oder Blut im Urin
  • Krebserkrankung
  • Hormonpräparate im Rahmen einer künstlichen Befruchtung 
  • Fehlgeburt in jüngster Vergangenheit

Manchmal zeigt der Teststreifen "nicht schwanger" an, obwohl es zu einer Befruchtung der Eizelle gekommen ist. Die häufigste Ursache dafür ist häufig eine zu niedrige hCG-Konzentration – entweder wegen eines zu frühen Test-Zeitpunkts oder weil die Frau zuvor zu viel Flüssigkeit zu sich genommen hat. Außerdem lässt sich mit einem Urintest keine Eileiterschwangerschaft feststellen.

Wichtig zu wissen: Nach der zehnten Schwangerschaftswoche fällt der hCG-Spiegel deutlich ab. Dann kann nur noch ein Gynäkologe eine Schwangerschaft bestätigen oder ausschließen. 

Ein Bluttest bringt Gewissheit

Eine zweifelsfreie Bestätigung ihrer Schwangerschaft erhalten Frauen nur bei ihrem Gynäkologen. Diesen sollten sie auch aufsuchen, wenn das Testergebnis negativ ist und ihre Periode dennoch ausbleibt. Dann gilt es abzuklären, ob eine funktionelle Zyklus-Störung vorliegt. Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse.

Um eine Schwangerschaft festzustellen, wird der Gynäkologe einen Bluttest sowie eine vaginale und eine Ultraschall-Untersuchung vornehmen. Auf diese Weise ist bereits in der vierten Woche die Fruchthöhle erkennen. Ab der sechsten oder siebten Woche zeigt das Ultraschallbild den Dottersack mit dem Embryo. Auch lässt sich schon in diesem frühen Stadium die Herzaktivität des Fötus darstellen. Anhand dieser Parameter kann auch die Schwangerschaftswoche bestimmt werden.

Chancen für eine Schwangerschaft erhöhen

Viele Paare sind von einem negativen Testergebnis enttäuscht, weil ihr Kinderwunsch sehr groß ist. Die Chancen auf eine Schwangerschaft lassen sich mit diesen Tipps steigern:

  • auf Nikotin und Alkohol verzichten
  • ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung
  • Stress reduzieren
  • moderate körperliche Aktivitäten
  • ausreichend Schlaf.

Eine wertvolle Hilfe beim Bestimmen der fruchtbaren Tage sind Fruchtbarkeitskalender oder Ovulationstests aus der Apotheke. Mit diesen lässt sich der Zeitpunkt des Eisprungs und damit der ideale Termin für "erfolgreichen" Geschlechtsverkehr einfach bestimmen. Vor allem aber dürfen Paare bei aller Zielstrebigkeit die Lust am Sex nicht verlieren.

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